Samurai

Autoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
1998
Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler
Spielzeit:
45 Minuten
Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre
Durchschnittswertung:
3/10 bei 1 Bewertungen
Samurai ist ein Spiel das trotz das es mittlerweile schon
etwas älter ist aktuell bei ABACUSSPIELE angesiedelt ist. In 2009 kam sogar ein
Kartenspiel zu Samurai heraus, doch wir wollen uns heute dem Brettspiel widmen
das von Franz Vohwinkel illustriert wurde. Autor ist der nicht unbekannte
Reiner Knizia. Historisch und geschichtlich gesehen ist ein Samurai die
Bezeichnung für ein Mitglied des Kriegerstandes im vorindustriellen Japan. Als
raffiniert bezeichnet dabei der Verlag nicht nur die Abläufe diese Spiels,
sondern insbesondere die Wertung am Spielende. Genau diese sorgt beim
spielenden Publikum für Aufregung. Warum erfahrt ihr in diesem Bericht.
Ziel des Spiels:
Um überhaupt eine Wertung durchzuführen und das Spiel zu gewinnen, benötigt
ein Spieler die Mehrheit mit (mindestens) einem der drei Figurentypen. Leider
werden diese Figuren dann bei der Auszählung nicht berücksichtigt. Klingt
verrückt und das ist es auch. Wie das alles funktioniert zeigen wir euch und
beginnen erst einmal mit dem Spielaufbau.
Spielaufbau:
Abhängig von der Spieleranzahl werden unterschiedlich große sechseckige
Plättchen zusammengeschoben. Hinzu kommt eine unterschiedliche Anzahl (je nach
Spieleranzahl) von Helmen (Figuren), Buddhas (Figuren) und Reisfelder
(Figuren), die man bereitlegt. Jeder Spieler nimmt sich einen Sichtschirm und
20 Plättchen der gleichen Farbe. Es gibt Plättchen auf denen eine der drei
Figuren abgebildet ist oder es sind Plättchen auf denen ein Samurai, Schiff
oder Reiter zu sehen ist. Jeder Spieler wählt 5 seiner 20 Plättchen aus und
legt sie hinter den Sichtschirm. Die übrigen 15 Plättchen werden umgedreht und
gemischt. Diesen Plättchenvorrat legt der Spieler neben seinen Sichtschirm. (In
der ersten Partie nimmt man am besten fünf zufällige Plättchen hinter seinen
Sichtschirm.) Es fehlen jetzt nur noch die Figuren auf dem Spielplan! In die
Hauptstadt Edo wird 1 Helm, 1 Buddha und 1 Reisfeld gesetzt. Anschließend
kommen in jede Stadt zwei Figuren und in jedes Dorf eine Figur. Der Startspieler
beginnt mit dem Einsetzen, anschließend geht es reihum. In einer Stadt dürfen
sich allerdings keine gleichartigen Figuren befinden. (Dies gilt auch wenn
später das Plättchen „Figurentausch“ genutzt wird!)
Spielablauf:
Die Figuren kann ein Spieler mithilfe dieser Plättchen in Besitz nehmen.
Man beeinflusst somit die benachbarten Figuren. Die Zahl auf einem Plättchen
zeigt die Stärke an und die Abbildung auf dem Plättchen die beeinflusste Figur.
Klingt etwas kompliziert, ist es aber zum Glück nicht. Einige Beispiele sind in
der Anleitung aufgeführt. Hinzu kommen noch Spezialplättchen wie
„Figurentausch“ und „Plättchentausch“. Bei Figurentausch werden einfach zwei
Figuren (unter Beachtung obiger Regel) getauscht. Bei Plättchentausch wird
dieses Plättchen gelegt und das darunter liegende (eigene) Plättchen auf ein
neues freies Feld platziert. Auf einigen Plättchen ist auch ein japanisches
Zeichen zu sehen. Bei Nutzung dieser Plättchen kann der Spieler beliebig viele
pro Zug legen.
Zusammengefasst bedeutet dies:
>Die Figur zeigt an, welchem Spieler das Plättchen gehört!
>Die Zeichnung zeigt an, welche Figur(en) damit beeinflusst wird! Ein
abgebildeter Samurai beeinflusst alle benachbarten Figuren.
>Die Zahl zeigt an, welche Stärke es besitzt!
>Die Schriftzeichen zeigt an, dass man mehrere von diesen in einem Zug legen
kann. Vor lauter Beeinflussung und Plättchen sollten wir aber noch den Spielzug
erwähnen.
Der Startspieler wählt eines (oder mehrere) seiner Plättchen hinter dem
Sichtschirm und legt diese auf den Spielplan. Die Felder müssen natürlich leer
sein und Schiffsplättchen können nur auf Seefelder platziert werden. Sind
Städte frei geworden darf aber auch dort kein Plättchen darauf gelegt werden.
Anschließend werden unter Umständen eine oder mehrere Figuren vom Spielplan
genommen, sofern alle benachbarten Landfelder besetzt sind. Zum Schluss zieht
der Spieler so viele Plättchen vom Vorrat bis er wieder fünf Stück hinter
seinem Sichtschirm hat. Erst dann folgt der nächste Spieler. Das Spiel dauert
so lange bis die letzte Figur einer Art genommen wurde. Das Spiel ist sofort zu
Ende.
Jetzt folgt die Auswertung und Schlusswertung. Alle Spieler legen ihren
Sichtschirm auf die Seite hinter dem im Verlauf die eingenommenen Figuren
platziert wurden. Nur die Spieler, die in einer Figurenart die alleinige
Mehrheit haben kommen für einen Sieg in Frage. Somit legt man die Figuren, in
denen man die Mehrheit besitzt zur Seite. Jeder Spieler zählt anschließend
seine „restlichen“ Figuren. Wer die meisten besitzt gewinnt das Spiel. In der
Anleitung wird dies anhand eines Beispiels erklärt. Ein weiteres abschließendes
Beispiel zeigt auch die Wertung bei einem Gleichstand.
Strategie:

Interaktion:
Glaubt man eine Figur so gut wie sicher zu bekommen hat sie bereits ein Mitspieler in den Händen. Das ist zwar etwas frustrierend doch ob es ihm das auch wert war weiß nur er/sie. Jeder bekommt im Verlauf des Spieles Figuren, so dass man sich selten um Figuren „streitet“. Leider ist der Kommunikationsfaktor insgesamt gesehen nicht sehr hoch. Das strategisch wirkende Spiel dümpelt vor sich hin und einige unserer Spieler waren froh nicht noch eine Runde spielen zu müssen. Nein, wir zwingen unsere Mitspieler nicht zu weiteren Partien aber bei einem Spiel wie Samurai benötigen wir sehr viele Testspieler!Glück:

Packungsinhalt:

Spaß:


Jörgs Meinung:
Samurai ist kein aktuelles Spiel, doch aufgrund des gleichnamigen Kartenspiels bei selben Verlag wieder in den Vordergrund gerückt.
Dabei überzeugen uns insbesondere die hochwertigen Spielfiguren was man vom Spielspaß nicht behaupten kann.
Langweilige Runden und Sieger die sich nicht über ihren Triumph freuen können! Schade denn die Schlusswertung mit der man gerade Spieler überzeugen will sorgt dafür, dass man gar nicht weiß wie man sich am besten auf dem Spielplan verhält.
Ein Sammeln gleicher Figuren bringt einem vielleicht die Mehrheit, da diese allerdings in die Schlusswertung nicht einfließen hat man vielleicht doch am Ende das Spiel verloren. Schade!
Silke und Jörg Köninger für cliquenabend.de
Vielen Dank an ABACUSSPIELE für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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WERTUNG:
3/10
Tolle Figuren! Leider ist die Schlusswertung so daneben, dass man sich als Sieger nicht freuen kann!
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Erklärung zur Wertung: |
1-2 Ungenügend,
3 Mangelhaft,
4 Nicht lohnenswert,
5 Durchschnittsspiel, 6-7 Reizvoll, 8 Sehr gut, 9 Besonders Lohnenswert, 10 Topspiel |