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Testbericht vom 05.03.2014 - von Jörg

Es war einmal (Neuauflage 2013)




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 bis 6 Spieler

Spielzeit:
20-40 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 2 Bewertungen



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Vorwort

Bei dem uns vorliegenden Spiel handelt es sich um eine Neuauflage, denn vor ca. 20 Jahren erschien dieses Geschichten- und Erzählspiel bei Atlas Games. In den Folgejahren gab es deutsche Versionen bei Amigo, Truant und seit 2013 ist es bei Pegasus Spiele erhältlich. Vor uns liegt somit die dritte überarbeitete Version und irgendwie bin ich doch etwas aufgeregt.

Denn diese Art des Spielens ist ungewohnt und ich selbst bin nicht gerade der große Erzähler. Was also tun, zumal ich es ja unbedingt ausprobieren will?
Zum Glück bin ich ja in dem einen oder anderen Spieleclub und so wollte ich das Spiel der Rollenspielgruppe des örtlichen Vereins vorstellen. Beim Vorstellen, alles begann bei einer Geburtstagsfeier, konnte ich dann meine Fertigkeiten vorbringen.
Gesagt, getan und nach weiteren Partien wird es Zeit die Abläufe und natürlich auch meine Meinung zum Spiel vorzutragen. Ob ich am Ende dann doch lieber zum Märchenbuch greife, verrate ich euch natürlich auch.

Spielablauf:

Vor uns liegen sage und schreibe 114 Erzählkarten, bei denen es sich bei genauer Betrachtung um Handlungskarten (Elemente eines Märchens), Unterbrechungskarten (Fortführung der Geschichte) und Märchenendekarten (zum Abschließen des Märchens) handelt.
Kreativität steht somit an oberste Stelle und die Karten dienen als Gerüst für eine Geschichte.
Im Spiel sind drei Themendecks enthalten und es ist kein Geheimnis, dass der Verlag diese Serie mit weiteren Sets fortführen wird.
Aufgabe der Spieler ist es, mit ihren zufällig vor Spielbeginn ausgeteilten Erzähler-Karten eine Geschichte zu erzählen. Ziel ist es, alle eigenen Karten zu verwenden und die Geschichte mit der Märchenendekarte abzuschließen. Wie das funktioniert, hat Pegasus Spiele bereits in einem kurzen Erklär- oder sagen wir lieber Erzählvideo eindrucksvoll bewiesen.
Doch wie unterbricht man denn die Geschichte des Erzählers? Schließlich will man ja nicht ohne Gegenwehr verlieren und selbst auch einmal zu Wort kommen bzw. Karten loswerden.
Anhand von einigen Beispielen in der Anleitung wird auch dieser Sachverhalt „sehr“ ausführlich geschildert.
Als Spieler muss man nur wissen, dass man mit einer Handlungskarte die Geschichte unterbrechen kann wenn beispielsweise ein genannter Begriff auf der eigenen Karte hinterlegt ist. Die zweite Möglichkeit ist das Unterbrechen mit Hilfe einer Unterbrechungskarte, wobei hier auf die Kategorie (z.B. Ort) geachtet werden muss. Die dritte Möglichkeit ist einfach, denn bei Festhängen, Widersprüchlichkeiten, Abschweifen, Albernheiten und unwichtigen Bestandteilen ist für den aktiven Spieler die Geschichte zu Ende. Mal sehen, ob es dann der nachfolgende Spieler besser macht.

s Meinung:

Vor uns liegt ein doch sehr ungewöhnliches Kommunikationsspiel, welches nicht für jede Spielgruppe geeignet ist. Auch in unserer Gruppe fand das Spiel nicht bei jedem Anklang, so dass ich dann im Verlauf weiterer Partien auf andere Personen und Spieler ausgewichen bin. Bei einem solchen Spiel dieser Art ist das normal, schließlich sind die Geschmäcker unterschiedlich und bei einem Märchenerzählspiel, bei dem der Spielsieg zur Nebensache wird, muss man flexibel sein. Lust so etwas zu spielen und Gelassenheit muss einfach vorhanden sein!
Genau so ging ich auch an das Spiel heran, zumal viele wissen, dass gerade solche Spiele mir schwer fallen bzw. überhaupt nicht liegen.
Doch überraschend (selbst für mich) fand ich es reizvoll, eine wenn auch teilweise verrückte Geschichte zu erzählen. Aber solange keiner widerspricht und die Geschichte Anklang findet, kann es mir ja nur recht sein. Mithilfe der schön illustrierten Karten kommt man immer auf neue Ideen und manchmal endet eine Partie sogar nach 15 Minuten. Schade, doch je nach Spielgruppe ergaben sich gleich neue Partien. Hab ich jetzt tatsächlich das Wort „schade“ verwendet? Na wenn das kein positives Urteil ist.
Etwas traurig ist es allerdings, dass wir bisher keine Gelegenheit gefunden haben, das Spiel mit Kindern ab 8 Jahren (Altersempfehlung des Verlags) auszuprobieren. Denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass es ein solch ungewöhnliches Spiel positiv ankommt. Das sind allerdings nur Vermutungen. Insgesamt würde ich selbst es als reizvoll bezeichnen, was in Anbetracht meiner Lieblingsspiele ein sehr gutes Urteil darstellt.
Trotz einer umfangreichen Anleitung, in der wirklich alle Feinheiten aufgeführt wurden, kann man recht zügig beginnen und braucht, wie auf den beigefügten Bildern ersichtlich, wenig Platz zum Spielen. Ein Ersatz für das Märchenbuch ist das Ganze aber nicht, schließlich nutze ich täglich noch diverse Gute-Nacht-Geschichten, um meinen Sohn und meine Tochter früher oder später in den Schlaf zu führen. Das funktioniert manchmal sehr gut und manchmal überhaupt nicht. So ist es auch im Spiel, doch früher oder später hat man den Dreh raus und benötigt Nachschub. Für diesen Nachschub an neuen Karten hat der Verlag bereits Vorkehrungen getroffen, denn die erste Erweiterung lässt nicht auf sich warten!

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
6/10
"Ungewöhnliches Erzähl- und Kommunikationsspiel. Stark abhängig von der Spielgruppe, doch durchaus reizvoll!"
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

"Es war einmal" hat schon einige Jahre auf den Buckel und erschien zum ersten mal 1993. Leider kannten wir das Spiel damals noch nicht, denn wir sind vom Konzept und dem Spielgefühl begeistert. Das Spiel macht unglaublich viel Spaß in Rollenspielgruppen und auch gerade mit Familien. Denn Geschichten erzählen kann eigentlich jeder und die Karten helfen einen schnell zu improvisieren. Die Spielregeln sind am Anfang etwas komisch und man muss verstehen, dass es sich hierbei nicht um ein übliches "kompetitives" Spielziel handelt. Es geht mehr darum gemeinsam Spaß zu haben und eine Geschichte zu erfinden. Jeder verfolgt dabei zwar auch ein kleines geheimes Ziel und am Ende gibt es auch einen Sieger, aber das war in unseren Runden eher unwichtig.

Trotzalledem ist es nicht immer einfach eine schöne Spielrunde zusammen zu bekommen. Denn es gibt auch in unseren Testrunden hier und da "Erzähl" bzw. "Improvisier-Muffel". Diese wird man auch mit diesem genialen Spiel nicht überzeugen können. Was schade ist, denn sie verpassen wirklich viel Spaß.

Wer ein komplett anderes Spiel sucht und gerne mal mit seinen Freunden und Bekannten eine Geschichte improvisiert zusammen stellen möchte wird hier fündig und so schnell zu nichts anderem mehr greifen.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
8/10
"Super schönes Geschichtenerzählspiel, wobei man natürlich die richtigen Spieler dazu benötigt."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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Mittwoch 05.03.2014

Neue Spielberichte online

Nachricht von 19:46 Uhr, Jörg, - Kommentare

Hallo Cliquenabendler, seit heute sind wieder neue Spielberichte hinterlegt. Dabei stehen "Karten" im Vordergrund bevor es nächste Woche wieder eine bunte Mischung an Berichten gibt.... ...

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