Testbericht vom 05.12.2011 - von Jörg
Schmidts Katze
Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2011
Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler
Spielzeit:
15 Minuten
Altersfreigabe:
Frei ab 4 Jahre
Durchschnittswertung:
5/10 bei 1 Bewertungen
Vorwort:
Bereits beim Lesen des Namens kann man erkennen, bei welchem Verlag dieses Katze zu Hause ist. Einmal mehr hat der erfolgreiche Autor Kai Haferkamp ein Kinderspiel herausgebracht, bei dem wir gerne auf Tatzen- oder besser gesagt Spurensuche gehen. Dabei macht es uns der Autor nicht leicht, denn mit immer wieder neuen Ideen und einfachen Mechanismen verzaubert er das junge Publikum. Wir sind gespannt, ob es ihm auch bei Schmidts Katze gelingt.
Ziel des Spiels:
Kai Käsehoch lebt mit seiner Mäusebande auf dem Dachboden der Familie Schmidt. Sie lieben es zwischen den Gegenständen Versteck zu spielen und am meisten Spaß macht es, wenn auch die Katze mit von der Partie ist. Immer auf der Suche nach einem guten Versteck gilt es für den Spieler, den Überblick zu behalten, um am Ende die gesuchte Maus zu finden. Wem dies am besten gelingt, der gewinnt das Spiel.
Spielaufbau:
Der Schachtelboden wird in die Tischmitte gestellt. Darin befindet sich der Spielplan mit der Drehscheibe. Die Tatzen werden wie abgebildet (oder auch beliebig) um die Schachtel herum gelegt und die Katzenfigur setzt man auf eines dieser Felder. Jeder Spieler erhält 8 Mäuseplättchen, die man verdeckt vor sich ablegt. In Spielrunden mit jüngeren Spielern kann man die Plättchen auch offen legen. Das restliche Material legt man erst einmal zur Seite.
Spielablauf:
Alle 8 Mäusefiguren (entsprechen den Abbildungen der Mäuseplättchen) werden benötigt. 7 beliebige davon steckt man kopfüber in ein Mauseloch (Schlitz), die letzte Maus setzt man auf den Rand. Jeder Spieler sollte sich gut merken, wo sich welche Maus befindet.
Ein Spieler beginnt und würfelt. Zeigt der Würfel eine Zahl, bewegt man die Katze um entsprechend viele Felder auf den Tatzenfeldern voran.
Abhängig vom Feld werden
- zwei Mäuse miteinander getauscht
- eine Maus aus dem Mauseloch geholt, um sie in ihrem Bereich auf den Schachtelrand zu setzen
- eine Maus im Mauseloch verstecken (ausgehend vom Schachtelrand auf dem eine Maus sitzt)
- eine Maus kurz aus dem Mausloch ziehen (nur der aktive Spieler sollte sehen, um welche Maus es sich handelt)
Kann man eine Aktion nicht ausführen, wird noch einmal gewürfelt. Der Würfel wird immer reihum weitergegeben und so verändern sich auch die Positionen der Mäuse.
Wird das Katzensymbol gewürfelt, setzt man die Drehscheibe in Bewegung. Abhängig von der Position des Pfeils müssen die Spieler so schnell wie möglich unter ihren 8 Plättchen die passende Maus finden. Glaubt man die richtige Maus gefunden zu haben, rennt man um den Tisch zurück an seinen Platz und ruft „Erster!“ (nachfolgende Spieler entsprechend „Zweiter“, „Dritter“, usw.). Schnell zu sein reicht aber nicht aus, denn zuerst wird kontrolliert, ob man auch die richtige Maus gefunden hat. Hierzu wird ggf. die gesuchte Maus ein Stück aus dem Loch heraus gezogen. Stimmen die Mäuse überein, erhält der erste Spieler einen Katzenorden. Anschließend werden wieder alle Plättchen verdeckt und das Spiel geht in die nächste Runde.
Es gewinnt der Spieler, der als Erster fünf Katzenorden sammeln konnte.
Strategie:
Etwas erinnert uns die ganze Angelegenheit an Memory und durch die Aktionen der Tatzen bekommt man regelmäßig einen Hinweis wo sich welche Maus versteckt. Mit Strategie hat das allerdings nichts zu tun.
Interaktion:
Auch Interaktion spielt keine Rolle, da sich jeder Spieler auf die Mäuse konzentriert und sich die Spieler auch nicht in die Quere kommen.
Glück:
Etwas Glück gehört auf jeden Fall dazu, denn nicht immer kann man sich alle 8 Mäuse und Positionen merken. So wird doch gerne einmal geraten und mit etwas Glück hat man auch die richtige Maus.
Packungsinhalt:
Die Plättchen sind dick und an Materialmenge wurde auch nicht gespart. So fällt der Preis mit ca. 12 Euro und einer attraktiven Illustration doch recht freundlich aus. Lediglich die Schlitze der Mäuse geben etwas Anlass zum Meckern, da je nach Einfügen eines Plättchens die Maus auch gerne einmal ganz im Schachtelboden verschwindet. Etwas vorsichtig beim Einsetzen sollte man somit sein.
Spaß:
Man könnte auch 8 Karten auf den Spieltisch legen und durch bestimmte Aktionen diese Tauschen oder kurzfristig aufdecken. So oder so ähnlich ist mit Sicherheit auch der Mechanismus entstanden und mit Mäusen und einer Katze hat man ein durchaus passendes Thema gefunden.
Spielerisch ist es allerdings für Vierjährige zu schwer, zumindest machten wir mit zwei Kindern diese Erfahrung. Mit 5- und 6-jährigen war das ganze dann doch etwas einfacher, wobei der Spielspaß in unseren Runden eher auf durchschnittlichem Niveau lag. Wer bereits mit Memoryspielen seine Probleme hat, dürfte bei Schmidts Katze auf ähnliche Probleme stoßen.
Nervig kann auch die Würfelei werden, wenn das Katzensymbol einfach nicht erscheinen will. In unseren Runden wurden die Kinder dadurch doch etwas ungeduldig und haben sich auch nicht mehr all zu sehr auf die Mäuse konzentriert.
Jörgs Meinung:
Die Mäuse spielen Versteck und bei insgesamt 8 an der Zahl ist es nicht einfach, sich die einzelnen Positionen dieser kleinen Tiere zu merken. Genau das ist allerdings Aufgabe der Spieler und sieht es einfacher aus, als es in Wirklichkeit ist. Die Altersangabe mit 4 Jahren können wir nicht nachvollziehen, denn erst Fünf- zum Teil auch Sechsjährige konnten sich die Positionen einigermaßen merken.
Durch das ständige Würfeln und das Warten auf das Katzensymbol kann sich eine Runde in die Länge ziehen. Insgesamt gesehen ein interessantes Spiel, von dem wir uns mehr versprochen haben. Das Thema ist witzig, doch spielerisch ist es ein durchschnittliches Kinderspiel, das zumindest in unseren Runden mit Kindern nicht richtig in die Gänge kam.
Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de
Vielen Dank an Schmidt Spiele für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GESAMT-
WERTUNG:
5/10
Hier müssen sich die Kinder die Positionen der Mäuse merken, die ständig ihre Position wechseln. Schönes Thema, doch spielerisch nicht ganz einfach und auf Dauer nicht interessant genug, um es regelmäßig zu spielen.
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Erklärung zur Wertung: |
1-2 Ungenügend,
3 Mangelhaft,
4 Nicht lohnenswert,
5 Durchschnittsspiel, 6-7 Reizvoll, 8 Sehr gut, 9 Besonders Lohnenswert, 10 Topspiel |
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Spieltest: Schmidts Katze (Schmidt Spiele)
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