Noch nicht angemeldet!   |   Neu Registrieren!   |  
   Passwort vergessen?

Testbericht vom 25.09.2013 - von Andreas

Clash of Cultures




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2012

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
240 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

Durchschnittswertung:
8/10 bei 1 Bewertungen



Bestellen





vorstellung vom 05.12.2012

Essen 2012 Neuheit: Clash of Cultures (Z-Man)

Essen 2012 Neuheit: Clash of Cultures (Z-Man) from Cliquenabend on Vimeo.

Kurze Werbepause :-) noch 15 Sekunden

Vorwort:

Auf dem Markt gibt es verschiedene Aufbau- und Zivilisationsspiele. Darunter welche mit sehr einfachen Regeln und mehr oder weniger nur noch dem Zivilisationsthema, wie z.B. „Im Wandel der Zeiten Das Würfelspiel – Bronzezeit“, aber natürlich auch viele weitere. Darunter zähle ich auch eines der besten Gatewayspiele schlechthin „Die Siedler von Catan“.
Aber natürlich gibt es auch viel komplexere und vor allem auch längere Spiele mit deutlich mehr Details, weniger Glücksfaktoren, und vor allem verschiedensten strategischen Möglichkeiten. Der Klassiker schlechthin ist hierbei wohl „Civilization“, welches 2011 in einer neuen Auflage und mit komplett neuen Regeln auf Deutsch erschien. Unser Spieltest zeigt das wir begeistert von der Umsetzung waren (9/10) Punkten, wobei natürlich die Regelfülle und die lange Spieldauer nicht jedem liegt. Aber hey, für das Zielpublikum ist das Spiel ein Knaller.
In Essen 2012 erschien bei Z-Man Games das Spiel „Clash of Cultures“, welches zwar bis heute nur in englischer Sprache erhältlich ist, aber trotzdem in der Szene für Vorfreude sorgte. In vielen Foren fand man Threads wo einer schrieb, das Spiel ist besser als Civilization weil…. Oder ein anderer Clash of Cultures ist schlechter als Civilization weil…..

Wir halten uns aus den Zwistigkeiten heraus, aber nichtsdestotrotz haben wir uns natürlich das Spiel genauer angesehen und in Probepartien seine Qualität getestet….

Spielablauf:

Auf alle Regeln einzugehen macht bei solchen Spielen, wie alle Spieltestleser wissen, keinen Sinn, dafür gibt es viel zu viele Details (die Spielregel umfasst immerhin 23 Seite, wobei auf der letzten Seite nur Varianten vorgestellt werden). Aber einen groben Einblick wollen wir euch schon gönnen.

Wir sind ein neues Volk was von Grund auf neu anfängt. Die Welt, in der wir angesiedelt sind, ist uns nicht bekannt und noch nicht kartographiert, somit müssen wir sie erkunden. Dabei entdecken wir viele interessante Stellen, um weitere Siedlungen zu gründen, aber auch Barbaren, die uns nicht freundlich gesinnt sind und nach einiger Zeit auch andere Rassen, die nicht von hier sind, aber sich auch verbreiten wollen. Mit ihnen können wir handeln, sie ignorieren und unsere Grenzen festigen oder sie auch bekämpfen.

Im Spiel gibt es drei Rohstoffe (Essen, Stein und Holz) sowie zwei spezielle Rohstoffe „Idee“ und „Gold“. Mit diesen können wir unsere Städte ausbauen, unser Volk weiterbilden, Einheiten rekrutieren und ausbilden, sowie kulturell wertvolle und nie vergessene Weltwunder bauen.

Die Spieler besitzen alle ein eigenes Spielertableau, auf dem der Stand unserer Bevölkerung festgehalten wird. So kann man sich in verschiedenen Bereichen wie z.B. Krieg, Wirtschaft, Kultur oder auch den Wissenschaften austoben. Dieses entwickeln verbessert natürlich unsere Aktionen, lässt uns neue Gebäude in unserer Stadt bauen und dient zur strategischen Spielspezialisierung. Einige Entwicklungen haben Abhängigkeiten untereinander und je nachdem wie ich mein Volk entwickle ist es leichter zu bauen, Rohstoffe zu erhalten, zu kämpfen, die Landschaft zu erkunden, und und und…

Wie bei allen Zivilisationsspielen muss ich mich hierbei entscheiden und kann natürlich nicht alle Verbesserungen in einer Partie erlangen. Es heißt also clever agieren und genau überlegen was man für seine Spielweise benötigt.

Eine Stadt besteht aus einzelnen Elementen und kann in der Größe variieren (1-5). Allerdings muss ich mehr Städte gründen, wenn ich größere Städte bauen möchte und auch einzelne Fortschritte auf dem Tableau erreicht haben, um die passenden Gebäude an meine Stadt anzubauen.

Ist man am Zug hat man 3 Aktionen bevor der nächste Spieler dran ist, das wiederholt sich drei Mal, dann ist eine Runde zu Ende und die nächste beginnt. Nach sechs solchen Runden ist das Spiel zu Ende, wenn nicht vorher jemand alle Städte gebaut hat.

Als Aktionen kann man seinen Fortschritt verbessern, allerdings kostet das natürlich den Rohstoff Idee oder Essen. Denn nur wenn sich das Volk nicht mehr dauernd um Nahrung kümmern muss, kann es anfangen die Zeit in andere Dinge zu investieren.

Natürlich kann man auch Städte gründen, hierfür hat man Siedler, die auf einem freien Baugrundstück eine Siedlung gründen können. Allerdings sollte man den Platz auf Grund der Rohstoffe gut wählen und auch auf den Siedler aufpassen, er kann sich nämlich nicht verteidigen und stirbt, wenn er auf fremde Soldaten oder Barbaren trifft.

Wie kommt man jetzt aber zu den Rohstoffen und Siedlern oder auch Armeen und Schiffen? Nun hierfür müssen wir natürlich Steuern eintreiben und je größer die Stadt ist, umso mehr erhalte ich. Allerdings sollte man das in seinem Zug nicht beliebig oft wiederholen, denn das ist schlecht für die Stimmung der Bevölkerung. Ist diese gut gelaunt, produzieren meine Städte nämlich mehr, ist die Stimmung neutral gibt es für uns immerhin noch so viel wie die Stadt groß ist. Ist die Bevölkerung aber schlecht gelaunt, dann produzieren sie nur einen Rohstoff oder eine Einheit. Also aufpassen! Natürlich kann man die Stimmung auch wieder erhöhen, das kostet aber Aktionen und Rohstoffe.

Im Spiel bleibt man auch nicht an einem Fleck, das wäre ja auch noch schöner, immerhin liegen sehr viele Plättchen aus, die alle entdeckt werden wollen. Somit können wir 3 Einheiten bzw. Gruppen bewegen und damit andere Einheiten angreifen oder auch die Landkarte erkunden.

Die letzten zwei Aktionen erhöhen die Stimmung meiner Bevölkerung oder haben kulturellen Einfluss auf fremde Nachbarstädte. So kann ich einzelne Gebäudeteile gegen meine austauschen, was sehr gut ist, denn jedes Gebäude auf den Plan bringt mir Siegpunkte ein.

Pro Runde versucht man hier die Besten Aktionen zu wählen, seine Zivilisation auszubauen und am Ende auch die Zielkarten, die man jede Runde erhält zu erfüllen, denn diese bringen extra Siegpunkte ein und sind somit essentiell wichtig. Steigt der „Launen-„ oder „Kulturmarker“ gibt es auch Ereigniskarten, die sowohl gute wie auch schlechte  Dinge mit sich bringen. Sie sorgen für das nötige Salz in der Suppe und sind sowohl thematisch als auch glückslastig (es kann aber auch ohne sie gespielt werden.).

Zu guter Letzt sollten wir vielleicht noch auf den Kampf eingehen, denn auch dieser ist natürlich nicht so selten. Kämpfen kann ich mit Armeen gegen die Barbaren oder gegen fremde Soldaten, um sie zu behindern, seine Zielkarten zu erreichen oder auch fremde Städte zu erobern (nicht jeder hat Lust alles selber zu bauen und das ein oder andere Weltwunder ist attraktiv genug es zu übernehmen).

##bild18rechts##Der Kampf wird mit Würfeln ausgefochten, wobei man so viele Würfel erhält wie man Einheiten besitzt. Zusätzlich kann jeder Spieler, der sich im Kampf weiter gebildet hat, gewisse Boni erlangen und auch Kampfkarten zur Verbesserung ausspielen. Zur Verteidigung gibt es natürlich auch spezielle Stadtgebäude, die einen Angriff erschweren.

Die Würfel sind ganz normale W6 und man zählt auch wie bei anderen Spielen nicht wie viele sechser oder fünfer man hat. Stattdessen wird die Summe der Würfel durch 5 geteilt und diese Nummer sagt uns wie hoch unsere Treffer sind (z.B. eine 17 sind 3 Treffer, auch eine 19 sind noch 3 Treffer, erst bei einer 20 sind es 4 Treffer). Je nach Trefferanzahl werden Einheiten entfernt und es wird  solange gekämpft bis eine Seite eliminiert ist oder bis sich der Angreifer zurückzieht.

Wird man von den Barbaren angegriffen, greifen diese zum Glück nur einmal an, werden aber im Verlauf des Spiels immer stärker.

Soweit so gut, ihr seht viele Möglichkeiten und viele Details, aber das dürfte reichen um sich einen groben Überblick über das Spielkonzept gemacht zu haben.

Strategie:

Wie auch bei anderen komplexen Aufbau- und Zivilisationsspielen gibt es verschiedene Taktiken und jede Partie sieht anders aus. Gerade das Spielertableau sorgt für viel Varianz, denn die verschiedenen Fortschritte haben unterschiedliche Abhängigkeiten und Stärken. Auch die Weltwunder werden immer zufällig aufgedeckt und so ist durch die Entscheidungsvielfalt der Spieler und die strategische Vielfalt des Spiels jede Partie anders. Parallelen zu Civilization sind hier durchaus zu sehen, wobei hier ein Volk nicht von vornherein mit bestimmten Fortschritten beginnt sondern alle von Level 0 aus starten und sich erst im Verlauf der Partie spezialisieren.

Interaktion:

Ein Spielerzug dauert genau drei Aktionen und das ist gut so, denn die Zeit kann man nutzen um seine Aktionen zu planen. Außerdem hat man immer einen Blick auf die Fortschritte der anderen und ihre Siegpunkte und wird entsprechend kämpferisch oder kulturell eingreifen um besser dazustehen oder sie einzuschränken.

Glück:

Das Spiel hat im Verhältnis zu anderen Zivilisationsspielen einen guten Anteil Glück dabei, denn unter den Ereigniskarten befinden sich auch negative Ereignisse und Städte können von einem Vulkan oder ähnlichem zerstört werden, was allerdings viele Siegpunkte bringt. Dieses Element mag nicht jeder und so gibt es auch auf der letzten Seite gleich als erste Variante die Idee ohne oder nur noch mit freiwilligen Ereigniskarten zu spielen. Die Karten sorgen allerdings auch für Überraschungsmomente und für eine schöne thematische Einbindung.
Andere Glücksfaktoren sind natürlich das variable Spielbrett was immer anders ist und man beim Erkunden mal schlechtere und mal bessere Landabschnitte findet, sowie das Aufdecken der vorhandenen Weltwunder und das Nachziehen der Ziel- und Aktionskarten.

Packungsinhalt:

Das Spiel hat einen stolzen Preis von 70 €, liefert dafür aber eine Menge an Material mit. Es gibt tatsächlich fünf verschiedene gegossene Plastikgebäude und auch die Einheiten Armee, Siedler und Schiffe sehen anders aus.
Die Spielregeln sind lang, lassen aber keine Details aus und man findet leicht den Regelpassus, wenn man mal Fragen im Verlauf der Partie hat.
Nach den ersten zwei Runden hat man den Verlauf komplett verinnerlich, denn er ist sehr intuitiv und man kann das Spiel somit recht schnell genießen.
Ein Manko sehen wir allerdings im Spielertableau, denn einige Fortschritte haben Einfluss auf Aktionen und das ist grafisch nicht hervorgehoben. So heißt es daran zu denken, sonst schwächt man sein eigenes Volk ungewollt. Das wäre sicherlich besser gegangen.
Trotz alledem ist der Preis für dieses Spiel komplett gerechtfertigt und mit normalen Schulenglisch sollte auch jeder die Spielregeln verstehen.

Spaß:

Der Spielspaß war von Gruppe zu Gruppe verschieden. Was klar sein sollte ist, dass man hier genügend Sitzfleisch benötigt und das Spiel nur etwas für erfahrene Spieler ist. Keine Familie wird hier glücklich werden. Unter den Vielspielern gibt es hingegen verschiedene Meinungen und natürlich werden die Partien mit anderen Spielen verglichen, vor allem mit dem König im Ring „Civilization“. Mir persönlich hat das Spiel sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht sagen kann, dass es besser als Civilization ist. Dafür gefällt mir CIV zu gut und hat meiner Meinung nach weniger Glückskomponenten. Trotz alledem ist das Spiel hier zur Genüge anders und viele Spieler waren dem Spiel sehr positiv gewogen.

s Meinung:

Clash of Cultures stößt Civilization nicht vom Thron der Zivilisationsspiele, dafür ist CIV viel zu gut. Allerdings geht es trotzdem einen anderen Weg und ist vom Spielgefühl etwas anderes, auch wenn es thematisch sehr ähnlich ist. Wer Zivilisationsspiele mag sollte auf jeden Fall einen Blick wagen, denn sonst könnte er ein gutes Ziv-Spiel der letzten 6 Jahre verpassen. Wobei viele auf eine deutsche Edition hoffen, die dann vielleicht nochmal redaktionell in Bezug auf das etwas unübersichtliche Spielertableau überarbeitet werden könnte?

Andreas Buhlmann und Bernadette Beckert für cliquenabend.de

Vielen Dank an Z-Man Games für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
8 von 10
Verschiedenste strategische Möglichkeiten.
INTERAKTION
7 von 10
Kämpfe und Behinderung.
GLÜCK
4 von 10
Kampfkarten, Aktionskarten, Ereigniskarten.
PACKUNGSINHALT
8 von 10
Schöne Miniaturen.
SPAß
8 von 10
Für Zivilisationsspieleliebhaber gut geeignet.
GESAMT-
WERTUNG:
8/10
Ein sehr gutes komplexes Zivilisationsspiel für Vielspieler.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder

















Momentan sind zu diesem Spiel noch keine Videos vorhanden.

Ähnliche Spiele

Per Doppelklick auf das Cover könnt Ihr zum Test des ähnlichen Spiels springen:

Leserkommentare

Noch keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben:

Bitte zuerst Registrieren


News

RSS

Aktuelle News

Mittwoch 25.09.2013

Spieltest: Clash of Cultures (White Goblin Games)

Nachricht von 15:59 Uhr, Smuker, - Kommentare

Auf dem Markt gibt es verschiedene Aufbau- und Zivilisationsspiele. Darunter welche mit sehr einfachen Regeln und mehr oder weniger nur noch dem Zivilisationsthema, wie z.B. „Im Wandel der Zeiten... ...

Mittwoch 05.12.2012

Essen 2012 Neuheit: Clash of Cultures (Z-Man)

Nachricht von 22:14 Uhr, Jörg, - Kommentare

Neben den u.g. englischen Infos übersetzt Andreas/Smuker in dem Interview mit dem Autor die Abläufe für Euch ins Deutsche, viel Spaß! From Christian Marcussen, the creator... ...

Weiter zu allen News