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Testbericht vom 17.03.2012 - von Jörg

Santiago de Cuba




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2011

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
40 - 60 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
7/10 bei 2 Bewertungen



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vorstellung vom 18.11.2011

Die Spiel - Essen 2011: Santiago de Cuba (eggertspiele)

Vorwort:

Mit dem Spiel Cuba und der Erweiterung El Presidente hat Eggertspiele ein wirklich attraktives Familien- und Vielspielerspiel produziert, was nach wie vor gerne auf unserem Spieltisch landet. Mit Santiago de Cuba will man nun diese Reihe als eigenständiges Spiel fortführen und orientiert sich dabei insbesondere an die Familienspieler. Bereits Mitte des Jahres 2011 konnten wir erste Partien, damals noch auf ausgedruckte Papier und einlaminiert, ausprobieren. Zur SPIEL 2011 erschien das Spiel dann offiziell und erinnert bereits grafisch an die vorherigen Ausgaben. Was das Spiel zu bieten hat, verraten wir euch im folgenden Bericht.

Ziel des Spiels:

Santiago de Cuba ist die zweitgrößte Stadt auf Cuba. In den Straßen, aber auch Gebäuden herrscht lebhaftes Treiben und am Hafen wartet bereits ein Schiff auf Waren, um endlich ablegen zu können. Die Spieler müssen als Kaufleute ihren Einfluss kundtun, Geld sinnvoll investieren und die wechselnde Kombination zwischen Gebäude und Bewohner ausnutzen, um an Ende mit den meisten Punkten zu gewinnen.

Spielaufbau:

Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt und die Gebäude- und Cubanerplättchen beliebig auf die vorgegebenen Felder verteilt. Das Auto platziert man am Hafen und das Schiff auf das erste der insgesamt sieben Felder. Den Warenmarker stellt man auf die Siegpunktmarkierung „2“ und die Spieler erhalten Geld, Spielfigur, Besitzmarker, Siegpunkte und Waren gemäß Vorgabe.

Ein Spieler nimmt sich die Würfel und würfelt. Vier der fünf Würfel legt er auf die Warennachfrage und so erkennt jeder Spieler aufgrund des angezeigten Wertes die Anzahl benötigter Waren. Den fünften Würfel legt man für diese Runde zur Seite.

Spielablauf:

Es wird reihum gespielt. Der aktive Spieler muss das Auto im Uhrzeigersinn vorwärts ziehen. Das nachfolgende Feld ist kostenlos und jedes weitere übersprungene Feld kostet 1 Pesos. Beendet man seinen Zug vor einem Cubaner, bekommt man Waren, Siegpunkte oder Geld. Im „gelb“ markierten Hafenfeld löst man die allgemeine Warenlieferung aus.
Zieht der Spieler auf ein Cubanerfeld muss er seine Spielfigur auf ein Gebäude mit der passenden Blumenfarbe stellen. Gebäude, die bereits durch Mitspieler belegt sind, dürfen dabei nicht genutzt werden. Anschließend darf der Spieler die Funktion des gewählten Gebäudes nutzen (Ausnahme: Hafen).
Die einzelnen Plättchen werden auf einer Übersicht noch einmal dargestellt.
Auf ein spezielles Plättchen wollen wir aber noch eingehen, denn bei „Alonso“ hat der Spieler die Möglichkeit, ein beliebiges Gebäude in Besitz zu nehmen (mit Hilfe des Besitzmarkers) oder kann die Funktion eines Gebäudes nutzen, welches er bereits in Besitz genommen hat. Besuchen im weiteren Spielverlauf Mitspieler dieses Gebäude, bekommt man einen Siegpunkt aus dem Vorrat! Die einzelnen Gebäude werden ebenfalls auf einer Übersicht angezeigt. Die Symbole auf den Plättchen (vgl. beigefügten Bilder im Test) erklären sich aber meist von allein.

Irgendwann hat man die erforderlichen Waren zusammen und steuert (je nach Situation und Spielverlauf) direkt auf das Hafenfeld. Damit wird eine Lieferrunde gestartet und alle Spieler können Waren auf das Schiff laden. Angefangen bei diesem Spieler liefert er jeweils eine Warensorte, die in den Vorrat gelegt werden. Abhängig vom Siegpunktmarker (anfangs auf der „2“) bekommt der Spieler Siegpunkte ausbezahlt. Wer nicht liefern will oder kann, passt.
Ist die Nachfrage aller Waren erfüllt (alle Würfel auf dem Wert 0) folgt die nächste Runde und das Schiff wird um ein Feld weiter gezogen. Mit jedem neuen Schiff rückt auch der Warenwertmarker auf das Feld „2“. Der Spieler, der die Abfahrt des Schiffes ausgelöst hat, nimmt sich die fünf Würfel und legt nach dem Wurf vier Würfel auf die Nachfragefelder.
Ist die Nachfrage noch nicht erfüllt, bleibt das Schiff im Hafen und der Warenwertmarker wird um ein Feld nach rechts gezogen. Erreicht der Marker die karierte Flagge, läuft das Schiff sofort aus.
Gerne wird aber auch das Hafenfeld übersprungen (z.B. hat der aktive Spieler keine passenden Waren) und dann findet keine Lieferrunde statt. Allerdings wird auch hier der Warenwertmarker um ein Feld nach rechts gezogen.
Holz bildet eine besondere Warensorte, welches immer auf das Schiff geladen werden kann. Anstelle einer nachgefragten Warensorte liefert man es aus und erhält unabhängig von der Position des Warenwertmarkers immer nur einen Siegpunkt für jedes Holz.
Das Spiel endet sofort mit der Abfahrt des 7. Schiffes.
Für je drei Waren gibt es jeweils noch einen Siegpunkt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Strategie:

Durch die immer wieder neue Auslage der Plättchen kann man sich nie eine einheitliche Strategie zu Recht legen. Dennoch sollte man auf manche Plättchen wie dem oben aufgeführten „Alonso“ achten, um mit diesem Zug und gerade in voller Spielbesetzung Besitzplättchen zu platzieren.
Viel wichtiger als Gebäude und Cubaner sind die Waren, die man wirklich nie aus dem Auge verlieren sollte. Gerade zu Zweit kann man so immer erkennen, welche Waren der Mitspieler hat. Aber auch mit mehr Spielern kann man gut abschätzen, ob ein Spieler eine Warenlieferung durch das Hafenfeld ansteuert. So dreht das Auto auch gerne noch einmal oder sogar ein weiteres Mal seinen Kreis, was nicht jedem Spieler gefallen dürfte.

Interaktion:

Mit einigen Plättchen kann man die Mitspieler schon etwas ärgern. Sei es durch die Abgabe von Waren/Plättchen/Geld oder einfach durch das Umdrehen des Würfels auf 0. Gerade in voller Runde ist doch etwas mehr Interaktion vorhanden, was sich durchaus positiv auf den Spielspaß auswirkt.

Glück:

Etwas Glück gehört schon dazu, denn nicht immer landet das Auto zum gewünschten Zeitpunkt im Hafen. Entweder verfügt man dann über die entsprechenden Waren oder muss die Runde einfach als „Nullrunde“ abhaken. Naja, zum Glück gibt es sieben Runden, denn nicht jede Schiffsausfahrt verläuft so wie gewünscht. Zudem weiß man nie, ob ein Spieler vor einem gleich mehrere Felder überspringt und einem so die erhoffte Zugaktion zunichte macht.
Durch das immer wieder neue Platzieren der Plättchen entwickeln sich immer neue Runden, die lediglich zu Zweit von nicht all zu hohem Glücksfaktor geprägt sind.

Packungsinhalt:

Angelehnt an die Cuba Reihe gefällt uns diese Illustration wirklich sehr gut. Lediglich die winzigen Sichtschirme hätten etwas größer sein können. Die Anleitung ist gut strukturiert und bereits nach kurzem Lesen der Anleitung kann eine Partie beginnen. Der Preis mit ca. 20 Euro geht in Ordnung.

Spaß:

In den letzten Wochen und Monaten war dieses Spiel eigentlich immer Gesprächsthema in diversen Foren im Internet und immer wieder stellte sich die Frage, ob Santiago de Cuba auch Vielspieler gefallen könnte.
Um gleich die Antwort zu geben: Ja, zumindest uns gefällt es!

Dazu muss man eigentlich etwas ausholen und Cuba als großes Brettspiel betrachten. Bereits hier haben wir die Abläufe mit der Erweiterung genossen und gerade zu ideal hat man den Übergang zu Santiago de Cuba gefunden. Dabei spielen die Würfel nur im Hinblick auf die Warennachfrage eine Rolle, denn die Vielzahl an Plättchen und deren Nutzung entscheiden über Sieg und Niederlage.
Dabei stellt sich die Frage, ob es starke und schwache Plättchen gibt?
Eine schwere Frage, die aufgrund der unterschiedlichen Spieleranzahl und der immer wieder neuen Auslage der Plättchen kaum zu beantworten ist. Natürlich entwickelt man Vorlieben für bestimmte Plättchen, doch auf Dauer und je nach Spielerlauf muss man sich immer wieder neuen Gegebenheiten unterordnen. Was zu sich zu Zweit eher taktisch aber immer noch gut spielt, kann nicht mit Partien zu Dritt und zu Viert verglichen werden.
Hier kommt das Spiel wirklich gut zum Vorschein und macht uns nach etlichen Partien immer noch Spaß!

s Meinung:

Nach dem erfolgreichen Spiel Cuba geht es mit Santiago de Cuba in ein neues Abenteuer. Die Vielzahl an Plättchen sorgt für unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten, doch das Sammeln von Waren und deren Abgabe sollte zum richtigen Zeitpunkt erfolgen.
Keine leichte Aufgabe und viele Spieler sind von der Vielzahl an Möglichkeiten erst einmal geblendet. Durch die immer wieder neue beliebige Auslage der Plättchen gleicht kein Spiel dem vorherigen, so dass man sich immer wieder neu orientieren muss. Als Familienspiel, welches durchaus auch bei Vielspieler Anklang findet, spielt es sich einfach und flüssig. Viel zu überlegen gibt es nicht, zumal auch der Glückstaktor eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Eine insgesamt gelungene Fortsetzung, die hoffentlich weiter geführt wird.

Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de

Vielen Dank an Pegasus Spiele für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

STRATEGIE
6 von 10
Den Blick auf die Waren nicht verlieren!
INTERAKTION
3 von 10
Mit mehr Spielern durchaus höher!
GLÜCK
6 von 10
Zu Zweit geringer!
PACKUNGSINHALT
8 von 10
Preis und Qualität stimmen!
SPAß
7 von 10
Durch immer neu platzierte Plättchen auch auf Dauer attraktiv!
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
"Tolle Illustration! Einfacher und dennoch attraktiver Mechanismus, der nicht nur Familien gefällt."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Cuba von Stefan Stadler und Michael Rieneck fand bei vielen Vielspielern großen Anklang und auch meiner Meinung nach ist es ein sehr gutes Vielspielerspiel. Nach diesem Erfolg erschien das Kartenspiel Havanna, welches von Reinhard Staupe entwickelt wurde und von Eggertspiele themetisch platziert wurde. Dieses lag mir und unseren meisten Testern leider überhaupt nicht. Nun folgt das dritte Spiel der thematischen CUBA Reise nämlich "Santiago de Cuba". Bereits der Prototyp hatte uns sehr viel Spaß bereitet und auch das fertige Spiel trifft komplett meinen Geschmack und kommt auch in unseren Testspielrunden gut an. Hierbei handelt es sich um ein Familienspiel mit einem erheblichen Glücksfaktor und vor allem auch einen hohen Ärgerfaktor. Ständig interagiert man mit den anderen Spieler durch seine Aktionen. So nimmt man bestimmte Personen- oder Gebäudefunktionen ein, überspringt Plättchen, dreht Plättchen um und/oder sorgt dafür das ein Schiff gewertet oder nicht gewertet wird. Je mehr Spieler umso höher der Glücksfaktor, aber auch umso höher der Spaßfaktor. Wie Jörg schon sagte ist es zu Zweit sehr taktisch, aber das passt meiner Meinung nach nicht zu diesem Ärgerspiel. Bei einer 4rer Partie bin ich jedoch sofort dabei. Einziges Manko des Spieles sind die zu kleinen Sichtschirme, hier hätte die Redaktion wirklich nachbessern sollen. Ansonsten kann ich das Spiel jedem Familienspieler der Ärgerspiele mag nur wärmstens empfehlen.

STRATEGIE
2 von 10
Je mehr Spieler umso glückslastiger.
INTERAKTION
5 von 10
Wegnehmen von Aktionen und Gebäuden.
GLÜCK
7 von 10
Je mehr Spieler umso höher.
PACKUNGSINHALT
6 von 10
Schöne Illustrationen, Sichtschirme leider zu klein!
SPAß
7 von 10
Zu viert ein wirklich toller Ärgerspaß.
GESAMT-
WERTUNG:
7/10
"Ein einfacheres Eggertspiele Spiel und somit wunderbar für Familien mit Ärgerspielpotential geeignet."
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

Bilder












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Cliquenabend Mallorca 2011: Santiago de Cuba (eggertspiele / Pegasus Spiele)


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