Testbericht vom 29.12.2015 - von Jörg

Mysterium




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2015

Anzahl der Spieler:
2 bis 7 Spieler

Spielzeit:
42 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
9.5/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 24.10.2015

Essen 2015: Mysterium (Libellud/asmodee)

Essen 2015: Mysterium (Libellud/asmodee) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Kein Jahr vergeht, ohne dass ein oder gleich mehrere Spiele gehypt werden. Dabei muss dieser Hype nicht unbedingt von den Spielern ausgehen. Oft sind es auch Verlage bzw. deren Marketing-Abteilung, die Spiele nach vorne pushen. Die Erwartungshaltung der Spieler ist entsprechend hoch, denn das Spiel muss dann ja auch gut wenn nicht sogar sehr gut sein.

Bei Mysterium ist genau dieser Hype vorhanden, obwohl es zwei Jahre zuvor bereits im Ausland (u.a. Ukraine) erschien. Wie gut das Spiel „sein soll“ hat sich aber wohl nicht herumgesprochen, so dass der Verlag Libellud bzw. asmodee noch einmal nachfasst, die Regeln etwas verfeinert und das Spiel in ein düsteres aber sehr interessantes Cover verpackt.

Spielablauf:

Bevor man überhaupt in das Spielgeschehen eintaucht, wird in einem Vorwort der Anleitung über das hier vorhandene Mysterium gesprochen. Denn in diesem kooperativen Spiel geht es darum das Rätsel um den Tod eines Geistes zu lösen. Hierzu schlüpft ein Spieler in die Rolle eines Geistes und die anderen Spieler jeweils in die Rolle von Spiritisten.
Der Geist wird im Spielverlauf die Spiritisten mit Informationen (Karten) versorgen, um sie auf die richtige Spur zu führen. Die Spiritisten versuchen die versteckten Botschaften der Karte/n richtig zu deuten.

Der Geist ist in dieser nächtlichen Sitzung aber nicht in der Lage detaillierte Informationen zum Täter, Ort und Objekt zu liefern, so dass die Abbildungen der Karten genau gedeutet werden müssen.
Jeder Spiritist hat dabei in Phase 1 die Aufgabe ein eigenes Rätsel mit Person, Ort und Objekt zu lösen. Die Spieler haben aber nur 7 Stunden (=7 Runden) Zeit, alle Rätsel zu lösen.

Der Geist kommentiert dabei den Spielverlauf lediglich durch Klopfen (gem. Vorschlag in der Anleitung) und mit einem Soundtrack (auf Verlagsseite) wird dem ganzen noch mehr düstere Stimmung verliehen.

Hinter dem Sichtschirm hat der Geist einen Überblick, welcher Spiritist welche Aufgaben lösen muss und die gleiche Auslage, nur mehr Karten, liegen auf dem Tisch für die Spiritisten parat. Je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad kann man die Auslage mit mehr oder weniger Karte pro Rätsel versehen und auch die Krähen für das Tauschen von Karten durch den Geist kann man je nach Schwierigkeit festlegen. Denn der Geist besitzt immer nur 7 Karten und die darauf hinterlegten Abbildungen passen nicht immer, um den Spiritisten eindeutige Hinweise zu geben.

Zu Beginn müssen die Spiritisten jeweils ihren Verdächtigen, dann den Ort und zum Schluss das Objekt herausbekommen. Hierzu gibt der Geist jedem Spiritisten eine oder mehrere Visionskarten, bevor er im Anschluss wieder seine Auslage auffüllt (max. 7 Karten). Erst mit der Übergabe von (einer) Visionskarte/n an den letzten Spieler wird die Sanduhr umgedreht, so dass nur noch zwei Minuten bleiben, bis sich jeder Spieler auf eine Karte festlegt.
Damit es bloß keinem Spiritist langweilig wird kann der Spieler Hellsichtplättchen zu den Markern der anderen Spiritisten legen (er glaubt bzw. glaubt nicht an die Richtigkeit der Position des Mitspieler-Markers).
Genutzte Plättchen kommen erst einmal aus dem Spiel (zu Beginn der vierten Phase alle zurück an die Spieler).

Doch zuvor verrät der Geist ob der Marker eines Spiritisten richtig oder falsch ist. Jeder Spiritist hofft natürlich richtig zu liegen um das nächste Rätsel zu lösen. Die Spieler mit platzierten Hellsichtmarkern hoffen natürlich auch, dass ihre Entscheidung stimmt, um eine Stufe (vgl. hierzu Phase 2) aufzusteigen.
Hat ein Spiritist alle drei Rätsel gelöst findet der Übergang in Phase 2 noch nicht statt, es sei denn alle Spieler haben ihre Rätsel gelöst. Ansonsten sollte dieser Spieler seinen Mitspielern behilflich sein.

Was allerdings gerne vergessen wird:

>Der Hellsicht-Stufenmarker auf der Hellsicht-Anzeige wird um 1 Feld pro noch verbleibender Stunde voran gesetzt!
Früher oder später und innerhalb der vorgegebenen Rundenzahl (schließlich bekommen die Spieler immer mehr Hinweise) sollte jeder alle Rätsel gelöst haben und man geht es in Phase 2 (Entlarvung des Täters) über. Die Uhr sollte somit noch nicht 8 Uhr schlagen!

In dieser Phase 2 legt sich der Geist auf eine Gruppe (Person, Ort und Objekt) eines Spiritisten fest und nimmt hierzu drei Visionskarten. Die Spiritisten müssen jetzt nur noch den wahren Täter finden. Abhängig von ihrer erreichten Stufe sehen sie dabei mehr oder weniger Visionskarten. Das bedeutet, dass in dieser Phase jeder für sich spielt und am Ende einen Tipp (Marker in Hülle) abgibt.
Die Spieler hoffen, dass sich viele für den richtigen Täter entscheiden (Mehrheitsentscheid), denn nur dann gewinnt man das Spiel.
Hinweis im Spiel zu zweit bzw. zu dritt:
Hier verkörpert jeder zwei Spiritisten und bei der gemeinsamen Version werden alle drei Visionskarten aufgedeckt.

s Meinung:

Ich hasse es! Immer wieder lese ich auf Spielschachteln die Spieleranzahl 2 bis X Spieler und oft es mühsam oder überaus enttäuschend es nur zu zweit zu spielen. Auch bei Mysterium wird auf die Spieleranzahl 2 bis 7 verwiesen.
Doch das Spiel sollte man nur mit mindestens vier Spielern spielen. Auch wenn das Spiel sich aus Verkaufsgründen besser verkauft, wenn man eine breite Personenanzahl verwendet bzw. anspricht. Bei Camel up oder Colt Express, um einfach mal zwei weitere Beispiele zu nennen fand ich das auch sehr ärgerlich.

Doch bevor ich noch weitere negative oder sagen wir lieber kritische Punkte aufführe, ein paar warme Worte: Mysterium ist ein atmosphärisches Spiel, bei dem ich am liebsten das Licht dimme oder Kerzen anzünde. Die Rolle des Geistes zu spielen, um seinen Mitspieler in der Rolle von Spiritisten Hinweise zu Personen, Orte und Objekte zu geben ist nicht einfach, da die Traumkarten (angelehnt am Spiel Dixit) viele Assoziationen zulassen. Gleichzeitig darf der Geist keine Hinweise geben und wenn überhaupt gemäß Anleitung nur Klopfen. In unserem Fall hat er genickt wenn etwas richtig war. Das Spiel hat die Mehrzahl an Spielern in unseren Runden begeistert und ein Test in einem Jugendclub katapultierte das Spiel an die Spitze und jeder wollte es anschließend haben.
Die Art und Weise wie man hier kooperativ zusammenspielt und diskutiert erlebte ich in dieser Form noch nie. Die Abläufe sind, ist man erst einmal über die erste Runde hinweg, recht schnell verinnerlicht, auch wenn man sich an die zusätzlichen Möglichkeiten der viel zu kleinen Hellsichtmarker (Einschätzung der Mitspieler) etwas gewöhnen muss. Ähm, kleiner geht wohl kaum!
Kennen sich Spieler mit solchen Spielen gut aus, sind sie als Spiritisten auch schnell auf dem Lösungsweg, helfen allerdings auch bereitwillig Mitspielern auch ihr Rätsel zu lösen. Der Geist sollte auch bei der Vergabe der Visionskarten überlegen und nicht unnötig Karten verteilen, um an neue Karten zu kommen.
Hat jeder Spieler die Lösung gefunden, kommt es zum großen Finale, wobei hier die Spieler für sich selbst entscheiden müssen. Das wirkt wie ein Cut im Spiel, doch viele Spieler sind motiviert auch einmal selbst ein Rätsel ohne Mithilfe zu lösen. Hier gingen die Meinungen in unseren Gruppen etwas auseinander. Einige fanden die Phase 1 völlig ausreichend, meiner Meinung nach bringt die Phase 2 je nach Spielerzusammensetzung durchaus noch etwas Spannung ins Spielgeschehen und dauert ja auch nicht all zu lange.

Fragt sich am Ende nur, wer denn jetzt Zielgruppe für Mysterium ist? In allen gespielten Partien saßen recht unterschiedliche Spieler am Tisch, doch wirklich jeder war begeistert. Auch Wenigspieler haben die Zusammenhänge schnell verstanden und viele verglichen das Spiel als eine Mischung aus Dixit und Cluedo. Jeder will erneut eine Partie spielen und das waren insbesondere die Spieler, die wenig mit Spielen in Berührung kommen. So würde ich das Spiel auch eher als Familienspiel titulieren, zumal auch die Anleitung sehr ausführlich den Aufbau und Ablauf beschreibt.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
9/10
Brillant atmosphärisch kooperativ! Aber bitte nur mit vier und mehr Spielern!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Jörg's Meinung in Bezug zur 2-Personenspielbarkeit kann ich nur zustimmen, die meisten Verlage verwenden inzwischen die 2-X Personenspielbarkeit um ihr Spiel besser verkaufen zu können. Dabei ist der Spielspaß für Zwei Personen oft eingeschränkt, es gibt einen dritten "virtuellen" Spieler oder die Spieler müssen mit mehr Farbfiguren Spielen. Auch in meinen Augen ein Fauxpas, allerdings gibt es tatsächlich einige Käufer die ein Spiel nur erwerben, wenn man es auch zu Zweit spielen kann. Wirklich schwierig....

Nunja, mit dem Spiel Mysterium hat es aber eher weniger zu tun, auch wenn ich Jörg zustimme, dass es mehr Personen deutlich mehr Spaß macht. Viele unserer Mitspieler haben erwähnt das Mysterium sie stark an Dixit erinnert, aber deutlich mehr Spieltiefe und Dauerreiz beinhaltet. Auf zig Spielevents haben wir es auf Spieltischen gesehen und kurz die Spieler dabei beobachtet. Die Reaktionen sind eigentlich immer die gleichen, das Interpretieren der Karten sorgt für viel Spielreiz und scherzhaftes Missverstädnis am Tisch. Spannung bei der Interpretation, das Einschränken auf wenige Karten und das Einschätzen der Mitspieler ist hier sehr wichtig.

Mysterium gehört zu den Pflichtkäufen des Jahrgangs und kaum ein Spiel vermag es Vielspieler, Kenner, Gelegenheitsspieler und Familienspieler gleichzeitig zu unterhalten, Mysterium schafft das mit Leichtigkeit. Respekt!

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
10/10
Ein wahrer Genuss für Jedermann.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder








Videos

preview vom 04.08.2015

Herner Spielewahnsinn 2015: Mysterium (libellud / asmodee) - Essen 2015

Herner Spielewahnsinn 2015: Mysterium (libellud / asmodee) - Essen 2015 from Cliquenabend on Vimeo.

Auf dem Herner Spielewahnsinn war das Handmuster von Mysterium zu sehen und natürlich konnten wir es vor Ort auch schon spielen. Von unserem Ersteindruck haben wir bereits im Podcast zum Herner Spielewahnsinn 2015 gesprochen und nun folgt auch noch das Video. Hier seht ihr das Material und wir erklären euch zusammen mit dem tollen Asmodee Erklärbären "Markus" die Spielregeln. Viel Spaß!


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