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Testbericht vom 09.09.2014 - von Andreas

Yunnan




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
75 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
4.5/10 bei 2 Bewertungen



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regelerklaerung vom 15.10.2013

Essen 2013: Yunnan (Argentum Verlag)

Essen 2013: Yunnan (Argentum Verlag) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Pu-Erh-Tee hab ich tatsächlich noch nicht gekannt, dabei gibt es das Produkt ohne Probleme auch in Europa. Der Qingmao wird größer als die normale Camellia-Sinensis-Pflanze und gilt als eine der Ursprungsformen des Tees. Diese Pflanzen stammen aus dem Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Pu’er in der chinesischen Provinz Yunnan. Der Tee wird dort seit etwa 1700 Jahren hergestellt und natürlich geht es genau um dieses Produkt im Brettspiel „Yunnan“. Passenderweise hab ich mir auch gerade einen Tee aufgesetzt, allerdings Pfefferminz, komisch dass es sich dann bei dem Spiel nicht um „Die Jugendherberge“ handelt… oder?

Spielablauf:

Yunnan teilt sich in zwei Hauptphasen auf. Die erste Phase stellt eine Bietphase dar, bei dem die Spieler reihum Händler einsetzen um Vorteile (Händler, Einfluss, Passierscheine, Bauwerke oder bessere Pferde) zu erhalten. Diese Bietphase hat einen interessanten Mechanismus und zwar gibt es eine feste vordefinierte Geldstaffelung 5,7,9,12,15 Yuan. Möchte man ein Schnäppchen abgreifen riskiert man etwas, denn man kann durch ein höheres Bieten dort wieder verdrängt werden. Die hohen Bietfelder (9-15) sind sicher, dafür kosten sie deutlich mehr Geld. Es gilt also abzuwägen ob es sinnvoll ist die niedrigen Felder zu belegen und ein Schnäppchen zu machen oder doch rausgeschmissen zu werden und am Ende sind nur noch die sehr hohen frei.

Hinzu kommt, dass man nicht zu viel Fortschritt erlangen sollte, denn die Händlersteine sind limitiert und man benötigt sie auch um in das Land zu reisen und seinen Tee zu verkaufen. Hierbei spielt dann auch wieder die Spielreihenfolge eine sehr große Rolle, denn ist man möglichst weit hinten am Zug, kann man Mitspielern aus Gebieten stoßen, wenn man einen größeren Einfluss hat als sie. Um zu reisen benötigen wir aber nicht nur Händler sondern auch Bauwerke wie Teehäuser, Handelsposten und Brücken können uns den Weg erleichtern. Dabei versuchen wir eine komplett vollständige Handelsroute zu generieren, denn das bringt uns mehr Geld ein. Hier kann ein falscher Schubser von den Mitspielern für Lücken sorgen und das kostet wertvolles Geld. Nach den kompletten Züge gibt es auch noch eine Allgemeine Strafe. Der Provinzkommissar besucht automatisch die Provinz bei der am meisten Geld erwirtschaftet hat und beeinflusst den Spieler mit dem größten Einfluss, es sei denn er lädt ihn zum Tee ein, wenn er dort ein Teehaus besitzt.

Das Geld was man erhält kann man selbstständig in Siegpunkte umwandeln und zwar nur wenn man es erhält. Man sollte sich also entscheiden wieviel Bargeld und wieviel Siegpunkte man möchte. Sollte das Geld doch mal knapp sein, kann man in der Bietphase auch die Bank besuchen, aber das kostet eine wertvolle Aktion und Händlerfigur.

s Meinung:

Yunnan bietet verschiedene Möglichkeiten und ein reines aus dem Bauch spielen wird hier nicht funktionieren. Die Mitspieler müssen optimieren und sollten auch die Züge unter mathematischen Gesichtspunkten betrachten. Das sorgt für eine längere Spielzeit und ist auch vielen unserer Mitspieler zu trocken. Dabei ist der Mechanismus Siegpunkte-und-Geld zwar wirklich mal was komplett anderes, aber der große Spielspaßfunke wollte in unseren Partien nicht so recht aufkommen. Der Frustfaktor beim Rausschubsen, die mathematische Denk- und Optimierarbeit, sowie das gleiche Spielgefühl nach mehreren Partien sorgen für keinen so großen Spielspaß aus unserer Sicht. Optimierungsfans sollten einen Blick wagen, thematische Spieleliebhaber mit dem Hang zu verschiedenen strategischen Möglichkeiten ohne diese gleich hart mathematisch in jedem Zug auszurechnen sind hier falsch.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
5/10
Trockenes mathematisches Optimierspiel.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Irgendwie habe ich Yunnan vor mich hingeschoben, denn nach dem ersten Lesen der Anleitung dachte ich nur: Oh Gott, wie erkläre ich die Feinheiten der zweiten Phase nur meinen Mitspielern?
Dabei ist die Bietphase in Teil 1 noch recht überschaubar, auch wenn die Anleitung hier ein paar Schwächen (Bereich Überbieten) aufweist, die nur durch Nachlesen auf Boardgamegeek klar werden.
Bei der zweiten Phase, der Reise, werden gleich mehrere Aktionen ausgeführt und mit unnötigen Sonderregeln befüllt. Das geht gar nicht, denn aufgrund dieser Reisephase muss man sich im Vorfeld alle Möglichkeiten zurecht legen, denn sonst war die Runde für den A….
Gerade in der Bietphase muss immer mitgerechnet werden! Da das Geld offen vor den Mitspielern ausliegt geht man nicht nur die eigenen sondern auch die Möglichkeiten seiner Mitspieler im Kopf durch. Ok, man kann es auch lassen, aber ein Spieler wird bestimmt darauf achten und ich schätze mal dieser gewinnt am Ende das Spiel.
Dabei hat man gerade im Hinblick auf die Bank (Bietphase) mit der Siegpunktleiste als Geldeintreiber und der Vergabe an Siegpunkten und Geld im Mischungsverhältnis wirklich zwei tolle Elemente integriert, für die es sich lohnt das Spiel unbedingt auszuprobieren.
Fragt sich nur ob sich der Aufwand, nur um so etwas zu sehen, lohnt. So erlebte ich Partien, bei denen Spieler punktemäßig völlig abgeschlagen bereits nach der Hälfte der Partie geistig abwesend waren und Partien, bei denen wegen zu komplizierter Verkettung an Regeln (Reisephase) das Spiel kurz vor dem Abbruch stand.
Nein, schlecht ist das Spiel nicht, aber die Zusammenhänge in den Abläufen hätte man durchaus besser lösen müssen. An Partien zu zweit habe ich mich dann erst gar nicht gewagt, denn ich hatte erst gar keine Lust darauf nach den bisherigen Erfahrungen solche Abläufe mit zwei Spielerfarben (pro Spieler) auszuprobieren.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
4/10
Komplizierte Verkettung von Mechanismen! Spielspaß gleich anfangs sehr niedrig!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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