Testbericht vom 01.09.2015 - von Jörg

Arcadia Quest




Details


Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2014

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
60 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 14 Jahre

Durchschnittswertung:
6/10 bei 1 Bewertungen



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Vorwort

Liegt es an den tollen Miniaturen oder sind es die attraktiven Spiele wie beispielsweise Zombicide, die dazu führen, dass man sich jetzt fast jede Neuheit aus dem Hause „cool mini or not“ (Vertrieb über asmodee) anschaut?

Fast jedes Spiel bringt auf der Kickstarter-Plattform sechs- und teilweise auch siebenstellige Summen hervor und kurze Zeit später erscheint das Spiel auch im deutschsprachigen Handel.

So war die Freude groß, als asmodee auch die deutsche Version von Arcadia Quest veröffentlichte. Der Anblick der durchaus großen Miniaturen in einer riesen Box verschlägt einem fast die Sprache. Jetzt muss nur noch der Ablauf vielsprechend und spannend sein!

Spielablauf:

Arcadia Quest entpuppt sich recht schnell als Kampagnenspiel, welches als optionale Möglichkeit einen Episoden-Modus für das Spielen eines einzelnen Szenarios bereithält. Die Spieler schlüpfen jeweils in die Rolle von drei Helden, welche sie im Spielverlauf kontrollieren. Die Gilden der einzelnen Spieler konkurrieren mit anderen Gilden der Mitspieler sowie den Gegner/Monster auf dem Spielplan.
Aufgabe der Spieler ist es Questen zu erfüllen, um ihre Helden weiterzuentwickeln, denn im Endkampf erwartet die Spieler durch Graf Zahn eine nicht immer lösbare Aufgabe.

So wählt sich der Spieler zu Beginn erst einmal drei Helden aus, welche über die gesamte Kampagne hinweg genutzt werden. Ein Austausch ist nicht möglich!
Auf dem Gildenplateau jedes Spielers (seiner Gilde) werden dann die Ausrüstungen (z.B. Anfangswaffen) platziert. Jeder Held besitzt Lebenspunkte, ein Talent und eine Verteidigung (Würfel bei Kämpfen).

Mit diesem Wissen wählt man ein Szenario aus. Wie anfangs erwähnt wird das Spiel streng genommen als Kampagne gespielt. Dabei sind im sogenannten „äußeren Kreis“ drei von sechs möglichen Szenarien zu bestehen. Im Anschluss folgt der „innere Kreis“, bei dem es gilt zwei von vier Szenarien abzuschließen. Erst dann erfolgt der finale Entscheidungskampf.

Der Szenarioaufbau (separate Anleitung) wird schnell erklärt und ist je nach Erfahrung in 5 bis 10 Minuten erledigt. Es gibt diverse Spielplanteile, offene und geschlossene Türen, Portale, Plättchen und natürlich Monster. Alles wird wie dargestellt platziert. Die erforderlichen Questen (welche man erfüllen muss) legt man griffbereit daneben. Dabei müssen je nach Spieleranzahl SGS (Spieler gegen Spieler) und SGU (Spieler gegen Umgebung) Questen erfüllt werden. Man spielt somit nicht nur gegen seine Mitspieler sondern muss auch Anforderungen der Spielumgebung (z.B. Monster) erfüllen.

Im Spielverlauf entscheidet sich ein Spieler immer für die Aktivierung eines Helden oder für die Ruhephase seiner Gilde.

Aktiviert er einen Helden bewegt er diesen (3 Bewegungspunkte) und führt im Anschluss oder davor einen Angriff durch. Bei der Bewegung orientiert man sich an freien Feldern, nutzt Portale oder öffnet bzw. schließt Türen. Beim Kämpfen wird zwischen Nah- und Fernkampf unterschieden was dank zweier Symbole recht schnell klar ist. Zudem zeigen die Waffen der Spieler an, ob es sich um eine Fern- oder Nahkampfwaffe handelt. In vielen Beispielen werden dabei Beispiele angezeigt wie ein solcher Kampf (durch Würfel) stattfindet.

Der Spieler kann aber auch die Ruhephase wählen, um Karten zu reaktivieren (die in Kämpfen genutzt wurden), Ausrüstung neu zu ordnen (neue Unterteilung zwischen den Helden) oder Helden wiederzubeleben. Ja, Helden können sterben doch in der Ruhephase werden sie zu neuem Leben erweckt.

Früher oder später erfüllt man die erforderlichen Questen und freut sich endlich die Belohnungen in Form von Münzen ausgeben zu können. Je nach Szenario/Stufe sucht man sich neue Karten heraus, um seinen Helden noch stärker werden zu lassen. Stirbt man während eines Szenarios muss man je nach gezogenem Todesfluch mit einem Nachteil leben den man aber durch individuelle Plättchen im Spiel wieder loswerden kann.

s Meinung:

Das waren sie auch schon, die Regeln in aller Kürze, denn ins Detail einzugehen macht wenig Sinn.
Wie bereits im Spielbericht angeklungen ist Arcadia Quest ein Kampagnenspiel, in dem nach jedem erfolgreich abgeschlossenen Szenario der Erfolg der Held auf einem Blatt „abgespeichert“ wird. Erst am Ende der Kampagne wird man erkennen, wer denn jetzt als Sieger aller Szenarien hervorgeht.
All das bringt Vor- und Nachteile, wobei ich erst die positiven Aspekte des Spiels nennen will.

Als alter Heroquest Fan finde ich persönlich schnell Zugang zum Spiel und großen Gefallen an den Miniaturen. In einer großen Schachtel, manch einem etwas zu groß, findet alles seinen Platz und dank einer Vielzahl an Szenarien besteht genug Auswahl für etliche Partien.
Da man immer drei Helden in einer Kampagne verwendet und es aber bei weitem mehr Helden in diesem Spiel gibt, macht es Spaß immer neue Helden und deren Talent in der Praxis und neuen Partien (Kampagnen) auszuprobieren.
Anstatt allerdings nur einem Helden seine volle Konzentration zu widmen muss man alle drei Helden und damit seine Gilde im Blick haben. Durch Ruhephase und der Möglichkeit Karten zu tauschen ist man aber sehr flexibel und kann sich schnell den aktuellen Szenariogegebenheiten anpassen. Eine Besonderheit sind die Questen, die von dem Spieler nicht nur fordern andere Gilden und somit Mitspieler zu bekämpfen sondern auch individuelle Aufgaben (z.B. Besiegen von Monstern) verlangen.
Die hierbei verwendete Anleitung ist trotz der Vielzahl an Seiten sehr übersichtlich und der Ablauf überraschend schnell verinnerlicht. Recht schnell kann man in eine Partie einsteigen, die nach wenigen Runden zu ersten Kämpfen untereinander führen. Genau diese Schnelligkeit der Umsetzung und der immer wieder vorhandene Kampf gefällt insbesondere Jugendlichen ab etwa 10 Jahre sehr gut. Da man trotz eines Rückschlages (Tod) wieder auferstehen ist der Frustfaktor sehr gering.
Überraschend kurz ist auch die Spielzeit einzelner Szenarien, bei denen der Aufbau manchmal länger dauert als eine Partie. So etwas kann man aber auch negativ empfinden!
Die Vielzahl unterschiedlicher Entwicklungskarten sorgt für Spannung, wobei man den verbundenen Glücksfaktor nicht überschätzen darf.

Damit bin ich auch bei den negativen Aspekten angelangt. Der Glücksfaktor durch Würfeln und dem abschließenden Einkauf neuer Karten ist mir persönlich etwas zu hoch. Hat man Pech, sterben einige Helden gleich mehrfach, wobei man sich durch Portale und andere Mechanismen recht schnell wieder ins Spielgeschehen herantasten kann. So schön die Thematik auch umgesetzt wurde wirkt das Ganze etwas abstrakt und trotz der tollen Miniaturen etwas zu nüchtern. Zum Beispiel hätte ich mir mehr Abwechslung bei den Spielplanteilen (Feldern) und einzelner Questen gewünscht. Durch immer wieder neu platzierte Karten auf der Gilde und dem Hin- und Hertauschen ist es aber schier unmöglich den Überblick über fremde Gilden zu behalten und genau diese bzw. einzelne Helden gilt es je ja zu bekämpfen.
Gerade die ersten zwei gespielten Szenarien sind wichtig, denn verschläft man den Start einer Kampagne, wird es schwer gegen gut ausgerüstete Gilden bzw. Helden der Mitspieler zu kämpfen. Gerade in Runden zu viert muss man dann quasi das eine oder andere Bündnis gegen einen Mitspieler abschließen.
Als Kampagnenspiel muss man auch viel Zeit mitbringen und dabei ist es wichtig, dass immer die gleichen Spieler am Tisch sitzen. Will man nur eine oder zwei Partien zu zweit oder mit mehr Spielern absolvieren sollte man eher den Episoden-Modus wählen und nach jedem Szenario einen Sieger küren. Trotz der ständigen Prügelei untereinander habe ich mir einen höheren Spielspaß versprochen, zumal das Spiel ja optisch klasse erscheint. Allerdings sind mir persönlich einige Szenarien zu ähnlich und spielen sich nicht attraktiv genug. Nach etlichen Partien betrachte ich Arcadia Quest als witziges Haudraufspiel, bei dem man den Kampf (Glück durch Würfel) und das Entwickeln einzelner Helden nicht unterschätzen darf. Die Regeln sind recht schnell verinnerlicht, doch es benötigt zwei bis drei Partien bis man alles richtig verstanden und korrekt umgesetzt hat.

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
6/10
Geniale Miniaturen, doch spielerisch habe ich etwas mehr erwartet!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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