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Testbericht vom 23.10.2013 - von Andreas

Potato Man




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2013

Anzahl der Spieler:
2 bis 5 Spieler

Spielzeit:
20-30 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen



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Vorwort:

Die „Solanum tuberosum“ ist eine Nutzpflanze der Nachtschattengewächse wie auch die Tomate, die Paprika oder auch der Tabak. Von ihr werden weltweit etwa 300 Millionen Tonnen geerntet und damit ist die Grundbirne, die auch Erdapfel oder schlicht und einfach Kartoffel genannt wird (was sich übrigens vom italienischen Wort für Trüffel „tartufolo“ ableitet), das viertwichtigste Nahrungsmittel der Welt. Wir deutschen lieben diese Knolle und viele Hauptspeisen und Beilagen, wie z.B. die Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Kartoffeln mit Quark, Kartoffelbrei oder auch die Rösti, werden aus ihnen hergestellt. Wenn man jetzt dieses kulinarische Gut mit einem Spieleklassiker der Deutschen, wie dem Stichspiel, vermischt erhält man natürlich was gänzlich Neues, was sicherlich den Germanen Gaumen zu gefallen weiß. Genau dies hat Zoch mit Potato Man getan und wir haben uns das Knollenspiel natürlich mal gehörig munden lassen.

Spielablauf:

Beim Stichspiel gibt es meistens vier bekannte Grundregeln. Als erstes muss man eigentlich bei fast allen Stichspielen Farbe bekennen, das heißt man muss die erstangespielte Farbe eines Stiches weiter bedienen, wenn man diese hat. Diese Regel wird bei Potato Man gebrochen und ins komplette Gegenteil umgewandelt. Tatsächlich muss man hier eine Farbe spielen, die bisher noch nicht im Stich gespielt wurde.
Die Zweite wichtige Stichregel besagt, dass derjenige mit der höchst Karte der angespielten Farbe den Stich gewinnt. Natürlich muss diese Regel hier etwas anders lauten, da ja der Farbbedienzwang hier nicht vorherrscht. Somit gewinnt zwar die höchste gespielte Karte, aber die Farbe ist dabei ganz egal.
Die Dritte Regel ist von Stichspiel zu Stichspiel unterschiedlich und wird sich meist mit dem umgangssprachlichen Satz „Mit ist Shit“ oder „Mit ist nicht Shit“ gemerkt. Es wird hier also bestimmt ob bei zwei gleichhohen Karten die erste oder die zuletzt gespielte Karte den Stich gewinnt. Beim uns vorliegenden Knollenspiel setzt man ganz auf die letzte Karte die die Höherwertige darstellt.
Zu guter Letzt, folgt die letzte sehr bekannte Stichregel, wer den letzten Stich gemacht hat beginnt mit dem Ausspielen des neuen Stiches, dies wurde klassisch beibehalten.

Soweit so gut, aber ein wenig Pfeffer fehlt in der Knollensuppe und deswegen gibt es noch ein paar kleine Gewürze und Änderungen die gut abgestimmt dazu gegeben wurden. Zum einen sind die vier Farben mit unterschiedlichen Wertigkeiten ausgestattet und man erhält nach einem gewonnen Stich eine „Sackkarte“ der Farbe mit der man den Stich gewonnen hat. Hierbei zählt Rot am Ende nur einen Sack-Punkt, da diese Farbe auch die höchsten Karten (18 und 17) besitzt, danach folgt Blau (2 Säcke), Grün (3 Säcke) und Gelb (4 Säcke). Schafft man es in einer Farbe einen Stich zu erhalten, dessen Sackkarten (es gibt jeweils drei Stück) schon alle vergeben sind, darf man sich eine goldene Sackkarte nehmen, die glatte 5 Punkte einbringt.

Zu guter Letzt gibt es auch noch zwei Spezialkarten nämlich Evil Potato (Rot Karten mit Wert 16-18) und Potato Man (Gelbe Karten mit Wert 1-3). Sollte eine Evil Potato Karte im selben Stich sein wie der Potato Man gewinnt den Stich der Spieler der Potato Man gespielt hat. Recht fies, aber es sorgt für Stimmung und für ein nicht zu unterschätzendes Risiko, wenn man mit einer sehr hohen Karte schon recht früh im Stich auftaucht.

Eine Spielrunde ist beendet sobald jemand keine andere Farbe in den Stich spielen kann oder alle Karten gespielt wurden. Die Sack-Punkte werden aufgeschrieben und es werden so viele Runden gespielt wie Spieler teilnehmen. Wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt.

Strategie:

Potato Man ist ein sehr einfaches Stichspiel, welches aber gerade durch die zwei Kniffe mit den Sackverteilungen und der Potato Man Karte in Verbindung mit dem Zwang eine andere Farbe auszuspielen, sehr gut harmoniert. So kann man sich bei hohen Werten nicht sicher sein, dass man den Stich erhält, wenn man nicht auf einer hinteren Position sitzt. Auch ist es viel attraktiver mit niedrigeren Karten Punkte zu ergattern, denn das bringt mehr Punkte ein und zu guter Letzt kann man durch den umgekehrten Farbzwang Mitspieler schön ärgern und die Spielrunde frühzeitig taktisch beenden.

Interaktion:

Wie bei anderen Stichspielen ist die Interaktion hierbei vergleichbar. Die Spieler zählen für sich hoffentlich die Karten mit, was nicht essentiell ist - aber natürlich taktisch verwendet werden kann, und ärgern die Mitspieler durch bestimmte angespielte Farben und Kartenwerte.

Glück:

Der Glücksfaktor ist je nach Rundenzahl und Position im Stich mal größer und mal kleiner. Zu Beginn sind natürlich sehr viele Karten verteilt und man sollte damit rechnen, dass ein Potato Man früh gespielt werden kann. Sitzt man als letzter im Stich hat man natürlich die beste Kartenauswahl und kann den Stich gut zu sich holen. Der Glücksfaktor ist also mit Stichspielen wie Wizard oder ähnlichen vergleichbar, wobei man ihn durch Kartenmitzählen dezimieren kann.

Packungsinhalt:

Die Illustrationen von Victor Boden wirken neckisch und attraktiv, der Evil Potato hält z.B. einen Kartoffelschäler in der Hand und Potato Man hat eine Art Superman Kostüm an, aber auch die anderen Kartoffeln sind schön illustriert. Die Spielregeln sind einfach und klar formuliert und der Preis von ca. 6 € im Onlinehandel ist sehr attraktiv.

Spaß:

Potato Man füllt die Lücke der guten Familienstichspiele gut aus, es ist nicht so grüblerisch und taktisch wie andere Stichspiele, sorgt aber durch seine Regeln für spannende und lustige Kartoffelrunden.

s Meinung:

Mit Potato Man hat man ein lustiges Thema auf ein interessantes Familienstichspiel gelegt. Meist sind Stichspiele sehr grüblerisch und man sollte Karten mitzählen um taktisch zu agieren. Bei Potato Man ist dies nicht unbedingt von Nöten, wobei es natürlich seine Vorteile mit sich bringt. Durch die zusammen hängenden Regeln, kann man durch den „Farbzwang“ seine Mitspieler gut ärgern oder auch eine Spielrunde taktisch schnell beenden, wenn man schon einige Sackpunkte eingeheimst hat. Im Großen und Ganzen gefällt uns das Knollenstichspiel gut und erheitert sicher sowohl Stichspielliebhaber-Runden, als auch Familien die bisher kaum oder noch gar keine Stichspiele gespielt haben.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

Vielen Dank an den Zoch Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
3 von 10
Andere Taktiken als beim herkömmlichen Stichspiel.
INTERAKTION
4 von 10
Farbzwang mal anders.
GLÜCK
5 von 10
Je nach Stichposition mal höher und mal niedriger.
PACKUNGSINHALT
7 von 10
Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.
SPAß
6 von 10
Sowohl für Familien als auch Kartenspielfans gut geeignet.
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
Interessantes und erfrischend anderes Stichspiel für Jedermann.
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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Mittwoch 23.10.2013

Spieltest: Potato Man (Zoch)

Nachricht von 20:22 Uhr, Jörg, - Kommentare

Die „Solanum tuberosum“ ist eine Nutzpflanze der Nachtschattengewächse wie auch die Tomate, die Paprika oder auch der Tabak. Von ihr werden weltweit etwa 300 Millionen Tonnen geerntet... ...

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