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Testbericht vom 17.10.2013 - von Andreas

Urbanization




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
75 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen



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regelerklaerung vom 05.11.2012

Essen 2012: Urbanization (Queen Games)

Essen 2012: Urbanization (Queen Games) from Cliquenabend on Vimeo.

Kurze Werbepause :-) noch 15 Sekunden

Vorwort:

Urbanization ist ein Brettspiel von Queen Games, welches vor allem an Vielspieler und Optimierer gerichtet ist. Wir steuern als Spieler die Entwicklung des Baulandes von der Industriellen Revolution bis zur Neuzeit.  Laut Verlag ist Geschickte Planung wichtig um unser kleines Dorf in eine blühende Metropole zu verwandeln. Herausforderung genug für uns, immerhin ist das doch was wir alle als Spieler wollen „klein Anfangen und durch strategisches Aufbauen erblühen“… Lasst uns also nicht lange warten packen wir es an hopp, hopp.

Spielablauf:

Ein Spiel geht über 6 Spielrunden die wiederum in 4 Aktionsphasen unterteilt sind. Nach nur 24 Spielzügen ist das Spiel also schon zu Ende. Somit ist es natürlich wichtig das richtige zu tun und sofort gegen zu lenken. Denn nach jeder Spielrunde folgt eine Wertung.

Zu Beginn einer Spielrunde suchen wir uns eine Personenkarte aus, die einzelne Aktionen verstärkt, der Spieler mit den wenigsten Siegpunkten bekommt zusätzlich den Bürgermeister, der einem sowohl zum Startspieler macht als auch einen Siegpunkt schenkt.

Jede Personenkarte hat sehr gute Fähigkeiten und so ist es nicht einfach seine Wahl zu treffen. Hat sich jeder für eine Personenkarte entschieden beginnt die Aktionsphase, hier beginnt natürlich der Spieler mit dem Bürgermeister. Jeder führt eine Aktion durch und das vier Runden lang, dann kommt es zu einer Wertung und zur erneuten Personenwahl.

Wie schon zu Beginn gesagt handelt es sich um ein Aufbauspiel, deswegen sind die meisten Aktionsmöglichkeiten sicherlich denkbar.

Zum einen kann der Spieler sich vergrößern (Neue Grundstücke erwerben oder Gebäude bauen). Hierbei kann man nur benachbarte Grundstücke erwerben und zahlt den dort angegebenen Preis. Der Preis erkennt man an den Preismarkern die man danach auf beliebige andere Felder legen kann und somit den Preis für die Mitspieler erhöht. Die Gebäude wiederum sind limitiert, ist eine Sorte verkauft kann sie kein anderer mehr erstehen. Zur Wahl stehen 3 verschiedene Typen Haus (2 $ + 1 Siegpunkt), Hochhaus (Ersetzt ein vorhandenes Haus 3$ + 2 Siegpunkte) oder Verwaltungsgebäude (erhöht nicht den Hausmarker, aber kostet dafür keinen Bauplatz, 3$ + 2 Siegpunkte). In seiner Aktion kann man nur einen Gebäudetyp bauen, davon aber beliebig viele, wenn man es sich leisten kann und den Bauplatz hat. Die ersten beiden Gebäudetypen sind wichtig um seinen Hausmarker nach vorne zu bringen, denn nur dadurch kann ich auch mehr Bevölkerung ansiedeln und diese bringt Siegpunkte ein und erhöht die Steuereinnahmen.

Zum anderen ist es natürlich auch möglich seine technischen Möglichkeiten und Rohstoffe zu erweitern. In Fall dieses Spiel können wir am Getreidemarkt handeln (kaufen oder verkaufen). Diesen Rohstoff benötigen wir zum einen um unsere Bevölkerung zu ernähren und zum anderen handelt es sich hierbei um Siegpunkte, wenn wir eine Überproduktion bei der Wertung besitzen. Allerdings ist Getreide nicht billig und das Geld ist recht knapp. Deswegen lohnt es sich auch „Getreide anzubauen“, denn dann verdoppeln wir unser Getreide bei der Wertung, allerdings kostet das wertvolle Bauplätze.

Des Weiteren ist es möglich Aufträge zu erhalten, hier erhalten wir wichtige Auftragsmarker und gerade die Farbe ist dabei essentiell für unsere strategische Planung wichtig. Sind nämlich mal alle Auftragsfelder einer Fabrikkarte belegt, kann man für eine Aktion diese Fabrik erstehen und später hier produzieren, dafür benötigen wir aber die Auftragsmarker der richtigen Farbe. Das bringt uns dann sowohl Geld als auch Siegpunkte ein. Wobei Geld in dem Spiel wie schon erwähnt große Mangelware ist und somit natürlich auch zum Unmut der Bevölkerung die Steuer eingenommen werden kann. Dann erhalten wir so viel Geld wie unsere Bevölkerung groß ist, allerdings können wir das nicht beliebig oft tun, denn irgendwann langt es der Bevölkerung mit dem ständigen Steuererhöhungen.

Kommt es zu einer Wertung (insgesamt 6 mal im Spiel) müssen wir unsere Bevölkerung ernähren, es kommt eine neue Fabrik ins Spiel, wir erhalten Siegpunkte für unsere Bürger und für genug übriges Getreide und es wird die nächste Runde vorbereitet. Dabei kommt der wichtigste Aspekt zum Tragen wir erweitern unsere Bevölkerung nämlich nur wenn wir unseren Hausmarker noch oben bringen, genügend Getreide besitzen und genügend Aufträge haben. Die Bevölkerung ist nämlich immer so groß wie der niedrigste Wert dieser drei Variablen. Das klingt kompliziert, ist aber in Realität sehr einfach auf dem Spielertableau absehbar und sorgt für ein gleichzeitiges Wachstum und für interessante strategische Entscheidungen.

Die Personenkarten können uns bei all diesen Entscheidungen gut unterstützen, allerdings können wir alle Funktion nur einmalig nutzen und immer sind sie nur im Verbund mit einer Aktion nutzbar. So reduzieren sie den Preis von Gebäuden und Gebieten, geben uns 2 kostenlose Getreide oder Getreideanbaugebiete, geben uns mehr Auftragsmarker oder wir können eine Fabrik auch dann bauen, wenn nicht genügen Auftragsfelder belegt sind oder sie erleichtern uns die Produktion (Farben ignorieren bei den Auftragsmarkern).

Entscheidet man sich dafür mit der Erweiterung „Erfindungen“ zu spielen, so kommen eine weitere Person, eine weitere Aktion und viele Erfindungskarten ins Spiel. Hier kann man für eine Aktion und ggbfl. etwas Geld Erfindungskarten erhalten die uns gewisse Vorzüge dauerhaft im Spiel gewähren. Somit lassen sich die Strategien der Mitspieler besser lenken und man kann sich auf gewisse Strategien konzentrieren.

Strategie:

Das Spiel bietet verschiedene Möglichkeiten und Taktiken die zum Tragen kommen. So kann man sich zuerst schnell ausbreiten und dann für seine Bevölkerung und seine Ernährung sorgen oder man kümmert sich erst um die Ernährung bevor man sich vergrößert. Dabei sollte man sein Geld allerdings immer seine aktuellen Strategie anpassen, denn das ist knapp bemessen und wenn man mal keins mehr hat ist es gar nicht so einfach schnell an welches heran zu kommen. Die Personenkarten sollte man immer passend zu seinen zukünftigen Aktionen wählen und die Erweiterung macht das Spiel tatsächlich noch strategischer, da man sich mehr auf die Strategien seiner „Erfindungskarten“ konzentrieren sollte. Die Mitspieler sollte man dabei nie vergessen, denn es gibt nichts ärgerliches als das ein Mitspieler einem zuvor kommt.

Interaktion:

Interaktion gibt es bei fast allen Aktionen, denn zum einen wird es sonst teurer oder das gewünschte Gut (Fabrik, Gebiet, Erfindungskarte, etc.) ist schon weg. Die Downtime zwischen den Zügen ist recht kurz und man sollte immer auch einen Blick auf die Strategie der Mitspieler haben und ihnen bei seinen Aktionen zuvor kommen und sie gleichzeitig bei ihren Möglichkeiten behindern.

Glück:

Ein Glücksfaktor ist nicht vorhanden, da alle Informationen offen sind. Einzig allein die Aktionen der Mitspieler sind nicht zu 100% hervorzusehen, aber wenn man sie gut beobachtet kann man sich viel aus ihren aktuellen Zügen erschliessen.

Packungsinhalt:

Urbanization enthält schöne Illustrationen und sehr gutes Spielmaterial. Diese Qualität sind wir von Queen Games nicht anders gewohnt und somit auch nicht überrascht, es wird nur bestätigt das Queen Games viel Wert auf die Qualität des Spielmaterials legt und sich das natürlich auch auf den Kaufpreis (ca. 45 €) auswirkt. Dafür erhält der Käufer aber auch 1A Qualität. Was allerdings etwas in diesem Spiel gelitten hat ist die deutsche Anleitung. Wir vertreten nicht ganz die Meinung einiger Stimmen im Internet das sie „miserabel“ ist, aber ein paar Dinge sind etwas unglücklich formuliert und ein Punkt in der deutschen Regel (Seite 5 Getreide verkaufen „…zuerst die Scheunen von links nach rechts gefüllt“ – Das muss natürlich heißen von rechts nach links!!) wurde tatsächlich falsch erläutert. Das Spielmaterial (Erfindungskarten und Personenkarten) ist leider komplett in Englisch, was wir ein wenig Schade finden. Zusätzliche Deutsche Karten wären sehr gut gewesen, auch wenn die Zielgruppe für dieses Spiel (Absolutes Vielspieler- und Optimierspiel) sicherlich im Großen und Ganzen damit klar kommt. Aber vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit separat deutsche Karten zu erhalten in Zukunft man wird sehen.
Trotz des einen Regelfehlers (Fehler passieren allen Verlagen mal) halten wir den Preis für angemessen und den Packungsinhalt für gut.

Spaß:

Urbanization ist ein interessantes Spiel und benötigt 1-2 Lernpartien, man muss erst mal das Basiskonzept verstehen um dann auch in zukünftigen Spielen die verschiedenen Strategien zu sehen, anzuwenden und von den Mitspielern zu durchkreuzen. Es bietet ein ständiges Mangelmanagement und die Züge langen nie komplett um alle seine Möglichkeiten auszuspielen. Somit ist der Spannungsbogen immer weit oben und man möchte auch nach dem Ende sofort weiter Spielen. Wer Optimierungsspiele mit verschiedenen Strategien mag hat hier seine helle Freude.

s Meinung:

Urbanization ist hart – knallhart um es genau zu sagen, wenn es um Geldmanagement geht. Denn dieses Gut ist im Verlaufe des Spiels meistens sehr knapp und der Aufbau somit gar nicht so einfach. Im Verlaufe mehrere Partien bekommt man das aber gut in den Griff und es ist jederzeit aufs neue spannend wie man mit seiner Strategie seine Bevölkerung anwachsen lässt und Siegpunkte erhält. Wer hat auch schon gesagt das der Aufbau einer fluktuieren Gesellschaft leicht ist? Die Erweiterung Erfindungen bringt das nötige Salz in die Suppe und wir raten dazu diese gleich beim ersten oder spätestens beim zweiten Spiel hinzu zu nehmen. Sie verstärkt verschiedene Strategien und sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

Vielen Dank an Queen Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
6 von 10
Verschieden Möglichkeiten zum Sieg.
INTERAKTION
3 von 10
Gegnerische Pläne vereiteln bzw. teurer machen.
GLÜCK
1 von 10
Kein Glück vorhanden.
PACKUNGSINHALT
5 von 10
Tolles Material, aber 1 Regelfehler in Deutsch + leider nur englische Karten.
SPAß
7 von 10
Für Optimierspieler sehr attraktiv.
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
Urbanization ist ein gutes Optimierspiel für Vielspieler und sollte von solchen auch unbedingt ausprobiert werden.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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Leserkommentare

Jörg (Jörg Köninger) , 18.10.2013, 09:47 Uhr
4 Partien reichen erst einmal nicht aus, um ein eigenes Fazit zu hinterlegen. Allerdings möchte ich kurz einige Hinweise anfügen, die sicherlich für den einen oder anderen Spieler interessant sein könnten.
Kommen wir zur angesprochenen Problematik, den Regelfehlern in der dt. Anleitung. Ärgerlich ist das Ganze, doch spielen kann man das Spiel durchaus.
Hinweise in aller Kürze: Seite 4 (Aktionen durchführen … anstatt zu Beginn der Aktionsphase sollte es zum Ende heißen) - Seite 4 (Land kaufen …anstatt verteilt sollte es versetzt heißen) – Seite 5 (Gebäude errichten … anstatt kann in dieser Phase kein Gebäude sollte es kann ein Spieler kein Gebäude heißen) – Seite 5 (Getreide kaufen … anstatt aus den Scheinen darf pro sollte es aus jeder Scheune heißen) – Seite 5 (Getreide verkaufen … anstatt Scheunen von links nach rechts sollte es von rechts nach links heißen) – Seite 6 (Neue Fabrik errichten … anstatt kann keine neue Fabrik errichtet werden sollte es kann keine Aktion ausführen heißen) – Seite 6 (Bestehende Fabrik modernisieren – hier fehlt die Ertragsangabe von 2 SP!!) – Seite 7 (Ernte … anstatt pro eingesetztem Getreidemarker sollte es für jeden eingesetzten Getreidemarker heißen) – Seite 7 (Fabriken … anstatt alle Auftragsmarker werden von den Fabriken sollte es alle Auftragsmarker auf Fabriken werden – Seite 8 (Nahrung … den letzten Satz mit die noch im Tableau liegen ergänzen) – Seite 8 (Getreide auffüllen … ergänzen von die Scheune verteilt von links nach rechts).
Mit diesen Hinweisen spielt man dann wirklich alles korrekt.
Kommen wir zur nächsten Problematik, der englischen Sprache. Als Badner versteht mich auch nicht jeder, doch die deutschen Kartentexte der Erfindungen findet man als Download auf Boardgamegeek. Damit hat man wirklich alle Probleme gelöst und wer genauer recherchiert findet noch eine Spielübersicht (allerdings mit einem kleinen Fehler, denn die oben angesprochenen 2 SP fehlen)
Kurzfazit: Urbanization ist ein knallhartes Optimierungsspiel und Fehler werden gerne bestraft. Dabei sollte man keinesfalls ohne die Erfindungen (Erweiterung) spielen, denn erst damit ergibt sich die Würze im Spiel. Das Schöne ist, dass man immer wieder neue Strategien ausprobieren kann, doch das am liebsten in voller Runde zu Viert. Mit abgeteiltem Plan gefällt es mir weniger, wobei sich die Regeländerungen insgesamt gesehen in Grenzen halten. Spekuliert wird im Internet auch über diverse Regelvarianten, denn nicht jeder mag den Vorteil des Startspielers bzw. die Vorgehensweise der Spielerreihenfolge. Ich hoffe mit meinen ergänzenden Ausführungen dem einen oder anderen geholfen zu haben.

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