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Testbericht vom 07.12.2015 - von Jörg

Antarctica




Details


Verlage:
Autoren:
Illustratoren:
Genres:
Spielmechaniken:
Release:
2015

Anzahl der Spieler:
2 bis 4 Spieler

Spielzeit:
45-90 Minuten

Altersfreigabe:
Frei ab 10 Jahre

Durchschnittswertung:
4.5/10 bei 2 Bewertungen



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preview vom 05.10.2015

Essen 2015 Videovorschau: Antarctica (Argentum Verlag)

Essen 2015 Videovorschau: Antarctica (Argentum Verlag) from Cliquenabend on Vimeo.

Kurze Werbepause :-) noch 15 Sekunden

Vorwort

Die Spiele aus dem Hause Argentum sollte, nein, muss man sich einfach anschauen. Hansa Teutonica, Seenot im Rettungsboot und First Train to Nürnberg  sind dabei meine Top-Spiele und wer sie nicht kennt, hat etwas verpasst.

Auch die Essen 2015 Neuheit Antarctica verspricht viel Spannung und Spaß, denn die Abläufe rund um die Sonnenumdrehung und der/den damit durchführbaren Aktion/en haben mich bereits in Helios (Hans im Glück) begeistert. Leider war das Drumherum (ich sag nur Siegpunktsalat) etwas zu viel des Guten.

Es steckt Potential in dieser Spielidee, so dass meine Erwartungen bzgl. Antarctica durchaus hoch einzustufen sind.

Auch das Thema hört sich spannend an, denn wir errichten Forschungszentren in der Antarktis und bauen Ressourcen ab. Durch die drehende Sonne (gegen den Uhrzeigersinn) werden eigene Schiffe immer wieder eisfrei und können für unterschiedliche Aktionen gewählt werden.

Spielablauf:

Auf dem Spielplan erkennt man bereits die noch leeren Felder für die Gebäude und Stationen. Ausgestattet mit Schiffen und einigen Figuren (Wissenschaftler) starten die Spieler nach einem vorgegebenen Aufbau, der mit etwas Erfahrung auch angepasst/individualisiert werden kann. Auf zwei der insgesamt acht Seiten wird die Spielvorbereitung übersichtlich angezeigt.
In jedem Zug wandert zuerst der Anzeiger für die Sonne um ein Feld weiter. Die dort anliegenden Schiffe der Spieler ziehen zu einem anderen Gebiet (Zielgebiet) und führen im Anschluss eine Aktion aus. Zieht man sehr weit voran, muss man je nach Position der Sonne auf seinen nächsten Zug länger warten.

Der Spieler kann jetzt ein Gebäude errichten und hierzu orientiert er sich an den Anforderungen der Kartenauslage. So müssen je nach Karte bestimmte Gebäude durch eigene anwesende Schiffe vorhanden sein, um ein Gebäude zu bauen. Je nach erfülltem Bauauftrag der Karte zieht man einen Wissenschaftler in das Gebiet und/oder rückt auf der Forschungsleiste voran.

Auf diesen Leisten können sich die Spieler weitere Vorteile bzw. Aktionen freischalten. Je nach Position auf einzelnen Leisten gibt es am Ende mehr bzw. weniger Punkte.
Der Spieler kann sich auch für den Bau eines Schiffes entscheiden, doch hierzu muss im Zielgebiet eine Werft vorhanden sein. Je mehr Schiffe man hat, desto öfters ist man je nach Position der Sonne wieder am Zug.
Aber auch das Anwerben von Wissenschaftler ist wichtig, schließlich geht es am Ende um Mehrheiten in einzelnen Gebieten.
Mit der vierten Aktion kann der Spieler je nach Forschungszentrum und Anzahl eigener Schiffe und Wissenschaftler auf einer bestimmten Leiste voranziehen.

Aktionsmöglichkeit 5 besteht aus „nichts machen“, wobei man zuvor immer erst eine der obigen Aktionen in Betracht ziehen sollte.

Das waren auch schon alle Möglichkeiten, wobei je nach Aktion natürlich etwas mehr Details verborgen sind. Auf den Forschungsleisten zeigen Symbole die jeweiligen Vorteile eines Spielers an.  Je nach Spielerfahrung schaut man bei Unklarheit einfach auf der Rückseite der Anleitung nach. Die Baukarten sind dabei recht schnell klar, wobei man unbedingt auf die Vielzahl unterschiedlicher Gebäude achten muss.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler keine Wissenschaftler besitzt bzw. das letzte Gebäude errichtet wurde. Es folgt eine umfangreiche Schlusswertung, in der Mehrheiten in einzelnen Gebieten gewertet werden. Hier und in weiteren Wertungen erhält der Spieler mit der Mehrheit Punkte für Gebäude und jeden Wissenschaftler. Der zweite Spieler bekommt dagegen nur die Punkte pro Wissenschaftler für den ersten Spieler, usw..
Die Punkte der Forschungsleiste werden je nach Position einzelner Spieler gewertet bevor nach einer Baukartenwertung und Spielsteinwertung (freigegebene und quasi nicht benötigtes Spielmaterial) der Sieger mit den meisten Punkten feststeht.

s Meinung:

Das Thema der kreisenden Sonne erinnert mich sofort an Helios von Hans im Glück, was mich allerdings eher enttäuschte. Antarctica hat mit dieser Sonne einen ähnlichen Mechanismus verbaut, macht es allerdings keinesfalls zu einem besseren Spiel.

So schön die Sonne Schiffe und damit verbundenen Aktionen der Spieler freischaltet, ist das Bauen von Gebäuden und das damit verbundene Sichern von Mehrheiten völlig überzogen.
Auch wenn die Anleitung nur 8 Seiten vorzuweisen hat sollte man sich diese Inhalte genau zu Gemüte führen, denn im Spielverlauf können sich einfache aber durchaus entscheidende Fehler einschleichen.
Die Symbole auf Karten und Figuren werden leicht verwechselt und gerade in voller Spielbesetzung kann man schnell den Überblick verlieren.
Ich mag den Mechanismus der Sonne, doch eine Vielzahl an Gebäude zu platzieren, neue Wissenschaftler zu besorgen und auf diversen Leisten voranzuschreiten ist zu viel zu Guten. Die Endwertung in Form von Mehrheiten auf jedem „einzelnen“ Gebiet, Punkte auf der Forschungsleiste und dann auch noch Karten sorgt dafür, dass sich Grübler während einer Partie völlig verausgaben und gar nicht mehr wissen, was sie denn jetzt am besten machen.
Zum Glück waren es bei uns zumeist entscheidungsfreudige Spieler, denn länger als 90 Minuten sollte eine Partie keinesfalls dauern.
Ich mag zwar Mehrheitenspiele, doch zu diesem Spiel passt das irgendwie überhaupt nicht und zu zweit macht es mir gar keinen Spaß. Man liest vielleicht heraus wie unzufrieden ich mit diesem Spiel bin, da ich gerade den Kernmechanismus überzeugend finde. Doch warum so viele unterschiedliche Gebäude, warum diese umständlichen Karten und Bauoptionen mit einer Leiste die für noch viel mehr Durcheinander sorgt? Und als Höhepunkt dann noch ein Salat aus Mehrheiten in allen möglichen Bereichen. Sorry, nicht mein Spiel!

Jörg Köninger für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
4/10
Nicht lohnenswert trotz attraktivem Kernmechanismus!
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

s Meinung:

Bei dem Sonnnen-Mechanismus des Spiels erwähnen viele unserer Spieler "Helios" von Hans im Glück, welches bei uns (Jörg und mir) ein "Durchschnittsspiel" (5 von 10 Punkten) war. Wie schon bei Helios gefällt mir der Rundgang der Sonne und das Beachten der aktiven Zone sehr gut. Die Basis passt also, aber wie Jörg habe ich ein paar Probleme mit dem Drumherum. Die Regeln sind klar strukturiert und wenn nicht zu viele lange Denker am Tisch sind, ist auch wenig Downtime vorhanden. Das ist es also nicht. Mehrheiten Spiele halte ich auch immer noch für aktuell und finde sie ansprechend, auch wenn es nicht mein präferiertes Brettspielgenre darstellt. Hieran kann es also auch nicht liegen. Der Hund ist in der Kälte begraben, thematisch ist das ganze nämlich überhaupt nicht und die Spannung der ersten 2-3 Partien wird leider nicht gehalten. Die Punkterechnerei strengt viele Spieltester in unseren Runden zu sehr an und kann nicht so einfach vorausgesehen werden. Zwar wäre es möglich immer die Punkte aller Spieler auszurechnen, aber das ist den meisten zu mühselig und zieht das Spiel auch unnötig in die Länge. Damit handeln sie oft aus dem Bauch raus und nehmen hierbei nicht unbedingt die besten Optionen. Hinzu kommen die vielen verschiedenen Gebäudetypen und die Leiste in der Mitte des Spiels, was der Übersichtlichkeit nicht gerade hilft.

Jörgs Meinung in Bezug zum Zweipersonenspiel teile ich allerdings nicht unbedingt. Natürlich fühlt sich das Spiel hier noch taktischer und strenger an, klappt aber meiner Meinung nach tadellos. Während mit mehr Spielern natürlich ein nicht zu unterschätzender Unsicherheitsfaktor hinzu kommt, was passiert, bis man wieder an der Reihe ist.

Grundsätzlich ist das Spiel solide und hat den schönen und seltenen Sonnenmechanismus. Eine dauerhafte Faszination bleibt allerdings aus und das ganze fühlt sich zu repetitiv an und kommt ohne viel Emotionen und Spannungsmomente aus. Somit ist es als Durchschnittspiel vollkommen ok, aber leider auch nicht mehr.

Andreas Buhlmann für cliquenabend.de

GESAMT-
WERTUNG:
5/10
Da ist er wieder der Sonnenmechanismus...
Erklärung zur Wertung: 1-2 Ungenügend,   3 Mangelhaft,   4 Nicht lohnenswert,   5 Durchschnittsspiel,
6-7 Reizvoll,   8 Sehr gut,   9 Besonders Lohnenswert,   10 Topspiel

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