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Testbericht vom 24.01.2017 - von Jörg

Räuber der Nordsee




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2016

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
60 - 80 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 14 Jahre

Durchschnittswertung:
9/10 bei 1 Bewertungen



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vorstellung vom 23.11.2016

Vorstellung + Interview: Räuber der Nordsee (Schwerkraft)

Vorstellung + Interview: Räuber der Nordsee (Schwerkraft) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Terraforming Mars, Oben und Unten und dann auch noch Acht-Minuten-Imperium Legenden! Eine kleine Auswahl der Topspiele aus dem Jahrgang 2016. Da wusste man als Spieler schon gar nicht mehr was man sich vom Schwerkraft Verlag anschauen soll.

Eine der Neuheiten kam dann doch etwas überraschend, denn mit „Räuber der Nordsee“ haben viele nicht gerechnet.

Als „Raiders oft he Northsea“ handelte es sich um einen erfolgreichen Kickstarter (in 2015) und damit Spiel (Teil) 2 einer Triologie. Die Spiele „Shipwrights of the North Sea im Jahr 2014 (Teil 1) und Explorers of the North Sea (Teil 3 im Jahr 2016) sind ebenfalls bei Kickstarter erfolgreich verlaufen.

Gereizt hat mich damals Teil 2 und somit genau die Ausgabe, welche jetzt beim Schwerkraft Verlag als deutsche Auflage erschienen ist. Zum Glück habe ich aber verrückte Spielfreunde, die auch wie ich vieles Kickstarten und so konnte ich das Spiel bereits in 2016 ausprobieren.
Diese Chance, es zu spielen, haben auch andere auf der Messe 2016 in Essen genutzt, zumal der überaus sympathische Autor Shem Phillips (vgl. Video) extra aus Neuseeland angereist ist, um es möglichst Vielen zu erklären. Als Geheimtipp ging das Spiel dann schnell in die Einkaufstüten der Spieler, denn Räuber der Nordsee scheint wohl wirklich gut zu sein.

Damals mit der englischen Version und jetzt mit der deutschen Version möchte ich Euch etwas mehr über das Spiel erzählen und gleich vorwegnehmen, dass wir noch im Jahr 2017 ein weiteres Video zum Spiel erstellen werden. Solange müsst ihr mit diesem Bericht leben, der aber mit Sicherheit eine klare Aussage zu diesem Spiel treffen wird.

Spielablauf:

Willkommen in der Zeit der Wikinger und willkommen lieber Spieler, denn als Krieger wollen die Spieler ihren Häuptling überzeugen und das gelingt am besten durch Überfälle auf verschiedene Siedlungen. 

Als Krieger braucht man aber auch eine Mannschaft und etwas Proviant kann nie schaden. Beute und Ruhm im Blick versucht jeder Spieler am Ende so viele Punkte wie möglich einzufahren.

Das Ende wird eingeläutet, wenn auf dem Festland nur noch eine Festung übrig ist, alle Wallküren entfernt oder alle Darbringungen abgegriffen wurden.

Die Dorfbewohner liegen als Kartenstapel bereit und mit drei solcher Karten steigt jeder Spieler in eine Partie ein. Auf jeder Karte werden neben den Kosten auch die Stärke angezeigt. Im unteren Bereich sind dauerhafte Fähigkeiten (bei Ablage vor dem Spieler) und Einmalaktionen (abhängig vom Gebäude) hinterlegt.
Doch bevor es endlich losgeht werden die Beutefelder noch zufällig bestückt. Das kann Eisen, Vieh, Gold und auch Walküren sein. Walküren? Ja, denn etwas Gegenwehr muss schon sein, denn ohne Verluste wird der Kampf der Krieger doch langweilig. Zu jedem Beutefeld wird auch ein Arbeiter platziert.

Der Aufbau ist recht schnell erledigt und dank der Hinweise in der Anleitung und dem Spielplan fast selbsterklärend.
 
Jetzt noch schnell die Marker der Spieler auf die Siegpunktleiste, sowie Rüstungs- und Walkürenleiste und schon kann es losgehen. 3 Leisten? Genau und je nach Rüstungswert kommen am Ende auch Siegpunkte dazu. Ähnlich ist es auch bei der Walkürenleiste. Verlust von Kämpfern wirkt sich hier positiv aus, so dass auch hier am Ende ein paar Siegpunkte dazu kommen.
Genug der Worte, wie funktioniert das Spiel?

Im Spielverlauf setzen die Spieler ihren Arbeiter im Besitz auf einen Ort (muss frei sein + Farbe des Arbeiters beachten) und führen dessen Aktion aus. Im Anschluss nehmen sie aus einem anderen Ort einen Arbeiter und führen wieder die dortige Aktion aus.

Jetzt muss man nur noch die Orte kennen (dank Symbole schnell verstanden) und dann kann man bereits beginnen.

Ok, ein paar Hinweise möchte ich noch gerne geben, denn die Spieler tasten sich quasi an das Festland im Norden heran. So werden in der Anfangszeit viele Aktionen in der südlichen Spielplanhälfte ausgeführt, da man einfach zu schwach ist oder nicht den erforderlichen Proviant besitzt, um Orte im Norden zu besuchen. Besuchen ist der falsche Ausdruck, denn hier wird geplündert und je nach Erfolg gibt es das war bereits an Ort und Stelle hinterlegt ist.

Je nach Ort setzt man Einzelaktionen von Dorfbewohnern ein und gerade damit kann man den einen oder anderen Mitspieler auch etwas ärgern. Je nach Karte müssen Mitspieler etwas von ihrem Vorrat abgeben und vielleicht gelingt es einem Spieler ein Dorf schneller zu überfallen als ein anderer. Es gibt genug Dörfer, doch ab und an hat man doch seine Vorlieben, zumal man weiß was es dort zu holen gibt.
Immer wieder müssen die Spieler darauf achten ein bestimmtes Minium an Dorfbewohner ausliegen zu haben und über Proviant zu verfügen. Geht man weiter in den Norden ist sogar Gold gefordert, um ein Dorf zu plündern. Hier ist es auch wichtig über die entsprechende Stärke/Rüstung zu verfügen. An manchen Ort bringt zumindest ein Würfelwurf noch etwas Stärke, doch wer verlässt sich gerne darauf. Mit viel Power kommt man dann auch an die hohen Siegpunktwerte heran und schneller als man glaubt ist das Spiel auch wieder zu Ende.

s Meinung:

Wie bereits im Vorwort ausgeschmückt ist „Räuber der Nordsee“ für einige Spieler (noch) ein Geheimtipp, ich hoffe aber, dass dieser Bericht und das noch kommende Video mit den Abläufen dazu beitragen, dass es noch erfolgreicher wird.

Als innovatives Workerplacement- und Displacementspiel ist es für mich ein Kennerspiel, welches süchtig macht und unabhängig von der Spieleranzahl sehr gut funktioniert.
Die Besonderheit im Spiel ist das Platzieren einer Figur um eine Aktion auszuführen. Im Anschluss wird nämlich sofort eine andere Figur von diesem Spieler genommen und die dortige Aktion ausgeführt.

Als Kämpfer im Wikingerland wollen wir Spieler Beute und vor allem Ruhm in Form von Punkten, so dass wir uns von Süden kommend nach und nach in den Norden durchschlagen. Genau das Ziel haben auch die Mitspieler und je nach Dorfbewohner auf der Hand kann man zumindest den Mitspieler etwas Beute abknöpfen. Die Interaktion hält sich in Grenzen, denn viel mehr gilt es seine Mannschaft aufzustellen, um erfolgreiche Plünderungen auszuführen.
Die Beute in den Orten ist bereits am Spielanfang ersichtlich und wird jede Partie neu und zufällig zugeteilt. Auch die Dorfbewohnerkarten sind zahlreich, so dass die Spieler auch hier immer aus neuen Möglichkeiten schöpfen können. Die Downtime ist gering und eine Partie dauert nie länger als 90 Minuten. Zu zweit benötigt man knapp 60 Minuten und nach wie vor bin ich begeistert von dem ganzen Spiel.
Die Anleitung lässt keine Fragen offen und auch das Material mit individuellen Holzfiguren kann überzeugen. Fehlen nur noch Sondermünzen für das Spiel, doch auch diese kann man gegen einen kleinen Aufpreis beim Verlag kaufen. Überlegt also nicht lange, sondern holt euch wenn schon gleich die Deluxe-Ausgabe. Auch die Illustrationen gefallen mir und so spricht eigentlich nichts für das Spiel.
Eigentlich? Ok, ab und an bin ich schon etwas genervt, wenn meine Krieger zu schwach sind und ich wieder auf einen guten Würfelwurf hoffen muss. Meine Mitspieler sind oft stärker und haben es einfacher. Aber dafür kann das Spiel ja nichts und zeigt, dass ich einfach noch mehr an meiner Strategie feilen muss. Das mache ich gerne und kann jedem Fan von Workerplacementspielen und geübten Familien- aber auch Vielspielern dieses Spiel nur wärmstens empfehlen.
Es ist eines der wenigen Kennerspiele aus dem Jahr 2016, die mich wirklich begeistern und es schaffen eine Kerbe zwischen Familien- und Vielspielerspiel zu sein.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
9/10
"Eines der Top-Kennerspiele des Jahrgangs 2016! "
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder











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Mittwoch 23.11.2016

Vorstellung + Interview: Räuber der Nordsee (Schwerkraft)

Nachricht von 21:00 Uhr, Jörg, - Kommentare

Das Ziel in Räuber der Nordsee ist, den Häuptling zu beeindrucken und so am Spielende die meisten Siegpunkte zu haben. Siegpunkte werden hauptsächlich durch Plündern von Siedlungen... ...

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