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Testbericht vom 24.11.2013 - von Jörg

Sanssouci




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
30 - 45 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen



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vorstellung vom 05.10.2013

Essen 2013: Sanssouci (Ravensburger)

Essen 2013: Sanssouci (Ravensburger) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort:

„Preussische Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg“. Aha, denn bevor wir nach dem Öffnen der Spielschachtel zur Anleitung greifen liegt darin ein Flyer, der etwas Werbung für diese Gegend macht.
Auch wenn unser Sanssouci Ausflug doch schon einige Jahre zurückliegt, können wir uns noch gut an den Park und deren Gebäude erinnern. Es wird Zeit, sich somit insbesondere den Gärtner etwas genauer zu widmen und kein anderer als der erfahrene Autor Michael Kiesling hat sich dem Ganzen angenommen.
Bereits im Vorfeld dieses Berichtes haben wir Euch das Spiel als Video vorgestellt und unsere ersten Eindrücke am Ende wider gegeben. Nach einigen Wochen und vielen weiteren Partien wird es Zeit, auch schriftlich auf das Ganze einzugehen.

Ziel des Spiels:

In diesem laut Verlag „abwechslungsreichem Legespiel“ ist es Aufgabe der Spieler, auf Ihren Tableaus Plättchen zu platzieren, um damit Adlige möglichst punkteträchtig weiter (nach unten) zu ziehen. Nach 18 Plättchen und somit auch 18 Runden ist das Ganze vorbei und nach der Endwertung steht auch der Sieger mit den meisten Punkten fest.

Spielaufbau:

Jeder Spieler erhält einen Garten (jeweils zweiseitig mit unterschiedlicher Positionierung einzelner Felder) und stellt seine Adligen in die oberste Reihe. Ein Spielplan mit Gartenplättchen (Anzahl orientiert an der Spieleranzahl) legt man in die Mitte. 10 Plättchen liegen dabei jeweils offen.
Jeder Spieler nimmt sich einen Satz von 18 Karten und positioniert den Spielstein auf der Wertungsleiste 0.
Von den Auftragskarten (für die Endwertung) zieht jeder zwei davon und legt sie verdeckt vor sich ab.

Spielablauf:

Mithilfe der Karten steuern die Spieler welches Gartenplättchen (Farbe / Symbol) sie nehmen dürfen und das Plättchen gibt gleichzeitig auch vor, wo es im Garten des Spielers platziert werden darf.
Jeder Spieler hat seine 18 Karten verdeckt vor sich liegen und zieht zwei davon. Im weiteren Verlauf hat der Spieler immer zwei Karten auf der Hand (nachziehen) und wählt immer eine davon aus.
Die Zugabfolge eines Spielers besteht somit immer aus folgenden Punkten:

1. Eine Handkarte ausspielen und entsprechendes Plättchen nehmen
Das Plättchen nimmt der Spieler von der offenen Auslage (Gebäude und Farbe beachten) und platziert es passend in seinen Garten. Das klingt recht einfach, doch nicht immer passt dieses Plättchen auch auf dem vorgegebenen Feld. Kein Problem, denn falls diese Situation eintritt, dreht der Spieler das Plättchen (Gärtner ersichtlich) und legt es ausgehend von dieser vorgegebenen Position senkrecht bzw. waagrecht in dieselbe Spalte bzw. Reihe.

2. Einen Adligen bewegen
Der Spieler zieht einen seiner Adligen über durchgehende Wege (Umwege „nach unten“ möglich) auf eine Position unterhalb seiner Startposition in derselben senkrechten Spalte. Nur auf einem Gärtnerplättchen darf er nie stehen bleiben. Jetzt bekommt der Spieler Punkte für diesen Adligen (siehe Leiste auf dem Spielplan).

3. Neues Gartenplättchen
Der Spieler nimmt ein Gartenplättchen von einem beliebigen Stapel und legt es offen auf das geleerte Feld.

4. Neue Handkarte
Der Spieler zieht eine neue Karte von seinem Stapel und hat somit wieder zwei Karten auf der Hand.

Das Spiel endet, sobald jeder Spieler seine 18. Karte ausgespielt und ausgeführt hat.
In der Schlusswertung gibt es für jede vollständig belegte waagrechte Reihe 10 Siegpunkte minus dem Wert der jeweiligen Reihe (somit 2-6). Für vollständig belegte senkrechte Spalten gibt es 5 Siegpunkte und die beiden Auftragskarten bringen so viele Punkte, wie es den Reihen entspricht.

Wer die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt.
Sofern die Erweiterung genutzt wird, erhält jeder Spieler eine zufällige Erweiterungstafel, die auf das eigene Tableau platziert wird.
Die Symbole darauf geben an, für was die Spieler Zusatzpunkte bzw. einen Malus erhalten.

Strategie:

Es gibt keine perfekte Strategie, auch wenn wir in etlichen Runden immer mal das eine oder andere ausprobieren. Durch das Ziehen von Karten hofft man einfach, das gewünschte Plättchen aus der Auslage auch zu bekommen.

So will natürlich jeder Spieler seine Adligen möglichst weit nach unten ziehen oder sie erst mit der Wertung 5 und dann durch ein Plättchen auf Wertung 6 zu ziehen. Andere versuchen „einen“ Weg nach unten zu ziehen, um dann in Reihe 6 waagrecht nach links und rechts zu bauen. Nicht alles gelingt, wobei die angesprochenen beiden Möglichkeiten durchaus Sinn machen. Wären dann nicht noch die Auftragskarten, denn diese Punkte will man sich auch nicht entgehen lassen. Schön ist es wenn einem dann noch ein Bonus für vollständig belegte Spalten bzw. Reihen gelingt.
Tja und das mit 18 Karten. Na dann viel Glück!
Denn an irgendeiner Stelle wird das gewünschte Vorhaben mit Sicherheit ins Straucheln kommen. Ob es dann noch für den Sieg reicht wird sich zeigen.

Interaktion:

In die Quere kommt man sich eigentlich nicht, schließlich hat jeder sein eigenes Tableau. Zu Zweit kann man aber durchaus erkennen (mit mehr Spielern wir das Ganze schwieriger), was der Mitspieler möglicherweise plant und dann greift man diesem natürlich gerne (sofern möglich) das entsprechende Plättchen von der Auslage ab. Fragt sich nur, ob man damit sich selbst nicht mehr geschadet hat.

Glück:

Eine perfekte Strategie wäre schön, doch dann würde man auf Dauer sicherlich die Lust an weiteren Partien verlieren, wenn alles so geschmiert läuft wie man sich das vorstellt. So darf in diesem Spiel der Glücksfaktor nicht fehlen, denn nicht immer ist man mit der Auslage an Plättchen zufrieden und muss notgedrungen zu einem Plättchen greifen, welches im Zug dann weniger Punkte bringt als man sich das eigentlich erhofft.

Packungsinhalt:

Schönes Cover, dicke Spielpläne und Plättchen und mit einer Erweiterung bekommt man sogleich noch zusätzliche Komponenten geliefert. Die Anleitung ist übersichtlich und gut strukturiert. Das Ganze zu einem Preis von knapp unter 30 Euro.

Spaß:

Egal ob zu Zweit, zu Dritt oder zu Viert, wobei uns die Partien zu Zweit und zu Dritt am Liebsten sind, bleibt das Spiel auf Dauer reizvoll. Lediglich in Partien zu Viert erscheint uns das Ganze durch die oft längere Überlegungszeit der Abläufe (Punkt 1 und 2) etwas langatmig.
Das Schöne an diesem Spiel ist es, dass man immer wieder erneut aus seinen 18 Zügen das Beste rausholen will. So wird man mit seinem Spiel (dank Glücksfaktoren) am Ende nie vollständig zufrieden sein und so will man es in weiteren Partien einfach besser machen. Wohl wissend, dass man auch immer auf etwas Glück hoffen muss!
Auch nach etlichen Partien wird das Spiel nicht langweilig, zumal die Regeln wirklich schnell erklärt sind und man somit auch recht zügig in eine Partie einsteigen kann.

s Meinung:

Für viele Spieler stellt sich eine Frage: Handelt es sich bei diesem Legespiel mit etwas Taktik und Glück um ein typisches Familienspiel und lassen sich auch Kenner bzw. Vielspieler von diesem Ablauf überzeugen?
Zuerst einmal sind die Regeln sehr übersichtlich und dank einiger Beispiele auch klar verständlich. Probleme wird man damit nicht haben. In Punkto Spaß haben unsere Gelegenheitsspieler am Tisch sogar etwas mehr Spaß als wir Vielspieler, wobei uns die etlichen Partien durchaus als reizvoll erscheinen und wir nach wie vor sehr gerne zu diesem Spiel greifen. Lediglich in reinen Vielspielerrunden verliert das Spiel nach erster Euphorie etwas an Reiz, wobei viele das Spiel in Punkten ausgedrückt weiterhin zwischen 6 und 7 sehen. Aus unserer Sicht tendieren wir in Richtung 7, zumal wir auch mit etwas unerfahrenen Spielern sehr viel Spaß haben.
Insgesamt gesehen ist es für uns ein Familienspiel, welches unter zur Hilfenahme der Erweiterung auch Richtung Kennerspiel tendiert. Dank schöner Grafik und guter Materialqualität ein gelungenes Spiel, welches auch auf Dauer Spaß macht.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an Ravensburger für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
6 von 10
Etwas taktieren ist durchaus möglich!
INTERAKTION
2 von 10
Nicht immer bleibt das gewünschte Plättchen bis zu eigenen Spielzug liegen.
GLÜCK
5 von 10
Nicht immer bekommt man das was man will!
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Dicke Plättchen, gute Anleitung!
SPAß
7 von 10
Abhängig von der Besetzung und der Erfahrung der Spieler!
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
Reizvolles Familienspiel, welches auch für Kenner und Vielspieler durchaus interessant zu spielen ist.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder

















Momentan sind zu diesem Spiel noch keine Videos vorhanden.

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Leserkommentare

Tournesol (Horst Timcke) , 18.12.2013, 09:31 Uhr
Hallo,
meine Meinung [ironisch]:
Ein Spiel auf das die Welt gewartet hat.
Ok, mir ist auch klar, dass bei (neuen) Spielen nicht alles neu erfunden wird, aber hier springt es mich zu stark an (und ringt mich nieder), dass Bekanntes/Übliches vermengt wird. Schrecklich.

Gruß Tournesol


Sabine, 16.01.2014, 20:13 Uhr
Hallo Jörg und alle Cliquenabendler,
erstmal ein Riesenlob für Eure Seite, die beste im Netz !
Ich habe schon oft aufgrund Eurer Empfehlung Brettspiele gekauft und so auch Sanssouci. Uns macht es enorm Spaß, es ist wirklich für jeden Spieler gemacht. Die einzige Kritik liegt in der Karte " freie Auswahl". Wenn man sie sehr früh auf die Hand bekommt ist das schon ein Nachteil. In der nächsten Gartenrunde bekommt sie jeder als LETZTE Karte. Falls Ihr das auch mal so spielt würde ich mich über Rückmeldung freuen..
Grüße, Sabine
Jörg (Jörg Köninger) , 16.01.2014, 21:22 Uhr
Danke für das Lob und danke für den Hinweis.
Sabine, 19.01.2014, 16:02 Uhr
Fazit nach dem Spielen:
Wir mischen die Karte wieder ins Deck. Wenn man es so wie oben beschrieben spielt, ändert man die ganze Spieltstrategie. Interessant, aber das Original ist besser.
Ein wirkliches Spiel.
Chapeau Herr Kiesling !!!

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