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Testbericht vom 20.02.2012 - von Jörg

King of Tokyo




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 6 Spieler

Spielzeit:
30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 22.04.2011

Nürnberger Spielwarenmesse 2011: King of Tokyo (iello)

Vorwort:

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2011, es liegt somit schon einige Zeit zurück, wurde uns vom Verlag iello diese Neuheit vorgestellt, für die man noch einen deutschen Partner suchte. Also wieder einmal ein Spiel, das wir euch bereits vor längerer Zeit in Videoform vorgestellt haben und mit dem Heidelberger Spieleverlag hat man mittlerweile auch einen perfekten Vertriebspartner gefunden.
Auf der Spielemesse in Essen 2011 wurde es dann u.a. als deutsche Ausgabe dem Publikum vorgestellt. Die Meinungen hierzu gingen stark auseinander, doch das Spiel war Gesprächsstoff und das auch weit nach der Messe. Die ulkigen Monsterfiguren und die ständige Würfelei erweckt bei vielen Spielern Neugierde, so dass wir an dieser Stelle nach dem Video auch einen schriftlichen Bericht nachschieben.

Ziel des Spiels:

Die Spieler sind als Terror-Monster unterwegs und mithilfe von Karten, Würfelergebnissen und Spuren der Vernichtung versuchen sie möglichst viele Ruhmespunkte zu erhalten. Wer als erster 20 Punkte hat, gewinnt.

Spielaufbau:

Den Spielplan legt man in die Tischmitte. Der Plan ist unterteilt in Tokyo City und Tokyo Bay. Ist von Tokyo die Rede, sind immer beide Orte gemeint. Spielt man zu Fünft oder Sechst, kann Tokyo Bay genutzt werden. Jeder Spieler nimmt sich ein Monster und den Anzeiger, der auf Leben (10) und Ruhmespunkte (0) gestellt wird. Anfangs ist noch kein Spieler in Tokyo. Die Karten mit diversen Sonderfähigkeiten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Die obersten drei Karten werden gezogen und offen daneben gelegt. Die Energiebrocken sowie Spielchips und die beiden Sonderwürfel (abhängig von der Karte) kommen daneben. Die sechs schwarzen Würfel erhält der Startspieler.

Spielablauf:

Es wird reihum gespielt. Die Züge des Monsters bestehen aus vier Punkten:

1. Würfeln und nachwürfeln
Es werden alle Würfel geworfen. Bis zu dreimal darf man nachwürfeln, egal mit welchen Würfeln. Man kann sich somit beliebig neu entscheiden. Nach dem dritten Wurf steht das Gesamtergebnis definitiv fest.

2. Würfelergebnis befolgen
Die Symbole geben dabei die Aktionen vor. Ein Drilling aus 1, 2 oder 3 zählt Ruhmespunkte entsprechend der gewürfelten Ziffer. Dreimal eine 2 zählt somit als 2 Punkte. Jede weitere Ziffer (hier beispielsweise eine 2) einen weiteren Ruhmespunkt mehr. Für jedes Energiesymbol (Blitz) nimmt sich der Spieler einen Energiebrocken vom Vorrat. Für jedes Krallensymbol erzeugt man Schaden an anderen Monster (Mitspieler), die sich nicht am selben Ort wie man selbst befinden. Steht man in Tokyo, erleiden alle Spieler außerhalb von Tokyo Schaden. Steht man nicht in Tokyo, erleiden alle Spieler in Tokyo entsprechend viel Schaden. Der Schaden wird anhand des Herz-Anzeigers markiert. Hat man kein Herz mehr, scheidet man aus dem Spiel aus. Das erste Monster mit einem Krallensymbol, erzeugt aber keinen Schaden sondern erobert ein Feld in Tokyo und wird dort hin platziert. Mit dem Herzsymbol kann man verlorene Herzen (Anzeiger) zurückgewinnen. Dabei darf man aber nicht in Tokyo stehen.

3. Karten kaufen (wahlweise)
Der Spieler kann zwei Energiebrocken ausgeben, damit drei neue Karten aufgedeckt und ausgelegt werden. Mit den entsprechenden Energiebrocken kann der Spieler aber auch Karten kaufen. Die Kosten und die Auswirkungen (Behalten / Abwerfen) sind auf der Karte hinterlegt.

4. Abschluss des Zugs
Einige Karten werden jetzt wirksam (Text beachten). Ansonsten ist der Zug beendet und der nächste Spieler an der Reihe.

Wie oben erwähnt, gelangt man mit einem Krallensymbol nach Tokyo. Sobald man angegriffen wird, kann man Tokyo verlassen und den freien Platz übernimmt der Angreifer. Doch warum will man denn nur nach Tokyo? Naja, sobald man dort hinzieht, erhält man einen Ruhmespunkt. Beginnt man seinen nächsten Zug von dieser Position aus, gibt es sofort zwei Ruhmespunkte zusätzlich.
Wie im Aufbau erwähnt, kommt Tokyo Bay nur bei einer Spieleranzahl von 5 und 6 zum Einsatz. Man hat somit etwas mehr Bewegungsspielraum, so dass gemäß Anleitung auch von einer Expertenregel gesprochen wird.

Strategie:

Betrachtet man die Sache nüchtern und interpretiert keine Dinge hinein, gibt es keinerlei strategische Möglichkeiten. Denn welche Würfel man wie nutzt, ist oft vom Wurf abhängig.

Interaktion:

Und wieder eins aufs Maul! Ja, liebe Spieler, Kämpfer und Terror-Monster, ihr habt es nicht anders verdient. Denn nicht immer geht es den Spielern unbedingt darum, die Hürde von 20 Punkten zu erreichen. Je nach Spielerzusammensetzung greift man auch gerne mal die anderen Monster an. Das ist nicht nur mit Würfeln sondern auch mit diversen Karten möglich. Entsprechend hoch ist auch der Interaktionsfaktor. Ach ja, kommuniziert wird natürlich auch, denn entsprechende Schadenfreude kommt hier nicht zu kurz!

Glück:

Würfel begleiten das Spiel von Anfang bis Ende. Auch wenn man bis zu dreimal würfeln kann, nach der Hardcoreregel nur zweimal, entscheidet letztlich das Glück über einen Wurf. Gewünschte Vorhaben wie Ziffern oder Krallen bekommt man nicht immer wie gewünscht. Wer zu viel mit seinem Herzen riskiert, kann sogar relativ früh aus dem Spiel fliegen.

Packungsinhalt:

Meine Finger liegen still auf der Tastatur, denn zu dieser verrückten Illustration und den gestalteten Figuren fällt mir einfach nicht all zu viel ein. Man mag es oder man mag es eben nicht. Der erste Eindruck war bei mir „schrecklich“, ohne überhaupt das Spiel zu kennen. Mittlerweile finde ich die Figuren richtig cool, denn keine andere Illustration hätte man für ein solches Spiel wählen können.
Die Anleitung ist kurz, zumal das Spiel auch nach wenigen Minuten erklärt ist. Etwas mehr Struktur in den Abläufen (z.B. ist am Anfang und am Ende von Tokyo Bay die Rede) hätten wir uns aber gewünscht. Größere Probleme bereitet die Anleitung allerdings nicht. Der Preis mit knapp unter 30 Euro geht in Anbetracht des Materials in Ordnung.

Spaß:

Ob Jung ob Alt, ob Groß oder Klein, ob Vielspieler und/oder Wenigspieler, jeder der genannten Personen hat mit uns das Spiel ausprobiert und es gab keinen, dem das Spiel nicht gefallen hat. Um es in Punkte zu fassen, lag der Wert zwischen 6 und 9. Hui, das ist aber ganz schön hoch. In richtiger Runde, mindestens drei Spieler sollten es aber sein, macht das Spiel eine Menge Spaß. Man kann es schon praktisch nicht mehr erwarten, endlich wieder zu würfeln und weiß eigentlich gar nicht so recht, was man machen soll. Punkte sammeln oder andere Mitspieler mit der Kralle ärgern. Je nach Laune und natürlich je nach Mitspieler werden die Würfel zur Seite gelegt. Zocker sind natürlich gerne willkommen, doch nicht selten verkalkulieren sie sich mit ihrem Herz und fliegen bereits frühzeitig aus dem Spiel. Egal, denn anschließend gibt es mit Sicherheit eine Revanche. Ach haben wir gelacht und viele unserer Mitspieler haben das Spiel bereits auf ihrem Wunschzettel stehen.

s Meinung:

Wer endlich mal wieder ein verrücktes Würfelabenteuer sucht, bei dem es neben dem Punkte erhaschen auch darum geht, andere Spieler, ach nein, es sind natürlich Monster, Schadensmarker zuzufügen, ist hier genau richtig. Dabei soll King of Tokyo keinesfalls als Absackerspiel dargestellt werden, denn es bietet mehr Spaß, um als letztes Spiel eines Abends oder nachmittags auf dem Tisch zu landen.
Die seltsam illustrierten Figuren passen perfekt zu diesem Spiel mit hohem Glücksfaktor. Auch wenn wir bereits aufgrund des Covers eine anfängliche Abneigung gegen das Spiel hatten, haben wir keinesfalls bereut es auszuprobieren. Die Vielzahl an Runden, in denen wir mal wieder herzhaft, aufgrund von Würfelergebnissen und riskanten Spielweise, gelacht haben, sind es allemal wert und auch weiterhin landet das Spiel immer wieder auf dem Spieltisch.
Oje, sind wir bekloppt, aber hey wir hatten und haben mächtig viel Spaß und genau das ist bei diesem Spiel der Fall.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an Heidelberger Spieleverlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
0 von 10
Würfel bestimmen die Aktion!
INTERAKTION
8 von 10
Kampf spielt eine nicht unwesentliche Rolle!
GLÜCK
8 von 10
Würfel stehen im Mittelpunkt!
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Der erste Eindruck war ein anderer!
SPAß
8 von 10
Ideal ab drei Spieler!
GESAMT-
WERTUNG:
8/10
Beklopptes und spaßiges Würfelabenteuer mit Monstern! Ruhmespunkte oder Schaden für das eigene Monster, die Würfel spielen dabei eine wichtige Rolle.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Bei King of Tokyo scheiden sich mal wieder die Spieler-Meinungen. Zum einen ist es vom großen Autorenmeister "Richard Garfield", dem die Spielergemeinde immerhin "RoboRally" und "Magic The Gathering" verdankt. Letzteres wurde 1993 veröffentlicht und ist das meistverkaufteste Sammelkartenspiel weltweit.
Wie ihr seht, ist die Erwartungshaltung von einem solchen Autor natürlich entsprechend hoch. Bei King of Tokyo hat er sich einem ausgeflippten Thema angeommen "Monster die Tokyo zerstören". Ausgeflippte Illustration und viel Material (Karten + Würfel, Spielbrett, Pappmonster). Man erhält also ziemlich viel für sein Geld. Hinter dem Spielkonzept verbirgt sich allerdings ein sehr simpler Würfelmechanismus mit viel Glück. Dreimal würfeln, beliebig viele Würfel rausnehmen, nach dem dritten Wurf nehmen was da liegt. Hmmm.. klingt altbekannt. Unsere Testspieler waren zum Teil hellaufbegeistert und zum Teil fanden es auch einige recht zäh.
Eine gute Basis sind auf jeden Fall Spieler die beim Spiel "mitgehen" und die Monster nachahmen und es als reines Jux und Gaudi-Spiel betrachten. Dann stimmt die Stimmung und das Spiel macht Spaß. Vergleicht man es aber rein vom Preis her mit ähnlichen Würfelspielen, haben die aber eher die Nase vorn. Sie sind dann zwar nicht so thematisch und haben soviel Material, aber vom Spielspaß her sind sie gleichgut oder sind sogar voraus (z.B. Heckmeck).
Für Fantasy-, Tokyo- und Monsterfans sicherlich ein guter Spielspaß. Alle anderen sollten erstmal ihre Freunde abchecken und eine Partie wagen. Je nach dem ob es Spaß macht oder nicht sollte man zuschlagen.

STRATEGIE
0 von 10
Keine Strategie nötig.
INTERAKTION
5 von 10
Außer gegenseitiges kloppen keine Interaktion.
GLÜCK
10 von 10
Die Würfel bestimmen den Sieger.
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Unmengen von Material für ein "Würfelspiel".
SPAß
6 von 10
Stark abhängig von der Spielgruppe.
GESAMT-
WERTUNG:
6/10
Den riesen "Hype" um das Spiel kann ich nicht komplett nachvollziehen. Sicherlich ein recht gutes Würfelspiel in der richtigen Konstellation, aber auch nicht das beste Würfelspiel aller Zeiten.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder











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Leserkommentare

SandraHL (Sandra Grunwald) , 04.11.2012, 19:53 Uhr
Ich habe King of Tokyo an einem unserer Spieleabende auf den Tisch gebracht und es war das Highlight des Abends. Es gab soviel Interaktion, Gespräch, Gelache und Geärgere, Gemeinheiten, Abgebrühtheiten und Neugier auf neu aufgedeckte Karten, ein fantastisches Spiel bei dem man immer am Geschehen dran ist, es gibt kein Gewarte auf wann komm ich mal dran, jeder Schachzug der Mitspieler betrifft einen auch selbst und man droht scherzt und hat einfach nur Lust darauf, dass das Spiel noch ewig weiter gehen würde.Mein Highlight des Jahres 2012 und wer Würfelspiele mag, für den ist dieses Spiel ein Muss, es kann sofort losgespielt werden und das Material ist zwar ungewohnt aber wirklich passend und einfach der Hammer.

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