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Testbericht vom 13.09.2015 - von Andreas

Arler Erde (Fields of Arle)




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2014

Anzahl der Spieler:
1 bis 2 Spieler

Spielzeit:
60 - 120 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 14 Jahre

Durchschnittswertung:
7.5/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 09.11.2014

Essen 2014: Vorstellung von Arler Erde "in Kürze" (Feuerland)

Essen 2014: Vorstellung von Arler Erde "in Kürze" (Feuerland) from Cliquenabend on Vimeo.

Vorwort

Deutschland ist immer noch Brettspielland Nummer, auch wenn andere Ländern sehr aufgeholt haben und auch in Bezug große Messe sehr nah an der Brettspielmesse in Essen sind. Wir haben immer noch die größte Messe, die meisten Verlage und die meisten Autoren und unsere Szene ist Weltbekannt. Wo wir wo gerade von Szene sprechen, es gibt ja seit vielen Jahren immer wieder die Diskussion, dass die Verlage, Autoren und auch die Spieler die Gesellschaftsspiele als Kunstform betrachten so wie auch Gemälde, Filme, Bücher und Comics. Diesbezüglich sind vor allem Autoren wie Friedemann Friese und Uwe Rosenberg mehr als aktiv. So verwunderte es uns nicht, als wir von seinem autobiografischen Spieleprojekt „Arler Erde“ erfuhren. In dem Spiel geht es um Ostfriesland inklusive seines Heimatortes sowie des Heimatortes des Verlegers.
Solltet ihr in naher Zukunft mal nach Arle reisen, werdet ihr vieles im Spiel wiedererkennen. Nun denn schauen wir uns also das epische Workerplacement-Spiel für zwei Personen etwas genauer an.

Spielablauf:

Wie schon zu Agricolazeiten starten wir mit einem kleinen Anwesen (Stall, Getreidefeld, Flachsfeld) inklusive ein paar Vorräten, einem Pferd und natürlich Deichen und unentwässertem Moor. Ziel des Spiels ist es seinen Bestand (Tiere + Besitz) zu vergrößern, seine Familie durch die Jahreszeiten zu bringen und nicht verhungern oder erfrieren zu lassen als auch neues Land zu gewinnen (Deichverschiebung und Moor trocken legen).

Wichtige Rohstoffe sind hierbei vor allem Torf, dass man zum Heizen, Lehmbrennen und als Handelsware verwenden kann. Aber auch sämtliche anderen Gütern wie Getreide, Wolle, Leder, Nahrung, Flachs und Fälle werden ständig benötigt um die Familie zu ernähren und sie weiter zu Kleidungsstücken verarbeitet und sie dann an andere Städte verkauft.

Das Spiel geht über 9 Runden, wobei wir immer zwischen einer Sommer-Runde und einer Winter-Runde abwechseln. Dabei stehen uns genau vier Arbeiter zur Verfügung, die sich hier auch nicht vermehren. Wie man es von Uwe Rosenberg Spielen gewöhnt ist, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten zum Ziel. In der ersten Partie wird man von den Möglichkeiten auch sehr erschlagen, allerdings bildet sich schnell eine Struktur und man wird in folgenden Partien verschiedene Strategien verfolgen können. Gerade durch die immer anderen Gebäudekonstellationen und das belegen der Aktionsplätze gibt es eine neue Spieldynamik.

Die Spieler können sich in den einzelnen Handwerken weiterbilden und so ihre Aktionen verbessern, viele davon bringen auch am Ende Siegpunkte ein, wenn man sie Perfektioniert. Beim Einsetzen der Arbeiter erlangt man durch die eingesetzen Arbeiter neue Güter, neue Gebäude oder Fuhrwerke. Fuhrwerke sind essentiell, da sie die Güter in Städte transportieren, die wiederum Nahrung und Siegpunkte einbringen oder auch die Güter weiter verarbeiten. Die Mechaniken sind schnell erlernt und jeder der Workerplacementspiele kennt sollte sich zurecht finden. Eine Neuerung ist beim Setzen der Arbeiter das einmalige benutzen eines Jahreszeitenfeldes, das gerade nicht verwendet werden darf. Das heißt, dass ein Spieler eine Winter-Aktion im Sommer ausführen darf. Dies ist mir Vorsicht zu genießen, da man damit dem Gegner in der nächsten Runde den Startspieler Vorteil gibt. Allerdings ist es immer wieder von Nöten, da bestimmte Tätigkeiten an eine Jahreszeit gebunden sind.

s Meinung:

Hinter Arler Erde verbirgt sich ein wirklich gutes Workerplacement Spiel für zwei Personen. Die Spielzeit beträgt ca. 2 Stunden. Was erstmal den ein oder anderen abschreckt. Hierzu möchten wir aber erwähnen das es selten vorkommt, dass ein Spiel gefühlt kürzer ist als die Spielzeit vorgibt und wenn dies passiert ist dies ein Anzeichen dafür, dass das Spiel sehr gut unterhält, da die Zeit wie im Pfluge (haha WORTWITZ) vergeht. Sicherlich benötigt nicht jeder Vielspieler dieses autobiografische Brettspiel, aber wer häufig zu zweit spielt und großer Worker Placement Fan ist, kommt hieran nicht vorbei. Die erste Partie solltet ihr dabei immer als Lernpartie ansehen, da es viele verbundene Aktionen und Abhängigkeiten sieht, die man erst im Laufe des Spiels komplett begreift.
Zusätzlich zum Spielvergnügen hat Uwe ein kleines Ostfriesenkompedium von 36 Din-A4-Seiten beigelegt in dem ihr viele Hintergrundinformationen nachlesen könnt. Eine schöne Idee, die wir gerne auch in anderen Spielen sehen würden.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
9/10
Einmal so leben wie ein Rosenberg.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Wann ist ein Spiel mehr Arbeit als Spaß?
Viele der Spiele vom Autor Uwe Rosenberg richten sich an Vielspieler, die mit umfangreichem Regelwerk und komplexen Regeln umgehen können.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als viele Spieler Agricola kauften, aber es im Hinblick auf das „auf den ersten Blick“ komplexe Regelwerk zur Seite legten. Erst später merkten sie bzw. es sprach sich rum, dass für die Familienversion von Agricola vier bis fünf Seiten Regelwerk alle erforderlichen Mechanismen erklärten. Oh, das ist ja gar nicht so schwer!

Mit Caverna kam dann Jahre später der nächste Kracher und viele wusste jetzt nicht ob man denn aufgrund ähnlicher Mechanismen beide Spiele besitzen muss. Auch hierzu habe ich mich in den jeweiligen Berichten geäußert.

Mit Arler Erde glauben viele Spieler, dass es jetzt quasi mit Teil 3 weiter geht, denn hier spielt auch der Ausbau der Landschaft eine Rolle und an Material wurde keinesfalls gespart.
Ein genauer Blick auf das Spiel zeigt aber dann doch einige Unterschiede, denn endlich hat man als Spieler kein Ernährungsproblem und kann mit seinen Arbeitern in Ruhe Entwicklung betreiben.
Bis es aber so weit ist muss man sich sehr intensiv in die Regeln einarbeiten und das ist mir bei Arler Erde überraschend schwer gefallen. Vielleicht liegt es auch daran, dass man gleich mit allen Aktionsmöglichkeiten konfrontiert wird, so dass man am besten mit einer Solopartie startet.

Überraschend ist die Angabe der Spieleranzahl, denn entweder alleine oder zu zweit spielt man eine Partie. Mit mehr Spieler hätte es auch keinen Sinn gemacht zumal zu zweit schon eine Partie bis zu drei Stunden dauert.
Arler Erde ist spannend und hat auch seinen Reiz, doch irgendwie kommt mir der Spaßfaktor etwas zu kurz. Man muss sehr viel überlegen und Verschnaufpausen gibt es keine, zumal von Glück keine Spur zu sehen ist.
In Anbetracht der Fülle an Material und einer geschichtlichen Information des Autors mit 36 Seiten, die vielleicht viele Spieler (leider) gar nicht lesen, ein großes Spiel in einer großen Verpackung.
Der hohe Preis ist absolut gerechtfertigt denn die Box ist bis oben mit Inhalt gefüllt.
Trotz vieler Gefühlsschwankungen ein reizvolles Spiel mit viel Für aber auch Wider!

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
6/10
Viel Arbeit! Reizvoll aber durchaus anstrengend!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder






















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