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Testbericht vom 09.09.2014 - von Andreas

Madeira




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
90 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 24.01.2014

Essen 2013 Video: Madeira (HUCH! & friends)

Essen 2013 Video: Madeira (HUCH! & friends) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Viele Vielspieler schätzen bei Spielen Variabilität, verschiedene Strategiemöglichkeiten sowie auch Interaktion. Außerdem gibt es auch Spieler mit leichtem Hang zur Selbstbestrafung, zumindest, wenn es um Brettspielauslebung dessen geht. Das heißt sie mögen „Mangelspiele“ mit Entscheidungszwang und zum Teil auch böse Überraschung. Darunter fällt zum Beispiel „Die Tore der Welt“ oder auch „Im Jahr des Drachen“. Hier hat man immer Entscheidungen zu Fällen, die einem zwar näher zum Ziel führen, aber auch etwas anderes leider schwer vernachlässigen. Man ist also im ständigen Zwang „Das bräuchte ich, aber das auch…. Arghhhhh“ und hinzu kommt das meistens immer noch etwas oder sogar mehreres fehlt „Aktionen“, „Rohstoffe“, „Startspielreihenfolge“, etc… Ware Selbstkasteiungsspiele sozusagen – ach wir Spieler sind schon ein hartes und vor allem seltsames Völkchen ;-).

Spielablauf:

Wir befinden uns im 15. Jahrhundert und haben gerade die Insel Madeira entdeckt, nun versuchen wir diese Insel zu besiedeln, Rohstoffe abzubauen, eine Verteidigung gegen die Piraten zu errichten, die portugiesische Krone mit dem erfüllen von Aufträgen bei Laune zu halten und natürlich unsere ganze Gefolgschaft und Flotte zu ernähren und Instand zu halten. Eine sehr schwierige Aufgabe und stetig sind wir unter Druck.
Zu Beginn werden bei diesem Selbstkasteiungsspiel Würfel gerollt und die Charaktere zufällig auf dem Spielplan verteilt. Außerdem erhält jeder schon den ersten Wunsch der portugiesischen Krone. Diese lässt uns meist wenig Zeit und verlangt zu einem fixen Zeitpunkt die erbringen eines, zwei oder später sogar von drei Aufträgen.
Dann sind auch schon die Spieler am Zug, eigentlich ist die Entscheidung leicht, sie müssen eine Reihe wählen. Das Problem dabei ist nur der, dass dies extrem viele Abhängigkeiten hat. Denn die Reihe bestimmt zum einen welche Aktionswürfel wir bekommen und deren Wert, zum anderen nehmen wir hier immer einen neuen Auftrag entgegen und zu guter Letzt hängt auch noch die Spielerreihenfolge davon ab. Natürlich sind die Reihen jede Runde immer komplett unterschiedlich und schon hier müssen wir Mangelwirtschaft betreiben. Seufz, der Spieler hat es halt nicht leicht.

Sobald diese Entscheidung gefällt ist geht die Runde aber erst richtig los, denn nun müssen wir unsere Aktionswürfel einsetzen. Dabei ist die Wertigkeit dieser hoffentlich entsprechend hoch, denn sonst müssen wir die Differenz mit Brot bezahlen und das ist natürlich auch meist sehr knapp. Hinzu kommt noch das eine Aktion nicht beliebig oft genommen werden kann und die Mitspieler natürlich auch gerne mal die Aktionen wählen die man selbst interessant findet. Das alleine reicht aber nicht, denn man muss auch entscheiden ob man die Aktion mit eigenem Würfel oder mit einem Piraten Würfel verwendet. Letzteres bedeutet, dass ich vermutlich mehr Aktionen zur Verfügung habe, dafür aber die Sonderaktion des Feldes nicht ausführen kann und natürlich sind auch diese sehr interessant und wichtig. Jedoch gibt es ab und an hierbei eine einfache Entscheidung, denn diese Aktion bringt mir nur etwas wenn ich genügend Männer in der Region habe. Habe ich das nicht fällt die Entscheidung leicht. Es sei denn, die Mitspieler haben hier schon einen Piratenwürfel eingesetzt, denn das ist das Maximum pro Aktionsfeld. Durch diese Charaktere erhalte ich die Möglichkeit Figuren auf den Plan zu bekommen, Gildenplättchen (Sonderfunktionen, Siegpunktmöglichkeiten und höhere Rohstofferträge), Schiffe zu bauen oder zu versetzten oder Bürger in der Stadt zu verschieben und Rohstoffe zu erhalten.

Jede dieser Aktionen besitzt hierbei noch eine Sonderaktion, die am Ende der Runde der Reihe nach ausgeführt werden kann. Hierfür muss ich allerdings genügend Geld besitzen, denn dieses ist hierfür je nach Würfelwerten und Piratenwerten zu entrichten und hängt wie schon bereits erwähnt zusätzlich von meinen Menschen im Gebiet ab.

In der Versorgungsphase müssen wir dann unsere Männlein auf dem Brett und unsere Schiffe bezahlen. Auch das geht wieder sehr ins Geld und ein Nichtbezahlen wird mit Piratenchips hart bestrafft. Generell kommt man im Spiel an diesen negativen Plättchen nicht vorbei und man sollte aufpassen, dass man sie immer wieder mal los bekommt, denn zu viele hiervon kosten bitter viele Siegpunkte.

Nach einer Runde beginnt die schöne aber harte „Selbstkasteiung“ wieder von neuem und die Entscheidungsvielfalt brettert auf uns nieder und natürlich auch der Druck denn nun Gilt es zwei Aufträge möglichst gut zu erfüllen. Uff… ich sag nur Peitsch Peitsch ;-)

s Meinung:

Madeira ist voll und ganz ein strategisches Vielspielerspiel und das versucht es auch gar nicht zu verstecken. Es gibt sehr viel zu beachten, man hat ein ständiges Mangelmangement zu betreiben und hier und da tut ein Zug schon weh. Das schöne ist es dabei hier und da auch die Mitspieler zu ärgern und verschiedenste Strategien auszuloten. Die Spielregeln sind klar verständlich und das Material inzwischen auch Tip Top (In der ersten Edition war das Brett nicht komplett gerade und auch das Auspöppeln der Stanzbögen war etwas Nervenarbeit). Ein Manko sehen wir allerdings in den Übersichtskarten. Eigentlich ist die Grundidee super, aber sie wurde leider etwas verschenkt. Die Kärtchen sollen ja dazu dienen, dass der Spieleinstieg einfacher ist, da hilft die hier verwendete Symbolik aber nicht unbedingt. Hinzu kommt das ein einfaches Handling (wie z.B. das leichtere Zählen der Pöppel und Schiffe) leider nicht hierauf abgebildet ist.

Trotzdem überzeugt das Spiel ansonsten voll und ganz und ein Strategieliebhaber dem komplexe Regelsysteme mit Selbstkasteiungsfaktor gefallen kommt hieran definitiv nicht vorbei. Dem einen oder anderen Tester war das Spiel zu viel zu beachten, aber den meisten gefällt es von vorne bis hinten.

GESAMT-
WERTUNG:
8/10
Strategie mit ganz viel Selbstkasteiung…. Peitsch, Peitsch! ;-)
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Eigentlich wollte ich ja wie damals beim Spiel Finca einen Kurztrip nach Madeira machen, um zu prüfen und natürlich auch zu filmen, ob Spiel und Insel zueinander passen. Doch diese damalige Idee war einmalig und wird sich wohl nicht so schnell wiederholen.
Zudem richtet sich Madeira nicht an Familien sondern an Vielspieler, oder sagen wir mal an die Vielspieler im oberen Segment.
Denn während einer Partie Vinhos, eines der Vorgängerspiele des Verlags habe ich schon richtig geschwitzt, denn so ein gut funktionierendes aber voll gespicktes Spiel mit Regeln, bekommt man nicht jeden Tag in die Hand.

Etwas Angst und Bammel hatte ich jetzt schon, denn wird Madeira jetzt auch so heftig aufschlagen und macht beim Regellesen schon richtig Arbeit?

Die redaktionelle Arbeit bei diesem Spiel ist allerdings so gut, dass man die umfangreichen Regeln schnell verinnerlicht. Doch diese Arbeit hat man wohl zu früh beendet, denn eine überschaubare Regelhilfe hätten wir uns sehr gewünscht! So muss man während einer ersten Partie zumindest noch mal an der einen oder anderen Stelle nachlesen, doch siehe da, so schwer ist Madeira gar nicht.
Sogar an eine anschließende zweite Partie wurde in unseren Runden gedacht, denn gerade die Aktionswürfel und der damit verknüpfte Mechanismus sind wirklich genial gelöst und machen sehr viel Spaß. All das findet auf einer Insel, ja unter den Klötzchen und Plättchen ist tatsächlich eine Insel zu sehen statt. An der Gestaltung hätte man vereinzelt sicherlich noch schrauben können, doch die angesprochene Zielgruppe interessiert insbesondere der Mechanismus.
Der funktioniert einwandfrei und durch die anfängliche Auslage der Plättchen ist das Spiel sehr variabel.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
8/10
Madeira ist gar nicht so heftig wie ich gedacht habe! Toller Mechanismus und hoher Spielspaß!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder




























Videos

vorstellung vom 21.01.2014

Essen 2013 Video: Madeira (Whats your Game?)

Essen 2013 Video: Madeira (Whats your Game?) from Cliquenabend on Vimeo.


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