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Testbericht vom 16.02.2017 - von Jörg

Fabelsaft




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2016

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
25 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre

Durchschnittswertung:
6.5/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 24.10.2016

Vorstellung Essen 2016: Fabelsaft (2F)

Vorstellung Essen 2016: Fabelsaft (2F) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Der Autor Friedemann Friese hat jedes Jahr einen neuen Spielplan zu Funkenschlag im Programm, oder etwa nicht? Auch diese Zeiten sind wohl langsam vorbei und so gab es in 2016 zumindest ein Funkenschlag Kartenspiel. Der Autor ist aber bekannt für seine ungewöhnlichen Spielideen und in Fabelsaft steckt sehr viel Innovation, doch dazu sollte man es auch 23 Mal spielen (später mehr dazu). So viel nun auch wieder nicht, aber wie mir Friedemann im beigefügten Video verrät, sollten es zwei Partien auf jeden Fall sein. Bei uns waren es natürlich viel mehr und wehe es mischt zu Spielbeginn einer am Tisch die Karten.

Spielablauf:

Die 240 Ortskarten (je 4 Stück bzw. am Ende 8 Stück) liegen zu Beginn als offener Stapel aus. Zum Spielen nimmt man nur die Orte mit der Nummer 1 bis 6 und legt diese offen aus.

Jeder Spieler nimmt sich eine Holzfigur und von den 60 Fruchtkarten (nur diese mischt man) erhält jeder zwei Karten auf die Hand.

Das Spielprinzip ist einfach, denn die Spieler wählen mit ihrer Figur immer einen Ort aus und führen die darauf hinterlegte Aktion aus. Sie können aber auch auf diesen Ort wählen, um Fabelsaft zu erfüllen und somit diese Karte kaufen. Was für Früchte (Karten abgeben) hierzu erforderlich sind zeigt die Karte.

Platziert man seine Figur auf einer Karte auf dem schon Mitspieler stehen muss man diese mit einer Fruchtkarte bezahlen (sofern man kann). In einer 2er Partie benötigt man fünf Fabelsäfte um eine Partie zu gewinnen, bei mehr Spielern sind es vier bzw. drei.
Sobald man einen Fabelsaft kauft, wird eine weitere Ortskarte vom Stapel in die Mitte gelegt. Dadurch kommen nicht nur neue Orte sondern auch Aktionen zum Vorschein. Zu viele neuen Orte wird man aber für eine Partie nicht freischaufeln, denn zuvor hat ein Spieler mit Sicherheit die Partie gewonnen.

Schade, doch der Autor empfiehlt als Variante für die nächste Partie einfach an dieser Stelle weiter zu spielen. Die gewonnenen Fabelsäfte kommen einfach aus dem Spiel.
Will man gleich mehrere Partien absolvieren, am besten gleich 23 Partien (um alle Karten kennen zu lernen), kann man zur Vereinfachung auch Siegpunkte für einen Gewinner notieren (Sieger erhält 2 Punkte, Verlierer 0 Punkte und allen anderen zumindest einen Punkt.

s Meinung:

Ich weiß, dass Friedemann Friese als Autor von Fabelsaft es nicht gerne hört, aber Fabelsaft ist für mich ein Legacy Spiel mit Karten. Allerdings wird hier kein Material vernichtet oder beschrieben!
In diesem Spiel wählt man mit seiner Figur Karten in der Auslage, um Aktionen auszuführen oder Bedingungen zu erfüllen. Für das Erfüllen einer Bedingung (Abgabe von Fruchtkarten) erhält man diese Karte (=Fabelsaft). Mit jedem Fabelsaft kommt ein weitere (Orts-)Karte in die Auslage und damit verbunden auch neue Aktionen. So entfallen im Spielverlauf Aktionen bzw. kommen neue hinzu. Nach einer Partie kennt man aber nur wenige Orte/Aktionen und so startet man für eine neue Partie einfach mit der Endposition. Lediglich die gewonnenen Fabelsäfte von der vorherigen Partie kommen aus dem Spiel.

Verrückte unter uns spielen gleich 23 Partien in Folge und kennen dann auch wirklich alle Orte und damit verbundene Aktionen.

Es gibt bei mir auch keine Empfehlung hinsichtlich der Spieleranzahl, denn vieles hängt davon ab, was für Karten in der Auslage liegen. Gerade mit interaktiven Karten wünscht man sich eine große Runde, geht es um Orte/Aktionen bei denen man gerne zockt, reicht eine Partie zu zweit.
Ich erwische mich aber dabei wie ich a la Dominion die Auslage scanne, doch hier gibt es immer wieder Überraschungen (neue Orte), so dass all zu viel Planung nicht möglich ist.

Falls einem die Texthinweise einzelner Orte nicht klar sind kann man einfach einen Blick in das Beiblatt werfen. Bei Fabelsaft muss man ständig optimieren und nach meiner ersten Partie hielt sich meine Begeisterung doch sehr in Grenzen. So mussten gleich weitere Partien folgen, um ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. Es gab neue Aktionen die mich reizten aber auch Aktionen, die ich komplett ignorierte. Das Spiel ist leicht zugänglich und schnell erklärt. Auch Familienspieler kommen hier schnell in die Abläufe hinein, zumal alles Wichtige auf den Karten textlich angegeben wird.

Ich als Vielspieler nutze Fabelsaft gerne als Absacker, wobei ich aufgrund der Kürze der Spielzeit (oft nicht länger als 15 bis 20 Minuten mindestens zwei bis drei Partie in Folge empfehle. Je nach Gruppe dümpelt das Ganze vor sich hin oder wird durch interaktive Elemente richtig lebendig. Der Spaß schwankt je nach Partie und Mitspieleranzahl sehr deutlich und gerade immer neuen Elemente im Spiel (gleichzeitig fallen alle Elemente heraus) haben ihren Reiz. Der Reiz geht auch nicht verloren, wenn man alle Karten kennt und gerade die Abwechslung von einer Partie zur Nächsten hat seinen Reiz. Wer nur eine Partie spielt, kann es aus meiner Sicht auch gleich lassen, aber das muss wie immer jeder selbst entscheiden. Aufgrund der genannten Punkte und der sehr schwankenden Spielerlebnisse hat das Spiel aber immer noch eine Wertung von 6 (reizvoll) verdient.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
6/10
"Bei einer Partie sollte es nicht bleiben! Legacy-Prinzip mit Karten."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Sowohl das Thema „Escape / Exit“-Spiel als auch „Legacy“-Spiel ist der aktuelle Hype innerhalb der Szene und sorgt für viel Aufmerksamkeit. Somit befassen sich damit viele verschiedene Verlage und Autoren und versuchen dem Thema natürlich auch immer wieder etwas neues abzugewinnen oder das Ganze von einer anderen Seite zu betrachten.

Friedemann Friese gilt als Autor, der sehr gut weiß wie Spielmechaniken ineinandergreifen und gerne neue Mechaniken und Ideen ausprobiert. In der Vergangenheit hat er schon oft mit neuen Mechaniken und Ideen experimentiert und das „Legacy“-System hat natürlich auch seine Aufmerksamkeit bekommen. Allerdings hat Friedemann als Autor seine eigene Note und so ist sein „Legacy“ inspiriertes Spiel natürlich auch völlig anders. Zum einen gibt es keine Partieanzahl mit der das Spiel beendet ist, so dass man auch nach 100 Partien immer noch Spaß mit „Fabelsaft“ haben kann. Zum anderen kann man das aufbauende bzw. verändernde Element jederzeit wieder zurücksetzen und zu guter Letzt hat das Spiel eine sehr geringe Spielzeit von nur 20 Minuten. All diese Änderungen sorgen dafür, dass sich „Fabelsaft“ gänzlich anders anfühlt als ein Legacy-Spiel-System und vor allem auch für Familien äußerst attraktiv uns Spaßig ist.

Natürlich kann man, wenn man möchte auch die Regeln brechen und einfach mehr Siegpunkte als Partieende definieren. Grundsätzlich ist dies aber nicht wirklich notwendig. Denn viel lieber ist es uns und unseren Mitspielern gleich 2-3 oder noch mehr Partien hintereinander zu erleben und dabei automatisch den Wechsel des Spielgefühls kennen zu lernen. Dies sorgt für ein gänzlich anderes Spielformat, was gerade Familien und Gelegenheitsspielern in unseren Tests begeistert, da sie so etwas bisher noch nie gesehen haben.

Fabelsaft ist ein kleiner aber feiner künstlerischer Geniestreich und Friedemann Friese wieder perfekt gelungen. Sein Ziel ein Kunstobjekt zu erschaffen und bekannte Dinge komplett neu zu interpretieren und vor allem anders zu sein ist ihm hier wieder wunderbar gelungen. Fabelsaft ist aktuell das einzige „Legacy“-Spiel, welches sich nicht selbst zerstört und von Gelegenheitsspielern und Familien gerne gespielt wird. Grund genug für die Spiel des Jahres Jury es für den roten Spiel des Jahres 2016 Pöppel zu nominieren? Wir werden sehen…

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
7/10
"Schönes Familienkartenspiel, welches sich über mehere Partien verändert und entwickelt."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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3 neue hoffentlich auch spannende Spiele. Zumindest bei Fabelsaft gehen in unseren Spielgruppen die Meinungen komplett auseinander. Bei Bang The Duel bleibe ich wohl lieber dem Würfelspiel treu... ...

Montag 24.10.2016

Vorstellung Essen 2016: Fabelsaft (2F)

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