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Testbericht vom 05.08.2012 - von Jörg

Tier auf Tier – Jetzt geht’s richtig rund




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
15 - 20 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 5 Jahre

Durchschnittswertung:
5/10 bei 1 Bewertungen



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Vorwort:

Über das Kinderspiel Tier auf Tier haben wir bereits 2010 berichtet und es zählte damals für uns zu den besten Spielen des Jahrgangs. Hoher Spaßfaktor und Partien, bei denen auch Eltern und Großeltern gerne Hand anlegen. Feinmotorik, Koordination und Planung nehmen dabei einen hohen Stellenwert ein, so dass wir das Spiel nach wie vor empfehlen.
Zwei Jahre später geht es in eine neue Partie und zwar mit einer runden Scheibe! Das war aber bei weitem noch nicht alles, denn bei Tier auf Tier – Jetzt geht’s richtig rund sollen weitere Elemente eine wichtige Rolle spielen. Wir haben uns mit Kindern das Spiel etwas genauer angeschaut. Ob es auch spielerisch überzeugt wie bei Tier auf Tier, verraten wir euch im folgenden Bericht.

Ziel des Spiels:

Das Krokodil befindet sich auf einer Drehscheibe und gemeinsam baut man eine Tierpyramide auf dessen Rücken. Durch Drehen der Scheibe kommt hier ein weiterer Schwierigkeitsfaktor hinzu, denn jeder möchte natürlich als Erster seine Tiere verbauen.

Spielaufbau:

Der Spielplan wird in die Tischmitte gestellt und die Holzscheibe und Drehscheibe in der Mitte platziert. Der Pfeil der Drehscheibe zeigt dabei auf eine beliebige Boje. Das Krokodil setzt man auf die Vertiefung und in den zweiten Schlitz legt man die Haifischflosse, so dass der Hai im Uhrzeigersinn schwimmt.
Würfel und Tiere legt man zur Seite. Die Halbkugel benötigt man nur für die Variante.

Spielablauf:

Reihum nehmen sich die Spieler ein beliebiges Tier und stellen es vor sich ab. Dies geht so lange bis alle Tiere gleichmäßig verteilt wurden. Übrige Tiere kommen aus dem Spiel.
Die Spieler sind abwechselnd an der Reihe und führen folgende Aktionen durch:

>Würfeln
Zeigt der Würfel zwei Punkte, darf man zwei eigene Tiere stapeln.
Zeigt der Würfel das Fragezeichen, bestimmen die Mitspieler, welches eigene Tier man stapelt.
Zeigt der Würfel die Hand, gibt man ein Tier einem Mitspieler, der es stapeln muss.
Zeigt der Würfel zwei Bojen, stapelt man eines der eigenen Tiere und muss die Scheibe später um zwei Bojen weiterdrehen.
Zeigt der Würfel einen Drehpfeil, muss man die Drehscheibe um eine komplette Runde drehen. Tierstimmen sollte man beim Drehen natürlich nicht vergessen.
Zeigt der Würfel die Haifischflosse, zieht man die Flosse aus dem Schlitz und steckt sie andersherum wieder hinein. Die Drehscheibe wird ab sofort gegen den Uhrzeigersinn gedreht.

>Stapeln
Je nach Würfelergebnis wird gestapelt oder auch sofort gedreht.
Die Tiere müssen dabei auf dem Krokodil oder bereits darauf befindlichen Tieren gestapelt werden. Beim Stapeln darf man nur eine Hand benutzen.
Fallen dabei Tiere herunter, endet der Spielzug sofort!
Sind ein oder zwei Tiere herunter gefallen, muss der Verursacher diese zu seinem Vorrat nehmen.
Sind mehr als zwei Tiere herunter gefallen, nimmt der Spieler zwei der Tiere in seinen Vorrat und legt die Übrigen in die Spielschachtel.
Fallen Tiere ohne Einwirkung eines Spielers herunter, werden diese in die Schachtel gelegt.

>Drehen
Die Scheibe wird gedreht und dabei muss der Spieler die Stimme des Tieres nachmachen, an dem der Hai vorbeischwimmt. Wer dies vergisst, muss ein Tier aus der Schachtel (übrige Tiere) zu sich nehmen. Sind dort keine Tiere, hat man Glück gehabt.

Das Spiel ist zu Ende, sobald ein Spieler keine Tiere mehr vor sich stehen hat.

Variante:
Hierbei verwendet man die Halbkugel, so dass beim Drehen mehr Schwankungen stattfinden.

Strategie:

All zu viele strategische Faktoren kommen hier nicht zum Tragen. Lediglich beim Stapeln der Tiere und je nach Würfelaktion muss man sich gut überlegen, welches Tier man zum Stapeln verwendet.

Interaktion:

Der Interaktionsfaktor ist gering, auch wenn man abhängig vom Würfelwurf das zu stapelnde Tier des aktiven Spielers bestimmt.

Glück:

Zwei Faktoren spielen eine wichtige Rolle:
Da wäre zum einen der Würfel, der die Aktion des Spielers vorgibt.
Zum anderen das jeweilige Tier, welches der Spieler ggf. stapeln muss. Eine oft schwierige Aufgabe.
Insgesamt gesehen ist der Glücksfaktor sehr hoch!

Packungsinhalt:

Selten gibt es bei Haba Spielen negative Feststellungen in Punkto Material. Sogar der Preis mit ca. 15 Euro ist „fantastisch“. Ein Wort, welches wir selten in unseren Berichten verwenden. Die Gestaltung der Tiere ist gelungen und die vorhandene Auswahl abwechslungsreich.
Allerdings gibt es auch zwei Punkte, die uns nicht so gut gefallen:
Mit der Holzscheibe soll die Drehscheibe nicht so wackelig sein, doch das ist nicht der Fall. Bereits hier wird es nach einigen gestapelten Tieren sehr schwer. Der Glücksfaktor steigt bei der Verwendung der Halbkugel (Variante) sogar noch einmal deutlich an. Hier hätten wir uns zwei anderen Unterlagen gewünscht, um auch die Schwierigkeit in den Abläufen deutlich voneinander unterscheiden zu können.
In der Anleitung hätten wir trotz vieler Erklärungen auch einige Beispiele gesehen.

Spaß:

Die Kinder haben beim Stapeln der Tiere ihren Spaß, wobei viel zu schnell der Tieraufbau in sich zusammenfällt. Da war es bei Tier auf Tier doch einfach, auch einmal große Tierpyramiden zu bilden.
Der Grund liegt in der Holzscheibe, die mit der Drehscheibe darauf einfach zu wackelig ist.
So kam auch letztendlich der Spielspaß nicht richtig in Schwung, was in diversen Kinderspielgruppen festzustellen war. Die Idee mit dem Drehen des Rades ist gut, doch leider gelingt es den Kindern oft nicht viele Tiere aufeinander zu stapeln, ohne dass gleich ein Tier herunterfällt.

s Meinung:

Bereits im Vorwort haben wir das Kinderspiel Tier auf Tier empfohlen, welches nach wie vor zu den Top Kinderspielen zählt. Mit Tier auf Tier – Jetzt geht’s richtig rund kommt eine Drehscheibe zum Einsatz. Die Kinder müssen nach wie vor Tiere entsprechend dem Würfelwurf stapeln, doch jetzt wird auch noch die Scheibe gedreht. Eine wackelige wenn nicht sogar zu wackelige Angelegenheit, denn das Stapeln der Tiere stellt eine Herausforderung dar, die manche Kinder schon fast überfordert. Entsprechend schwierig ist es für die jungen Kinder und oft fällt der Tierstapel einfach zu schnell in sich zusammen. Das ist schade, denn die Scheibe bringt Abwechslung in den bisher bekannten Spielablauf von Tier auf Tier. Die Holzscheibe unter der Drehscheibe hätte anders geformt sein müssen, um den Schwierigkeitsgrad in den Grundregeln (in der Variante wird eine Halbkugel verwendet) gering zu halten.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an Haba für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
2 von 10
Welches Tier nimmt man zum Stapeln?
INTERAKTION
3 von 10
Abhängig vom Würfelwurf etwas Einfluss auf den Mitspieler!
GLÜCK
8 von 10
Der Würfel bestimmt die Aktion und dann muss man ggf. noch Stapeln!
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Etwas zu wacklig mit der Holzscheibe!
SPAß
4 von 10
Die Drehscheibe ist einfach zu wackelig!
GESAMT-
WERTUNG:
5/10
In dieser Ausgabe wird auf eine Drehscheibe gestapelt. Für viele Kinder einfach zu schwer, was auch etwas mit dem Material zusammenhängt!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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Sonntag 05.08.2012

Spieltest: Tier auf Tier – Jetzt geht’s richtig rund (Haba)

Nachricht von 22:25 Uhr, Jörg, - Kommentare

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