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Testbericht vom 21.11.2012 - von Jörg

Saint Malo




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
30-75 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 9 Jahre

Durchschnittswertung:
3/10 bei 2 Bewertungen



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review vom 16.10.2012

Essen 2012 Neuheit: Saint Malo (alea / Ravensburger)

Essen 2012 Neuheit: Saint Malo (alea / Ravensburger) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort:

Endlich! Zur Messe 2012 stand das Spiel Saint Malo der Spielgemeinde zur Verfügung. Der im Vorfeld fixierte Veröffentlichungstermin wurde immer wieder nach hinten geschoben, denn das Material (insbesondere non-permanent Stifte) mussten die eine oder andere Qualitätskontrolle durchlaufen. Ja so ist das, wenn ein Verlag wie Ravensburger auch großen Wert auf sein Material legt!
Die hohe Erwartungshaltung an das Spiel, von dem mittlerweile nicht unbekannten Autorenpaar Brand, wurde somit immer größer. Denn mit dem Würfelspiel und den abwischbaren Tableaus sowie einer interessanten Thematik hat man doch einige Spieler neugierig gemacht.
Ob das Spiel aber auch Spaß macht und die Qualität des Materials unseren Wünschen entspricht, verraten wir euch in diesem Bericht.

Ziel des Spiels:

Die Spieler sind Stadtherren, die mit entsprechendem Würfelglück ihre Stadt aufbauen, um dadurch am Ende viele Siegpunkte zu erreichen. Dabei stehen neben Festungsmauern, Häuser und Kirchen verschiedene Personen zur Verfügung. All das wird auf dem abwischbaren Tableau mittels eines Stiftes markiert.

Spielaufbau:

Das Spieltableau mit den später zu markierenden Piraten und der Personenübersicht wird zusammen mit den Würfeln in die Tischmitte gelegt. Jeder Spieler nimmt sich einen Spielplan und einen Stift.

Der Aufbau dauert somit nur wenige Sekunden!

Spielablauf:

Beginnend mit einem Startspieler wird reihum gespielt. Der aktive Spieler würfelt bis zu dreimal. Spätestens nach drei Würfen erfolgt die Auflösung.
Hierbei wird immer nur „ein“ Symbol genutzt. Hinzu gesellen sich dann anschließend alle Säbel-Symbole.

Gegen Abgabe von zwei Münzen dürfen Würfel gedreht werden. Zu Spielbeginn hat jeder Spieler bereits Geld und Waren (Holz) zur Verfügung. All das erkennt man auf dem eigenen Spielplan.
Der Spieler muss aber nicht alle passenden Symbole (Ausnahme: Säbel) nutzen. Allerdings darf man diese auch nicht auf mehrere Aktionen aufteilen.
Die Umsetzung erfolgt dabei auf dem Spielplan, so dass freie Felder mit dem Stift entsprechend markiert werden. Lediglich auf den hellen Innenfeldern dürfen keine Mauern eingezeichnet werden.

Schauen wir uns die Aktionen bzw. Würfelsymbole genauer an:

Die Baumstämme (Holz) werden immer in das Holzlager eingezeichnet. Pro Lieferung kostet dies aber zwei Münzen (entsprechend streichen).
Die Warenkisten (orange) werden immer als einander benachbarte Gruppen markiert.
Mauern (grau) markiert man auf beliebige Außenfelder und dabei gibt eine ununterbrochene Mauer zwischen zwei Ecktürmen einen Bonus und führt zu einer Verteidigungsstärke von +2. Auch dies erkennt man auf dem Spielerplan.
Kreuze erlauben dem Spieler den Bau von Kirchen und durch eine durchgängig aufsteigende Serie kann der Spieler am Ende Extrasiegpunkte erlangen.
Bei den Köpfen gibt es je nach Anzahl gewürfelter Symbolen mehr Möglichkeiten. Tagelöhner bringen einen Siegpunkt, Soldaten sorgen für einen Verteidigungswert von +1 und Priester bringen pro benachbarte Kirche einen Extrapunkt. Mit Baumeister kann man mittels Holz Häuser bauen und Händler bringen dem Spieler bei benachbarten Kisten zusätzliche Münzen.
Gaukler führen zu Punkten bei benachbarter Personenart und Adligen bringen dem Spieler gleich 7 Punkte.

Die Personen werden mit dem Anfangsbuchstaben auf dem Spielplan markiert. Auch die Siegpunkte werden mittels Stift auf der Punkteleiste festgelegt.
Kommen wir zum Symbol der Säbel. Dabei wird jeweils ein Säbel-Kasten auf dem Spieltableau durchgestrichen und eine volle Reihe (abhängig von der Spieleranzahl) führt zu einem Angriff der Piraten. Dabei wird die angezeigte Angriffsstärke mit dem Verteidigungswert (Mauern, Piraten) der einzelnen Spieler verglichen. Liegt der Spieler unter dem Angriffswert, muss er eine Kanone auf seinem Plan streichen. Dies führt am Ende zu 5 Minuspunkten.
Das Spiel ist zu Ende, sobald ein Spieler eine Stadt voll hat. Es erfolgt eine kleine Endabrechnung gemäß Spielerplan. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt.

Strategie:

Es sind mittlerweile etliche Partien in kleiner und großer Runde vergangen und irgendwann hat man dann auch sein eigenes Wunschtableau im Kopf, was insbesondere durch Kirchen am Ende viele Punkte bringt. Vieles hängt allerdings von den Würfelergebnissen ab, so dass man nicht all zu strategisch denken darf. Etwas Schutz vor den Piraten ist gut, doch viel eher sollte man sich auf sein Tableau, seine Punkte und die Möglichkeiten der Mitspieler konzentrieren. Gerade in Runden zu Zweit kann man dann auch einmal frühzeitig das Spiel beenden, um einem Mitspieler die Chance  zu verbauen weiterer hohe Punkte zu erhalten.

Interaktion:

Richtig ärgern kann man die Mitspieler nicht, außer man ist in Punkto Verteidigung gut gerüstet und will mit erwürfelten Säbel die anderen Spieler ärgern.

Glück:

Die Würfel sind ein ständiger Begleiter des Spiels und so ist auch der Glücksfaktor entsprechend hoch. Auch wenn man Ergebnisse ändern kann, hängt gerade in der Anfangsphase viel davon ab, welche Ergebnisse man erzielt.

Packungsinhalt:

Autsch! Denn trotz Qualitätskontrolle sind die Stifte zwar unbedenklich, doch in Kombination mit den Spielertableaus … naja, damit kann man als Spieler nicht zufrieden sein. Die Stifte schmieren und das Ganze haftet dann gerne auf den Handrücken der Spieler.

Sehr ärgerlich und man fragt sich schon, warum man das nicht erkannt hat. Gab es keine Alternativen, keine besseren Stifte oder woran lag es?
Bereits in vielen Foren wurde dieser Kritikpunkt geäußert und aus unserer Sicht sind Blöcke und Bleistifte keine Alternative.
Ansonsten kann man sich über das restliche Material nicht beschweren. Die Anleitung ist übersichtlich, wobei man einzelne Regeln gerne überliest. Hier empfehlen wir dringend einen zweiten Blick bzw. ein zweites Durchlesen der Anleitung.

Das Cover wirkt sehr befremdlich und passt irgendwie überhaupt nicht zu diesem Spiel. Schade, denn so erscheint uns insgesamt auch der Preis mit ca. 20 Euro etwas zu hoch.

Spaß:

Na, wer hat sich das Video zu unserem Spiel angeschaut? Zum damaligen Zeitpunkt (Oktober 2012) hatten wir so kurz vor der Messe erst einige Runden absolviert, doch mittlerweile sind einige Wochen vergangen und so konnten wir das Spiel ausgiebig in kleiner und großer Gruppe testen.

Die schmierigen Finger, nein lassen wir das Thema … denn mittlerweile ist alles wieder sauber. Nicht nur unsere Hände sondern auch die Tableaus. Saint Malo ist nicht nur in Punkto Material nicht das was wir uns gewünscht haben.

Der Spielspaß des ständigen Würfelns und des Markierens mag zwar manch einem Spieler gefallen, doch spätestens nach 20 Partien hat man davon genug. Aufgrund der anfänglichen Vorgaben mit Kisten und Münzen ähnelt sich ab Partie Nummer 10 jede Weitere doch sehr stark. Auch wenn man sich zu Zweit etwas an dem Mitspieler orientiert, schiebt man in Runden zu Dritt und zu Viert die Würfel einfach weiter. Es wird gewürfelt und es wird markiert. Tja und irgendwie dümpelt das dann vor sich hin und dauert dann oftmals bis zu 45 Minuten.
Ok, könnte man sagen, denn beim Würfelspiel Wandel der Zeiten geht es ja ähnlich zur Sache. Oh nein, auch wenn hier Stifte und Papier bereit liegen, sind diese Würfelorgien doch spannender und die Abläufe attraktiver. Papier und Stift wären zwar auch bei Saint Malo möglich, doch gerade das individuelle Einzeichnen mit dem Stift soll ja seinen Reiz haben. Tja, Pustekuchen, denn so ist Saint Malo in Punkto Spielspaß eher eine Enttäuschung, zumindest für uns. Sehr schade, zumal wir die Autoren nicht nur aufgrund des erfolgreichen Spiels Village seit langer Zeit kennen und uns sehr für ihre Spiele interessieren. In diesem Spiel kam der Spaß einfach zu kurz!

s Meinung:

Damit hätten wohl nicht viele gerechnet, dass wir für Saint Malo ein solches Urteil finden. Tja, liebe Spielgemeinde auch wir haben uns anfangs sehr auf das Spiel gefreut.
Zur Problematik der Stifte (schmierend) haben wir im Bericht bereits passende Worte gefunden, doch auch spielerisch setzt das Spiel keine Glanzpunkte. Für ein lockeres Würfelspiel dauert es viel zu lange und spätestens nach 10 Partien orientiert man sich, erfolgs- und siegessicher wie man ist, an Gewinner-Vorlagen aus vorherigen Partien. Jetzt gilt es nur noch die richtigen Kombinationen zu würfeln, doch so einfach ist das nun auch wieder nicht.
Glück spielt eine wichtige Rolle, doch aufgrund der festen Vorgaben (Waren, Geld, etc.) baut man auf eine Startvorgabe auf und versucht sein Bestes. Irgendwann kommen hoffentlich auch die passenden Symbole.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an Ravensburger für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
3 von 10
Aufgrund der Würfelei sind die Möglichkeiten begrenzt!
INTERAKTION
3 von 10
Absichtlich auf Säbel zu spielen ist gemein!
GLÜCK
8 von 10
Ständiges Würfeln!
PACKUNGSINHALT
4 von 10
Stifte und Tableau! Eine schmierige Angelegenheit!
SPAß
2 von 10
Begeisterung sieht anders aus!
GESAMT-
WERTUNG:
3/10
"Schmierige Stifte und ein Ablauf der auf Dauer einfach langweilig wird!"
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Saint Malo ist von einem guten und bekannten Autorenpaar und wurde schon vor dem Erscheinen von vielen Spielern mit dem sehr guten Würfelspiel "Im Wandel der Zeiten - Bronzezeit" verglichen. Das Veröffentlichungsdatum verschob sich dann etwas nach hinten, aufgrund einer Materialüberarbeitung (Die Stifte). Leider sind diese von der Qualität und vom Schmierfaktor überhaupt nicht gut geworden und wir sind von der aktuellen Materialqualität recht enttäuscht worden. Das Spiel an sich macht Spaß und ist auch sicherlich für einige Partien spannend. Mir persönlich fehlt aber auch etwas die Interaktivität, die IWdZ z.B. bietet, dafür hat man hier einen spannenderen Bau, der jedoch den Spielspaß nicht über den Durchschnittsfaktor hebt.

Aufgrund des Materials geht die Note von uns somit unter die 5 (5 = Durschnitt).

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

STRATEGIE
2 von 10
Die gewürfelten Symbole optimieren.
INTERAKTION
2 von 10
Nur ein wenig durch die Piraten.
GLÜCK
8 von 10
Hey es ist ein Würfelspiel ;-).
PACKUNGSINHALT
3 von 10
Leider sehr "schmierig"...
SPAß
5 von 10
Ganz ok, aber das Material zieht die Wertung nach unten.
GESAMT-
WERTUNG:
3/10
"Das Spielkonzept ist ganz ok, aber das Spielmaterial zieht die Wertung deutlich unter unsere durchschnittliche Note von 5. Da ist mir das ähnliche Spiel (Im Wandel der Zeiten) sowohl vom Material, als auch von der Interaktion und dem Spielspaß lieber."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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