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Testbericht vom 05.01.2016 - von Jörg

Glück Auf Das große Kartenspiel




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2016

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
60-90 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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vorstellung vom 07.10.2016

Essen 2016 Video: Glück auf - Das grosse Kartenspiel (Pegasus Spiele / eggertspiele)

Essen 2016 Video: Glück auf - Das große Kartenspiel (Pegasus Spiele / eggertspiele) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Ein großer Fan der ständigen Verwandlung von Brettspiel zu Kartenspiel zu Würfelspiel (oder auch mal in anderer Reihenfolge) bin ich nicht.

Mittlerweile werden (erfolgreiche) Spieler aber ausgeschlachtet und so ist hält sich meine Freude auch in diesem Fall in Grenzen.

Das Brettspiel zu Glück auf habe ich mir damals sogar in einer Holzbox gekauft, was unterschiedliche Gründe hatte. Dabei ist das Brettspiel spielerisch auf dem Niveau eines Familienspiels zu sehen, was bei dieser Kartenspielversion, so viel sei verraten, nicht zutrifft.

Spielablauf:

Wir befinden uns in Essen, im 19. Jahrhundert und natürlich mitten drin im Kohleabbau. Die Spieler nutzen Loren, verladen diese auf Güterzüge und liefern mit einem passenden Auftrag diese aus.

Hierzu stehen eine Vielzahl an Aktionsmöglichkeiten zur Verfügung und ausgewählt werden diese mit Hilfe von Arbeiterkarten.

So werden zu Beginn erst einmal die Vielzahl unterschiedlicher Karten ausgelegt. Einige als Stapel (z.B. Loren) andere als einzelne Karten. Eine bunte Auswahl, die jedem Spieler zur Verfügung steht.

Doch wie nutzt man überhaupt die einzelnen Karten.

Hierfür hat jeder Spieler Arbeiterkarten mit den Werten 1 bis 5 auf der Hand. Will er eine Karte (eines Stapels) haben und ausführen, spielt er anfangs somit eine Karte mit dem Wert 1. Ein nachfolgender Spieler kann natürlich auch diese (nachfolgende) Karte nutzen, muss dafür aber den nächst höheren Wert an Arbeiter (somit 2) ausgeben. Die Spieler müssen somit gut überlegen, welche Aktionen sie in den fünf bis sieben Runden nutzen wollen, denn früher oder später haben alle Spieler ihre Möglichkeiten ausgeschöpft. Das Spielprinzip ist somit recht schnell verstanden.

Schwieriger ist es die einzelnen Karten, insbesondere in Kombination umzusetzen und anfangs hat auch jeder Spieler nur ein Spieltableau vor sich liegen. Mit drei noch leeren Gleisen und einem Förderturm ahnt man aber bereits, dass man sich diverse Karten aus der Auslage beschaffen muss.

Waggonkarten sind hier schon einmal ein guter Anfang und die eine oder andere Lore nimmt man gerne dazu. Früher oder später noch eine Lok und ein passender Auftrag. Doch zuerst muss die Lore auf den passenden Waggon gezogen werden und mit der jeweiligen Aktionskarte der Auftrag ausgeführt werden. So simpel es klingt, es steckt viel mehr dahinter, denn nicht nur das Erfüllen des Auftrags um Punkte (am Ende) zu kassieren spielt eine Rolle. Oh nein, auch das Ansteuern von Anteilskarten bzw. Geschäftszielkarten sollte man nicht vernachlässigen, um am Ende den Auftrag noch mit weiteren Punkten zu vergolden. Gewiefte Spieler nutzen auch gerne die Aktionskarte „Freie Wahl“ um sich aus den obersten vier Karten der Auslage eine zu nehmen, schließlich will man nicht immer die oberste Karte nutzen bzw. besitzen. Am Ende wird alles auf einem Wertungsblock eingetragen und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

s Meinung:

Der kleine Bruder vom Brettspiel „Glück auf“. So könnte man es beschreiben, doch das grosse Kartenspiel hat eher das Niveau eines Kenner- bzw. Vielspielerspiels. So wird manch ein Familienspieler, der das Brettspiel ins Herz geschlossen hat mit diesem Kartenspiel überfordert sein.
Für mich als Vielspieler kein Problem, zumal die Abläufe in der Anleitung wirklich gut dargestellt werden und der Einstieg nach relativ kurzem Regelstudium recht schnell überwunden wird.
Auch spielerisch geht das Kartenspiel in eine ganz andere Richtung, denn mithilfe eine gelungenen Arbeitereinsetzmechanismus nutzt man eine Vielzahl an Aktionsmöglichkeiten. Das zu verstehen bzw. diese Karten miteinander zu verknüpfen ist der Knackpunkt und die Herausforderung dieses Spiels. Es muss viel im Voraus geplant werden und gerade das zeitige Ausführen gegen Spielende lässt die Spannung deutlich steigen.
Insgesamt ein durchaus reizvolles Spiel mit einer gesunden Mischung aus Taktik und Strategie. Eher unterbewusst greifen einem dann Mitspieler Karten vor der Nase weg, weil vielleicht diese einzelne Karte gerade recht günstig erscheint. Mit solchen Begleiterscheinungen muss man klarkommen und sich somit immer etwas anpassen.
Insgesamt durchaus interessant, doch zu viert zieht das Spiel richtig in die Länge und hierbei sollte man sich auch bewusst sein, dass man mit einem kleinen Tisch nicht weit kommt.
Zu zweit spiele ich es mittlerweile am liebsten, auch wenn das Spiel insgesamt gesehen nichts innovativ Neues zu bieten hat. So werden sich hier mit Sicherheit auch Fans von First Train oder Russian Railroads pudelwohl fühlen, denn das Optimieren der Aufträge ist durchaus eine gelungene Herausforderung.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
6/10
Komplexer als das Brettspiel und ablauftechnisch ganz anders!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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