Testbericht vom 22.04.2010 - von Jörg
Eclipse
Verlage:
Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2009
Anzahl der Spieler:
2 Spieler
Spielzeit:
20 Minuten
Altersfreigabe:
Frei ab 8 Jahre
Durchschnittswertung:
7/10 bei 1 Bewertungen
Eclipse ist eine weitere Neuheit des Gigamic Verlags in 2009. Dabei ist das Spiel nicht neu, denn es wurde bereits unter dem Namen „The Ball and Chain Game“ veröffentlicht. Damals noch mit weißen und schwarzen Figuren erinnerte es sehr stark an Abalone. Raffiniert wirkt es vor allem durch die Ketten die immer zwei Kugeln miteinander verbinden. Hinzu kommt, dass diese noch unterschiedlich lang sind und man so mit seinen Zügen unberechenbar wird. Ja liebe Leser, vor uns liegt ein abstraktes Denkspiel, das mit schönen braunen Kugeln für Aufsehen sorgt. Ob sich allerdings hinter diesem Geflecht an Kugeln und Ketten ein gutes Spiel verbirgt erklären wir euch jetzt.
Ziel des Spiels:
Den Kometen des Gegners blockieren, oder wie wir sagen, die dicke runde Kugel des Gegners bewegungsunfähig machen.
Spielaufbau:
Jeder Spieler wählt eine Farbe und stellt bzw. legt anschließend seine Kugeln wie in der Abbildung angegeben in die Vertiefungen des Spielbretts.
Spielablauf: Der Spieler mit den hellen Figuren beginnt und bewegt dabei
>einen seiner Satelliten (das sind die Kugeln mit einer Kette verbunden) soweit die Kette reicht (die zweite Kugel muss liegen bleiben)
>den Kometen (große Kugel ohne Ketten) auf ein freies angrenzendes Feld Durch diese Bewegung können sich Ketten (des eigenen oder fremden Spielers) behindern. Wird dabei eine fremde Kette „überdeckt“ darf der Spieler sich nicht mit diesen Kugeln bewegen bis die Kette wieder freiliegt. Kometen können über die eigene aber nicht über die fremde Kette ziehen.
In jedem Zug muss der Spieler in der Lage (auch „virtuell“) seinen Kometen zu bewegen. Ist der Komet blockiert hat dieser Spieler verloren.
Strategie:
Es gibt viele Spieler die gehen gleich mit ihren beiden langen Ketten in die Offensive um den gegnerischen Kometen zu blockieren. Dieses Vorgehen ist gerade bei Spielern beliebt die ihren ahnungslosen Mitspieler gleich zeigen wollen wie schnell man Eclipse verlieren kann. Sind beide Spieler gleich stark nähert man sich gleich von beiden Seiten schnell aneinander und oft werden die Ketten bzw. Satelliten des Mitspielers anschließend blockiert. Dann muss man auf seinen Nachschub vertrauen und nicht selten den eigenen Kometen alleine zurücklassen. Das wir nur gefährlich wenn sich der Mitspieler diesem nähert. Aus einer gewünschten Offensive folgt dann sehr schnell die Defensive. Wichtig ist allerdings das Gefühl für die Satelliten zu bekommen, insbesondere wie weit ihre Ketten reichen. Nach zwei bis drei Runden ist diese kleine Hürde überwunden und die Taktik spielt noch eine größere Rolle.
Interaktion:
Auf Konfrontationskurs bewegen sich die Kugeln der beiden Spieler aufeinander. Von Freundschaft kann keine Rede sein, insbesondere wenn die Satelliten durch Ketten bewegungsunfähig werden. Doch irgendwann muss auch dieser Bann sich wieder lösen sofern der Spieler diese Kugeln für weitere Bewegungen benötigt. Der Kommunikation schaden solche Aktionen nicht, schließlich hat sich der Spieler oft selbst in eine solche missliche Lage gebracht. Dadurch sinken aber nicht unbedingt die Siegchancen, schließlich hat jeder Spieler ausreichend Satelliten zur Verfügung um weiter zu agieren.
Glück:
Mit Glück hat Eclipse nicht viel zu tun, zumal man oft sehr viele Aktionsmöglichkeiten hat um den Gegner in die Enge zu führen. Überlegtes Vorgehen, Zug für Zug, lautet die Devise. Nur wenn man einen Fehler macht kann sich der Mitspieler glücklich schätzen!
Packungsinhalt:
Die braunen dunklen und hellen Farben kennt man bereits aus diversen anderen Spielen des Gigamic Verlags. Auch die Spielschachtel passt sich diesem Design an. Hinzu kommt die edle Holzausführung und die Ketten welche die Kugeln miteinander vereinen. Man hat sich sehr viel Mühe gegeben und auf große Anleitungen verzichtet. Die Regeln sind einfach und somit hat man diese auch kurz gehalten. Für einen Preis von 20 bis ca. 25 Euro kann man das Spiel kaufen was absolut fair ist.
Spaß:
Wir haben jetzt bestimmt schon 40 oder 50 Partien gespielt und der Spielreiz ist immer noch sehr hoch. Selten bleibt es bei einer Partie, drei oder vier müssen es mindestens sein. Dabei konnten wir auch Wenigspieler für das Spiel gewinnen die anfangs mit den Ketten etwas Probleme hatten, dann aber auch in den Genuss der Bewegungsmöglichkeiten gekommen sind. Aufgrund des schönen Materials ist die Hürde eine Runde zu wagen nicht hoch. Einfache Regeln und Spielrunden die ca. 15 Minuten dauern sorgen für spannende Spiele.
Jörgs Meinung:
Eclipse ist nicht nur ein äußerst attraktives Taktikspiel für zwei Personen. Es ist auch in jeder Runde aufs Neue spannend.
Leichte Regeln und schnelle Spiele sorgen dafür, dass nicht nur Vielspieler und Strategen, sondern auch Wenigspieler ihre Freude haben.
Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de
Vielen Dank an asmodee für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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GESAMT-
WERTUNG:
7/10
Kugeln die mit Ketten verbunden sind! Tolles 2er Taktikspiel das auf Dauer spannend bleibt!
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Erklärung zur Wertung: |
1-2 Ungenügend,
3 Mangelhaft,
4 Nicht lohnenswert,
5 Durchschnittsspiel, 6-7 Reizvoll, 8 Sehr gut, 9 Besonders Lohnenswert, 10 Topspiel |
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