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Testbericht vom 22.04.2014 - von Jörg

Revolver




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 Spieler

Spielzeit:
40 - 50 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
7.5/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 22.04.2014

Gameplay-Video: Revolver (Pegasus Spiele)

Gameplay-Video: Revolver (Pegasus Spiele) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Wer auf unserer Seite regelmäßig News, Berichte und Videos verfolgt, weiß, dass es zu Revolver bereits einige Informationen gibt. Denn das Spiel wurde bereits 2011 bei White Goblin Games veröffentlicht und hierbei hat sich Andreas/Smuker der englischen Ausgabe gewidmet. Sogar zur ersten Erweiterung auf Englisch (Revolver 2) gibt es von ihm ein positives Urteil.
Jetzt nach zwei bzw. drei Jahren ist das Spiel auch auf deutsch bei Pegasus erschienen und gliedert sich in die 2er Reihe des Verlags ein. Da Cowboythemen nicht so häufig in Spielen vertreten sind und das Böse Cowboy gegen Gesetzeshüter auf den ersten Blick als reizvoll erscheint, sind wir gespannt, was uns erwartet.

Spielablauf:

Vergleicht man die englische mit der deutschen Ausgabe hat sich kaum etwas geändert, so dass wir auch inhaltlich und im Hinblick auf die Abläufe folgenden damaligen Textausschnitt von Andreas/Smuker zur Hilfe nehmen, zumal sein Artikel rasant, flüssig und witzig geschrieben wurde.

Doch was ist überhaupt Ziel der einzelnen Spieler?

Colonel McReady und seine Gesetzeshüter gewinnen, wenn alle Gangmitglieder der Colty Gang umgebracht wurden. Die bösen Desperados (Mitspieler) gewinnen, wenn das Mitglied „Jack – The Crow“ den 3:15 Uhr Express Crash überlebt oder die Bande die mexikanische Grenze erreicht und mit dem Geld fliehen zu können.
Die Spieler sitzen sich gegenüber und erhalten beide ein eigenes Kartenset. Die Colty Gang liegt vor dem passenden Spieler aus und in der Mitte liegen die 5 Ortskarten. An ihrem Ende befindet sich die mexikanische Grenze mit 12 Holzmarkern und der 3:15 Uhr Express.

Jeder zieht 5 Karten und der Showdown beginnt………

„Bevor wir nun den Spielverlauf erklären müssen wir uns aber erst Mal in Stimmung bringen, also schnell mal „Ghost Rider in the sky“ (Original von Burl Ives, aber auch von Johnny Cash, Blues Brothern und ähnlichen gecovert) eingelegt und los geht… YIPIIIIEEEH EI OOOOOO
Alle Spielkarten sind gleich aufgebaut, sie besitzen einen thematischen Namen oder Satz, gegebenenfalls einen Schusswert, die Kosten zum Ausspielen, Platz für das Platzieren von Markern, sowie eventuell einen Text mit Spezialregeln.
Die Colty Gang besteht aus 16 verschiedenen Gangmitgliedern, die offen ausliegen und alle eine Illustration besitzen (damit wir auch wissen wer schießt und erschossen wird) sowie Lebenspunkte. Außerdem besitzen fast alle eine Spezialeigenschaft, die eintritt, wenn die Person erschossen wird (Wie in guten Filmen, sorgt das für Spannung beim High Noon!).

Die Ortskarten sind sozusagen die Zeitleiste des Spiels. Am Ende des Weges befindet sich der Express, zu dem die Gangmitglieder unbedingt wollen.

Das Spiel wird natürlich in Spielzügen gespielt. Die bösen Jungs beginnen, danach geht es abwechselnd weiter, bis eine Siegbedingung erfüllt ist. Ein Spielzug untergliedert sich dabei in 4 Phasen.

  1. Weiterziehen des Zeitmarkers (Colty Gang)
    Hier bewegt der Colty Gang-Spieler den Zeitmarker, um einen Schritt weiter und nähert sich so seinem Ziel. Dies versucht der Gegenspieler natürlich stetig zu verlängern.
  2. Zwei Karten nachziehen
    Es gibt kein Handkartenlimit, jedoch erhält man pro Zug nur zwei neue Karten.
  3. Karten spielen
    Es dürfen beliebig viele Karten ausgespielt werden, wenn man sie denn bezahlen kann. Hierfür muss man ggf. den aufgedruckten Preis mit anderen Karten bezahlen, indem man sie auf den Ablagestapel legt.
  4. Angriff (Colonel McReady)
    Nur der Gesetzeshüter kann einen Angriff ausführen, zu den Details kommen wir gleich.

Aber zuerst, „Yipiheiyeeee… Yipiheiyoooo.. Ghost Rider in the Skyiiiiyyyy“ schauen wir uns die noch 3 verschiedenen Kartenarten an.

  • Schusskarten, besitzen einen weißen oder schwarzen Pokerchip in der linken oberen Ecke, der auch die Schusswertigkeit mit Hilfe einer Zahl anzeigt
  • Blockierungskarten, besitzen einen orange farbenen Rand zum Anlegen an Orte des Mitspielers
  • One-Shot Effektkarten, haben einen einmaligen Effekt und werden nach ihrer Durchführung abgelegt.

Alle Karten werden an Ortskarten angelegt, wenn nichts anderes darauf steht. Hierbei hat der Colty Gang Spieler pro Ortskarte ein Limit von 3 Karten (außer eine Karte erlaubt ihn dieses Limit zu überschreiten).

Kommen wir aber nun endlich mal zum High Noon, dem Schusswechsel… Die Sonne geht unter und die Gang steht auf dem einen Ende der Straße, am anderen Ende die Gesetzeshüter. Ein Wind weht einen Staubball von links nach rechts (oder war es andersrum?) und dann PENG!
Ist der Colonel am Zug, kann er die Gangster angreifen. Hierfür bestimmen beide Spieler ihre Schusswerte. Der Colonel addiert dazu alle seine Chipsymbolwerte am aktuellen Ort. Der Coltyspieler darf zu seinen Chipwerten auch noch den Verteidigungswert des Ortes addieren. Wenn der Gesetzeshüter den höheren Wert besitzt erhält die Gang einen Schaden. Hierbei darf sich der Spieler ein Gangmitglied aussuchen, welches diesen erhält. Jedoch müssen immer zuerst die geringen Gangmitglieder den Schaden einstecken.
Bei jedem Angriff der fehlschlägt, darf der Coltyspieler einen Markierungsstein von der mexikanischen Grenze nehmen. Dies ist auch der Fall, wenn der Kampf nicht im Zug des Gesetzesspieler zur Ausführung kommt!
Einmal im Spiel erleidet der 3:15 Uhr Express ggf. ein Zugunglück und alles wird zerstört. Bestimmt wird dies durch den Coltyspieler. Alle Gesetzeshüterkarten, die ausliegen werden vernichtet (und können nicht gerettet werden!), aber auch alle Gangster werden getötet, wenn sie der Spieler nicht rettet und dies sollte er tun (denn sonst verliert er!). Also muss der Coltyspieler für jeden Gangster eine Karte ablegen, der überleben soll.
Fragt sich nur wer von beiden wie anfangs erwähnt seine Aufgabe erfüllt und das Spiel gewinnt.“

s Meinung:

Nach der englisch sprachigen Veröffentlichung im Jahr 2011 bei White Goblin präsentiert Pegasus die deutsche und überarbeitete Version. Da es nicht all zu viele reizvolle Cowboy-Kartenspiele gibt, freuten sich doch einige Spieler über diese Auflage.
Das Cover ist gelungen, auch wenn sich der eine oder andere Mitspieler bei uns an dem einen oder anderen Gesicht etwas stört. Geschmacksache!
Die Regeln sind durch die Unterteilung der Abläufe auf den ersten Blick einfach, doch ein zweimaliges Lesen war erforderlich, um auch wirklich jede Aktion korrekt auszuführen. Hat man zwei Partien gespielt, zumal sich jede Seite etwas anders anfühlt, sind keine Regelfragen mehr offen.

Die unterschiedliche Spielweise der beiden Rivalen im Spiel ist reizvoll, so dass man nach einer gewonnenen oder verlorenen Partie gerne die Seiten tauscht und eine neue Partie beginnt.
Was mir persönlich sehr gut gefällt ist die anhaltende Spannung im Spiel, denn der Sieger steht oftmals erst gegen Ende fest. Durch das regelmäßige Nachziehen von Karten spielt Glück natürlich eine nicht unwesentliche Rolle, doch schnell lernt man mit diesem Faktor umzugehen. Die Anzahl der Karten ist ausreichend, wobei ich im Hinblick auf die vorhandenen englischen Erweiterungskarten hoffe, dass der Verlag auch hier nachzieht und diese Erweiterungen veröffentlicht.

Insgesamt gesehen bietet das Spiel viel Spaß und je nach Mitspieler und Karten nimmt man das Ganze sogar noch ernst. „Was, Du drohst mir!“ „Nimm das und das und BANGGG!“

Witzig, so brutal das Ganze hier auch abhläuft, ist das Ganze auf jeden Fall und jeder Spieler möchte natürlich gewinnen. Dabei sind die Namen der Rivalen mit Colty und Ready doch etwas seltsam und damit können wir uns auch nach etlichen Partien nicht anfreunden. Hier hätten wir uns klassischere und attraktivere Namen gewünscht.

Der Pegasus Verlag führt mit Revolver seine bisher attraktive 2er Reihe fort und wir hoffen, dass diese noch lange Bestand haben wird. Das Gesamtpaket ist reizvoll und wer sich mehr für Cowboys und Wilden Westen interessiert schaut sich die Biografien der Personen in der Anleitung an.

Wer jetzt mal erleben will wie das Ganze vonstatten geht, schaut einfach in unser beigefügtes Gameplay-Video rein!

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
7/10
"Reizvolles Cowboykartenspiel mit vielen Spannungsmomenten!"
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Die englischen Ausgaben von Revolver I und Revolver II haben mich voll und ganz überzeugt. Die Mischung aus einfachen Spielregeln, viel Aktion und vor allem immer anderen Partien. Während man Karten auslegt und von einer Lokation zur nächsten Wechselt, spielt sich im Prinzip ein eigener Westernfilm vor einem ab, bei dem das Ende ungewiss ist. Zwar ist einiges an Glücksfaktoren im Spiel enthalten, aber taktische Entscheidungen sind immer wieder zu treffen. Revolver ist ein sehr gutes und vor allem sehr thematisches Handmangement Spiel für zwei Personen und wer ein solches Genre noch nie versucht hat wird schwer begeistert sein.

Ich freue mich sehr, dass Pegasus die deutsche Version veröffentlicht hat und hoffe das auch die Erweiterungen und Teil 2 folgen wird.

GESAMT-
WERTUNG:
8/10
"Sehr gutes und thematisch passendes Handmangementspiel für 2 Personen."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder
































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